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Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) - www.ggr.ro

Zeitschrift der Germanisten Rumäniens, 13.-14. Jg., 25-26 / 2004, 27-28 / 2005, S. 20-23

 


Zum feierlichen jubiläum des Germanistiklehrstuhls der Universität Bukarest *)

 


Alexandra Cornilescu

 

Exzellenzen,

sehr geehrter Herr Professor George Guþu,

sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

liebe Gäste aus dem In- und Ausland,

verehrte Anwesende,

 

heute begehen wir den 100. Jahrestag der Gründung des Lehrstuhls für Germanistik der Universität Bukarest, die im Odobescu-Hörsaal feierlich erfolgte, in dem wir uns nun befinden. Der erste Lehrstuhlleiter war – übrigens bis 1938 – Professor Simion Mândrescu.

Die Aufgabe der neuen akademischen Einrichtung ähnelt in hohem Maße unserer heutigen philologischen Fachrichtung: Der Lehrstuhl nahm sich vor: a) Deutschlehrer auszubilden, b) die theoretische Grundlage des Studiums der deutschen Sprache und Literatur aus diachroner Sich zu schaffen und c) die Verbreitung der Kenntnisse über diesen Gegenstand in möglichst breite Kreise zu verbreiten.

1. Institutionelle Aspekte

Deutsch wurde als Fremdsprache für rumänische Muttersprachler angeboten, wobei anfangs die Lehrveranstaltungen in rumänischer Sprache erfolgt sind. In institutioneller Hinsicht bestand die Bukarester Germanistik ohne Unterbrechungen und erlebte – wie die gesamte rumänische Philologie – Momente des Aufschwungs ebenso wie der Krise und wiederum des Aufblühens. Dem Lehrstuhl standen hervorragende Intellektuelle vor, die die Geschicke der Bukarester Germanistik kompetent und visionär geleitet, ein hohes Niveau und die Kontinuität des philologischen Studiums gewährleistet haben – trotz äußerst ungünstiger sozio-politischer Umstände: Krieg, stalinistische Zeit, national-kommunistische Periode, die sich durch spezifische kulturelle und minderheitenpolitische Maßnahmen auszeichneten.

Im folgenden werde ich mich nur auf jene Lehrstuhlleiter beziehen, die die germanistische Tätigkeit besonders geprägt haben:

Prof. Simion Mândrescu ist der Gründer des Lehrstuhls, den er drei Jahrzehnte lang leitete. Prof. Jean Livescu leitete den Lehrstuhl zwei Jahrzehnte lang (1955-1976). Mit seinem eleganten Auftritt und seiner hohen Gelehrsamkeit war er auch Rektor der Universität Bukarest und stellvertretender Bildungsminister – sein besonderes Fachinteresse lag auf dem Gebiete der klassischen deutschen Literatur. Prof. Livescu nahm die Herausgabe der Werke von Johann Wolfgang Goethe in Angriff, die heute noch fortgesetzt wird und deren ersten Bände von ihm besorgt worden sind. Die Zeit von 1973-1984 ist von der titanischen Renaissance-Gestalt des Germanisten Mihai Isbãºescu geprägt. Sein vulkanischer, enzyklopädischer Geist widmete sich sowohl der deutschen Literatur als auch der Linguistik und der deutschen Lexikographie. (Er ist der Verfasser des großen deutsch-rumänischen Wörterbuches der Rumänischen Akademie sowie der bislang einzigen Geschichte der deutschen Literatur in rumänischer Sprache.)

Wie bereits angemerkt, hat der Germanistiklehrstuhl der Universität Bukarest kontinuierlich bestanden. Der kurze Bukarester Frühling gegen Ende der 60er und zu Beginn der 70er Jahre zeitigt wichtige Folgen für unsere Einrichtung: in den siebziger Jahren gab es an der Fakultät für Germanische Sprachen sogar drei Lehrstühle für Deutsch: Deutsche Literatur (Leiter: Jean Livescu), Deutsche Sprache (Mihai Isbãºescu) und DaF bei nichtphilologischen Fakultäten als studienbegleitender Unterricht (Viktor Theiss).

Die 80er Jahre zeichnen sich in der rumänischen Philologie und in der Bukarester Germanistik durch Krisenphänomene aus, die u.a. auch zu einer Zunahme der Auswanderungswelle unter den Rumäniendeutschen, also auch unter den Germanisten führte.  Die Zahl der Immatrikulierten im Bereich Germanistik wird von offizieller Seite willkürlich auf eine einzige Gruppe von 20 Studierenden im Haupt- und auf eine weitere im Neben-Fach herabgesetzt. Schlimmeres kam noch hinzu: Der Lehrstuhl wurde (1986-1989) dem Anglistiklehrstuhl unterstellt. Dennoch genoß der Bukarester Lehrstuhl eine „privilegierte“ Stellung – im Unterschied zu den anderen Germanistiklehrstühlen des Landes konnte er auch das dort abgeschaffte Hauptfach Deutsch beibehalten

Im Januar 1990 erlangte der Bukarester Lehrstuhl seine frühere Autonomie wieder, die vom Rektorat und vom Ministerium anerkannt wurde. Damit begann eine neue inhaltliche und zahlenmäßige Entwicklungsetappe des Germanistiklehrstuhls, an dem junger begabter Nachwuchs angestellt wurde, der die europäische Entwicklung mit einleiten und durchführen half. Durch Studienaufenthalten und Stipendien konnten sich sowohl Lehrende als auch Studierende den neuen Trends stellen und sich fachgerecht informieren.

Wenn wir im Jahre 2005 einen Blick auf die germanistische Studienrichtung werfen, stellen wir eine doch erfreuliche Zunahme der Studierenden sowie eine verstärkte Bemühung der Lehrkräfte und Studierenden um bessere Fachkenntnisse und um eine möglichst hohe Sprachkompetenz in verschiedenen Fachrichtungen fest.

Allein im I. Studienjahr verzeichnen wir mehr als 200 Studierende an den philologischen Fachrichtungen Deutsch als Haupt- (43) bzw. als Nebenfach (etwa 100), Übersetzer (25), moderne angewandte Sprachen (70). Der Lehrstuhl betreut außerdem drei Magisterlehrgänge und ist in der neu gegründeten Doktorandenschule gut vertreten. Wie unsere Kollegen von Deutsch diese erfreulichen Erfolge erzielen konnten, darüber werden sie uns in diesen Tagen noch erzählen. Es ist uns ein Bedürfnis, den Lehrstuhlleitern dieser erfolgreichen letzten Jahre unsere Glückwünsche auszusprechen: dem leider verstorbenen Hans Müller, Doina Sandu und – in den letzten 8 Jahren – George Guþu.

2. Probleme und Strategien

Der Germanistiklehrstuhl der Universität Bukarest zeichnet sich unter den philologischen Lehr- und Forschungseinrichtungen in Bukarest und in Rumänien durch besondere Merkmale aus. Seine Aufgabe war infolge der Existenz einer bedeutenden deutschen Minderheit besonders vielfältig, wie sie der Französisch-, Englisch- oder Russischlehrstuhl kaum gekannt haben.

Die jahrhundertelange Präsenz der deutschen Bevölkerung in wichtigen Regionen Rumäniens und einer Reihe von deutschen Gymnasien mit Deutsch als Mutter- bzw. Unterrichtssprache hat dazu geführt, daß eine Zeit lang die Muttersprachler einen erheblichen Teil der Studierenden ausmachten. Dieser außergewöhnliche Umstand ermöglichte, daß der Unterricht in deutscher Sprache erfolgte und dadurch sehr hohen Standards entsprechen konnte.

Durch die Abnahme der deutschen Sprachkompetenz bei vielen der Studienbewerbern sowie der Bewerberzahlen sah sich der Lehrstuhl mit einer neuen Situation konfrontiert: Er nahm seit etwa 1997, verstärkt jedoch in den letzten drei Jahren, die große Herausforderung an, im Nebenfach auch blutige Anfänger zu immatrikulieren, so daß ein diesbezügliches Konzept entwickelt werden mußte, was auf Initiative von Prof. Guþu zur Bildung eines Teams führte, das unter der Leitung von Ileana Moise steht und Überlegungen prüft, um ein solches Konzept unter Berücksichtigung der konkreten Lehrerfahrungen zusammenzustellen. 

Dabei findet eine wichtige didaktische und linguistische Tradition ihre Fortsetzung und Vertiefung, die im Laufe der Jahre zu einer eigenen Tradition in der Aufstellung von Programmen für das intensive Erlernen der deutschen Sprache unter Mitwirkung von außergewöhnlich guten Fachleuten wie Bruno Colbert, Grete Klaster-Ungureanu, Gertrud Chiriþã bis zu Doina Sandu, Speranþa Stãnescu, Ileana Moise, Marianne Koch.

Der Lehrstuhl meisterte die nicht einfache Aufgabe, auf der einen Seite quasi-mutter-sprachliche Kenntnisse zu vermitteln und auf der anderen auch den Anfängern die Chance zu bieten, sich in diesem Fach gut ausbilden zu lassen.

Diese zweifachen identitären Ansätze spiegeln sich auch in den literatur- sowie sprachwissenschaftlichen Forschungsergebnissen wider. Die Bukarester Germanisten haben sich ständig mit der Erforschung der deutschen Sprache, Kultur und Literatur der Deutschen beschäftigt, die seit Jahrhunderten auf dem Territorium Rumäniens leben. Noch in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen hielt Bernhard Capesius eine Vorlesung zur deutschen Sprache und Literatur in Rumänien. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde durch Bruno Colbert, Viktor Theiss, Heinz Stãnescu, Hans Müller, Gertrud Gregor-Chiriþã, Mihai Isbãºescu und George Guþu diese bedeutende Tradition fortgesetzt. Die Forschungen zur deutschen Sprache und Literatur führten in Bukarest zu bedeutenden editorischen Leistungen, die darauf zurückzuführen sind, dass es in der Hauptstadt eine Reihe von Verlagen oder Verlagsabteilungen der mitwohnenden Nationalitäten gegeben hat und dass in Bukarest die bedeutende deutschsprachige Literaturzeitschrift „Neue Literatur“ monatlich erschien.

Ebenso wie in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts standen die Bukarester Germanisten an der Spitze zahlreicher Initiativen, die die Optimierung von Forschung und Lehre vorangetrieben haben. Insbesondere nach der Wende zeigte sich dieser erfreuliche Trend von seiner besten Seite. Lehrkräfte des Bukarester Germanistiklehrstuhls haben die Schaffung der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens initiiert und die zwei bedeutenden, in Fachkreisen gut aufgenommenen germanistischen Publikationen des Landes, die „Zeitschrift der Germanisten Rumäniens“ und „transcarpathica germanistisches jahrbuch rumänien“, sowie die angesehen Fachbuchreihe GGR-Beiträge zur Germanistik ins Leben gerufen. Durch die Wiederaufnahme der Tradition der Kongresse der Germanisten Rumäniens aus der Zwischenkriegszeit trug der Bukarester Germanistiklehrstuhl wesentlich zur Förderung der einheimischen Fachforschung und des Deutschunterrichts in Rumänien bei. Die Grußbotschaften, die dem Lehrstuhl zum 100. Jubiläum zugeschickt worden sind, sprechen von der besonderen Einschätzung, deren er sich in Fachkreisen im In- und Ausland erfreut.

Aus diesem glücklichen Anlaß wünsche ich dem Germanistiklehrstuhl unserer Universität weiterhin beachtliche Erfolge in Lehre und Forschung, um dadurch die wertvolle Tradition der 100 Jahre würdig fortzusetzen, den neuen ständig höheren Ansprüchen der nächsten Jahrzehnte anzupassen und durch weitere eigene Initiativen zu bereichern.


*) Prof. Dr. Alexandra Cornilescu ist seit 2004 Dekanin der Fakultät für Fremdsprachen der Universität Bukarest und war lange Zeit Leiterin des angesehenen Lehrstuhls für Anglistik und Amerikanistik der Universität Bukarest. (Anm. d. ZGR-Red.)

 

Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) - www.ggr.ro

Zeitschrift der Germanisten Rumäniens, 13.-14. Jg., 25-26 / 2004, 27-28 / 2005, S. 20-23

 

 

Coordonator sectiune: Madalina Marcu | Asistenti: Cristina Caramihai | Andreea Baranga 

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