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Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) - www.ggr.ro

Zeitschrift der Germanisten Rumäniens, 8. Jg., Heft 1-2 (15-16) / 1999, S. 265-273

 

 

VERGESSENE MINIATUREN


Angelika Ionaº

 


Psychologie anhand von Handlungen darzubieten - das war vielleicht mein Vorhaben. Ich hoffe, daß mir etwas Einheitliches gelungen ist, nicht so sehr in der Thematik, aber im Wunsch nicht an der Oberfläche zu bleiben. (1)

Diese Äußerung des Autors Franz Storch (* 1927, Temeswar - † 1982, Bukarest) zu seinem Kurzprosabändchen: Am Rande des Kerzenscheins hat dafür gesorgt, daß das Bändchen - das 1969 im Jugendverlag erschienen ist und dessen Texte hervorragend auch in unsere Zeit hineinpassen - nach 30 Jahren mein Interesse wieder geweckt hat. Es geht um thematisch-stilistische Aspekte dieser Kurzprosa.

Charakteristisch für Kurzgeschichten sind folgende Merkmale: Kürze, Punktualisierung, Simultanäität, Alltäglichkeit, Mehrdeutigkeit und nicht zuletzt Offenheit. (2)

Alle diese Merkmale treffen auf Storchs 16 Texte zu. Die Offenheit der Darstellung faßt Winfried Ulrich wie folgt zusammen:

Unvermittelt, ohne Vorbereitung und Übergang blendet sich der Erzähler in ein laufendes Geschehen ein, schaltet sich am Schluß ebenso unerwartet wieder aus, ohne es eigentlich zu Ende zu führen. Der verblüffende Schluß hinterläßt eine schwebende, nachklingende Dissonanz (Hans Bender), stiftet Unruhe, stellt dem Leser Fragen, die ihn zum Mitdenken und Mitwirken auffordern.“ (3)

Später Besuch ist ein eindeutiges Beispiel dafür.“Heut kommt dein erster Mann”, sagte er dumpf als sie mit losem Haar vor dem Spiegel stand,[...] ‘Er will dich wiederhaben.“ (4)

 

Dies ist der Anfang der Kurzgeschichte. Was nun weiter folgt ist eine Vorwegnahme des erwarteten Besuchs, eine Vorwegnahme der eigentlichen Handlung: Er will sich so und so mit ihm benehmen. Beim Eintritt des Gastes aber bricht die Erzählung ab und läßt die Frage offen: Wird er auch tun, was er wollte, dann wenn der andere ER wirklich zugegen sein wird? Was verfolgt der Autor mit diesem offenen Schluß?

Das Aufschließen ist kein Beweis dafür, daß der Autor unbedingt Mehrdeutigkeit damit bezweckt, obwohl Mehrdeutigkeit einem offenen Schluß eigen ist. Sinn der Sache ist es, eine Anregung zum Weiterdenken an den Leser zu bringen, ihn geradezu dazu zu verpflichten. Die Kurzgeschichten sollen nicht bloß zur Unterhaltung gelesen werden. Ist die Denkbereitschaft des Lesers herausgefordet, so hört es auch mit einer nur passiven Aufnahme des Dargebotenen auf. Der offene Schluß fordert eine Stellungnahme des Lesers, für den sich so eine Fülle von Fragen ins Bewußtsein drängen. Um eine Lösung d.h. einen Schluß zu finden, konfrontiert der Leser das Dargebotene mit seiner persönlichen Erfahrung und mit der ihn umgebenden Wirklichkeit. Aus dem Zusammenwirken dieser Elemente wächst nun ein möglicher Schluß. Die Vielfalt der potentiellen Lösungen, die durch das Aufschließen zur Möglichkeit wurden, werden vom Kern der Kurzgeschichte zusammengehalten, Kern der von Anfang an in die vom Autor gewünschte Richtung weist.

Die Frage: WIE und WANN etwas getan wird oder geschieht, ist das Kernstück der meisten Texte. Somit will der Autor uns eine Situation vorführen, die vom Thema her eine große Vielfalt aufweist: Vom Kriegserlebnis bis zur Meditation über die Zeitlosigkeit, von einer prahlerischen Autobiographie bis zur feinsten Analyse des Alter ego ist alles zu finden.

Wenn man diese Vielfältigkeit nicht auf einen gemeinsamen Nenner bringen kann, so kann man aber- in Anlehnung an G.Csejkas Artikel  (5) - zwei gegensätzliche Richtlinien feststellen:

     1. eine strikte Analyse psychologischer Vorgänge, also analytische Erzählungen.

     2. poetische, hintergründige Geschichten, also lyrische Erzählungen

sowie eine dritte Kategorie: jene Geschichten, die einen besonderen Symbolcharakter haben.

In der Reihe psychologisch-analytischer Erzählungen ist Trix, der Gestenmacher eine der interessantesten. Der Autor sucht hier in die Tiefen des menschlichen Seins einzudringen und das Menschlichste festzuhalten: Ein jeder liebt sich am meisten, kann aber ein Spiegelbild seines ICH auf die Dauer nicht ertragen.

Jeder Mensch sieht sich gern; auf einem Foto, im Spiegel, in der Fensterscheibe - aber er sieht sich nur ab und zu, nicht ständig. Kein Mensch könnte sich ständig sehen, er würde seiner selbst überdrüssig werden. Und hat er noch etwas auf dem Kerbholz, dann ist es katastrophal ... (6)

Dies sagt Trix selbst, der Gestenmacher. Er ist ein Schauspieler, der Geld verdienen will und sich als Verkäufer anstellen läßt. Der Geschäftsführer hat einen Zwillingsbruder, den er vor Jahren in eine Irrenanstalt gesteckt hat, um ihm seine Verlobte abzunehmen. Dieser Zwillingsbruder hat den Schauspieler geschickt, um ein hetzendes Spiel mit dem Schuldigen zu treiben: Trix soll das Spiegelbild des Geschäftsführers sein. Das Spiel gelingt, der so Nachgeahmte wandert Hals über Kopf aus.

Trix ist ein wirklicher Künstler im Nachahmen. Eine jede Bewegung, die feinsten Nuancen der Mimik des Geschäftsführers werden mit unheimlicher Genauigkeit widergespiegelt. Dieses hetzende Spiel soll erinnern, erinnern an eine menschenunwürdige Tat. Mit anderen Worten: Was zwischen den Zwillingsbrüdern vorgegangen war, gleicht einer Abrechnung.

Das Abrechnen ist der zentrale Gedanke einer ganzen Reihe von Geschichten. Zu dieser Kategorie gehören noch: Frühjahrsregen, Am Rande des Kerzenscheins, Später Besuch, Ein Mann bat um Feuer, Die Abrechnung.

Es sind zugleich jene Kurzgeschichten, die der psychologischen Analyse angehören. Frühjahrsregen zeigt uns das Innere eines Sträflings. Der Mann läßt sein besseres Ich das schlechtere kommentieren. Ein Asphaltgießer spricht von seinem Freund, der durch Neid, Eifersucht und Verleumdung ins Gefängnis kam und ihn, Unschuldigen mitgerissen hat. Durch Amnestie soll dieser Freund nun wieder frei werden.

Also kommt er jetzt heraus?,
Das ist es eben! Und ich weiß nicht recht wohin mit ihm. Ich fürchte, er wird mir zu viel zu schaffen machen.,
Er kann sich doch geändert haben” tröstete ich. ‘Und wenn er immer noch nichts dazugelernt hat, trennen Sie sich einfach von ihm, jawohl, trennen auch gedanklich!,
Fast eine Minute starren mich die schrägsitzenden Augen an. ‘Nein, das geht nicht recht.,
Aber warum denn nicht?,
Schwerfällig nähert er sich der Tür.
Dieser Freund bin halt ich.- (7)

Wie aus dem Zitierten ersichtlich ist, stellt es sich erst in der letzten Replik heraus, daß es sich um einen verkappten Selbstkritiker handelt. Die Abrechnung geschieht in diesem Falle zwischen Ich und Ich; zwischen Gut und Böse, vielleicht auch nicht; sondern zwischen zwei Standpunkten des selben Ich. Es wird aber eine Bilanz gezogen. Diese Bilanz hat die Zeit als Zeugen. Wie wichtig die Zeit im Leben dieses Menschen ist, erfahren wir aus seinem Munde im Gespräch mit dem Erzähler:

[...] nur schade um die Zeit, die jetzt verloren geht. Nichts ist im Leben wertvoller als Zeit
[...] das Leben ist wertvoller als Zeit.
Das Leben ist letzten Endes auch nichts anderes als Zeit.

Der Vorwurf des einen Ich dem anderen gegenüber ist eben: das jenes der Zeit nicht die gehörige Wichtigkeit gab.

[...] Sie reden wie mein Freund! Was wäre das Leben ohne Zeit? Wer würde noch arbeiten in der perfekten Zeitlosigkeit ! Es gäbe keine Wünsche, keine Pläne, kein Erleben, also auch kein Leben! Mein Freund war so ein Mensch, ganz un gar ohne Zeitgefühl. Das Resultat? Er hat sich heruntergewirtschaftet und auch mich mitgerissen.

Das eine Ich versucht nun durch Arbeit die Zeit zu nützen, die das andere Ich nie beachtete. Zu beachten ist die Dialogführung. Der Dialog weist die Knappheit der Alltagssprache auf mit den üblichen Ellipsen. Die Zeit ist in vielen Kurzgeschichten die Unterlage, auf die dann das Geschehen oder der Zustand gestickt wird. Die Unterlage bleibt immer die Gleiche und die Unveränderliche.

Wenn die Abrechnung in Frühjahrsregen zwischen einem zeitverschwenderischen Ich und einem mit einem ausgeprägten Vergänglichkeitsgefühl stattfand, so ist die Abrechnung in der Kurzgeschichte Am Rande des Kerzenscheins eine zwischen gutem und bösem Ich. Das bessere Ich hält dem schlechteren seine Sünden vor.
Es ist bloßer Zufall, daß an jenem Abend kein elektrischer Strom ist. Die Gestalt der Kurzgeschichte zündet eine Kerze an. Die selbe Kerze brannte auch dann, als der Bruder auf der Bahre lag. Es ist vielleicht nicht bloßer Zufall! Die unheimliche Atmosphäre ist somit geschaffen.

Ein Zu-lang-ins-Kerzenlicht-schauen führt zum Eindruck der Ortlosigkeit. Dies alles zusammen hat als Ergebnis das Ausbrechen eines unterdrückten Schuldbewußtseins. Ort und Zeit sind jene, die den Menschen an seine Vergehen erinnern. Ortlosigkeit ist überall und nirgends; es kann aber auch ein woanders sein, wenn nicht auf dem realen Boden, dann in der Fiktion. Ort und Zeit fließen auf dieser Ebene ineinander. Also ein WOANDERS in der Zeit. Dies wird an ein anderes Ich, ein schuldbewußtes Ich erinnern.

Eine sehr rege Einbildungskraft läßt die Gestalt der Kurzgeschichte einen Schatten hinter dem Fenster und Vorhang entdecken. So fällt die Frage: Was will der Fremde?

Wahrscheinlich wollte der Fremde überhaupt nichts, bloß anwesend sein, ohne Grund, ohne Zweck, einfach anwesend sein [...]
Oder wollte er erinnern? Woran? War er jemandem Erinnerung schuldig?
Zugegeben: Sie entfallen allzu leicht, die Erinnerungen. Im Gleichlauf des Alltags bleiben sie jahrelang verschüttet, bis so ein Gefühl der Ortlosigkeit aufkommt und alles wieder freilegt: Den Abend voll Rauch und Hunger, an dem er hinter einem Baum die letzte Brotkruste verschlang, gierig wie ein urweltliches Tier verschlang, um seinem Bruder die leeren Hände vorzuzeigen und sagen zu können, er habe nichts gefunden [...] Und der fremde Bauer am Rande der Landstraße, Blut im Bast und an der Schläfe, und der Wagen raste weiter, weil er neu war und vom fremden Sterben befleckt worden wäre. Aber was ging das den Mann hinterm Vorhang an? Was er getan und unterlassen hatte, war seine Sache, kein Gesetz konnte ihn zwingen die Augen überall zu haben und aller Welt Amme zu sein ... (8)

Der Fremde hinter dem Vorhang ist sein eigener Schatten, ein anderes Ich, das zur Abrechnung zwingt.
Nicht ohne bestimmte Intention wurde diese Geschichte als Titelgeschichte gewählt. Sie ist ein Höhepunkt. Der Titel hat symbolhaften Charakter: “Am Rande des Kerzenscheins“ heißt an der Grenze zwischen Licht und Dunkel, zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, zwischen dem was jeder sieht und dem, was eigentlich dahinter steckt. In diesem Zwielicht entdeckt der Autor eine ganz andere Welt, jene eines anderen Ich, besser oder schlechter als das Sichtbare. Um diesen Gedanken noch mehr zu verallgemeinern, kann man sagen, daß “Am Rande des Kerzenscheins“ jene unpräzise Grenze zwischen der Gedankenwelt und jener der Taten eines Individuums ist.

Das Forschen in der Tiefe des menschlichen Seins wird ins Räumliche umgesetzt. So wird der Blick ins dunkle Innen mit jenem ins dunkle Daneben vertauscht. Der sensible Punkt in der Erforschung der Seele gerät in den Grenzbereich zwischen Licht und Dunkel. Auch am Rande des Kerzenscheins gibt es ein Zwielicht, etwas Unklares, ja Geheimnisvolles, Unheimliches wie auch im trüben Inneren eines schuldbewußten Menschen. Am Rande des Kerzenscheins bietet auch etwas Ungewöhnliches vom künstlerischen Standpunkt. Es geht um den Überblendungseffekt, der den Sprung ins Ortlose ermöglicht.

Das Nebeneinander “verschiedener Wirklichkeits- und Bewußtseinsebenen machen den Augenblick vielschichtig und schwebend“ unterstreicht W. Ulrich (9). Hinzu treten in Storchs Kurzgeschichten noch Wechsel der Erzählperspektive und der innere Monolog. Er ist das beste Mittel der Wiedergabe der Gedanken des Autors in einem handlungslosen Text wie Die Abrechnung. Nur besteht die Gefahr, daß dieser zu lange Monolog ermüdet, langweilt und so die Wirkung der Geschichte abschwächt.

So wird es auch Franz Storch gemeint haben, wenn er nur die Gedankenwelt seiner Helden zeigt und die Tat in Schwebe läßt, wie in Später Besuch oder Die Abrechnung. Letztere hat nur eine gedankliche Handlung. Die eigentliche Handlung wird auch hier vorweggenommen und damit hört der Text auch schon auf. Das Ganze ist nur eine Anklage verdoppelt durch eine Selbstanklage. So gesehen, haben wir es mit einer doppelten Abrechnung zu tun: einerseits mit sich selbst, andererseits mit dem Vorgesetzten.
Ein Büroangestellter kommt hinter die Sünden seines Chefs. Jener hat ihn dazu benutzt, um seinen Rivalen durch Verleumdung zu entfernen. Der Angestellte ahnte damals nichts, zur Zeit weiß er, daß die angeblich veruntreuten Papiere in der Schublade des Chefs sind.

Damals hatte er gegen den Unschuldigen ausgesagt, daher die Selbstanklage. Jetzt kennt er den Schuldigen daher die Anklage; dies aber nur in Gedanken, in einem inneren Monolog, der zur wörtlichen Anklage- zur eigentlichen Handlung führen soll.

Du verbietest mir eigentlich nichts - du machst mir nur das Reden bloß unmöglich.
Nicht aber das Denken! Soviel (oder so wenig?) ist mir in diesem Büro geblieben: meine Gedanken. Mit ihnen baue ich eine Art Schutzwall um mich. Du nennst das Resignation ... Für mich Freundchen, war es der Rettungsring. Ich hing als warme Leiche in diesem Ring und ließ mich treiben. Wellengebrodel, ruhiges Wasser, sie änderten nichts an dem Eindruck, daß ohnehin alles einerlei sei, ob ich den Mund auftue oder schweige. (10)

Resignation führt nicht zur völligen Lähmung, sondern im Gegenteil

Kein Mensch, der sich mit Recht so bezeichnet, kann dauernde Untätigkeit ertragen; er lehnt sich auch gegen die eigene Resignation wieder auf [...]. Wenn er merkt, daß das Leben weitergeht“ (11)

und weiter:

Heute früh habe ich eine weitere Entdeckung gemacht. Einfach genial! ...
Ich habe entdeckt, wie ich wieder zu meiner Zunge kommen könnte. Der elektrische Rasierapparat surrte und ich prüfte meine Wangen im Spiegel, zog nach, prüfte wieder, bis mein Blick zufällig an meinen Augen haften blieb. In diesem Moment war mir alles klar: Schlußstrich und Abrechnung!“ (12)

Die Abrechnung mit sich selbst ist eine Abrechnung mit der eigenen Unentschlossenheit, Feigheit. Der “Held“ hat keine Kraft eine Entscheidung zu treffen. Obwohl der gute Vorsatz besteht. Vom Stilistischen her ist es sehr gut gemacht, daß es nicht eine eigentliche Handlung ist, sondern nur eine Vorwegnahme. Die Möglichkeit, daß diese bloß vorgestellte Handlung zu einer richtigen werde, bleibt in der Schwebe - wie auch in Später Besuch - unterstreicht hervorragend den Mangel an Entscheidungskraft des Helden. Schlußstrich und Abrechnung galt es auch für den Mann aus der Geschichte Ein Mann bat um Feuer, Abrechnung mit dem Gegner, denn das Thema ist Ehebruch.

Ein Mann bat um Feuer!- war nur ein Vorwand. Der das Feuer gab, muß mit zur Abrechnung in einem Rohbau, 6 Stock, der Traum des Ehepaars, eine neue Wohnung:

In einem Monat ist das Haus fertig. Dreißig Familien, darunter auch meine, Er lächelte, doch sein Lächeln wurde zu einem Grinsen, ‘Der Traum ist erfüllt, haha- und jetzt,
[...] Er fixierte mich. Spüren sie schon etwas von der Tragödie?,
Ich spüre nichts. Aber gleich darauf wußte ich alles. Das heißt, ich ahnte es (13)

Und weiter:

Der Mann, der um Feuer bat, war ebensowenig wahnsinnig wie ich, er war auch nicht irgend ein Mensch mit seelischen Depressionen, der jemand sein Herz ausschütten mußte, der Mann war Ilses Mann! Und Ilse war seine Frau und Mutter von zwei Kindern. Und der Vater dieser Kinder hatte die Fenster des Dachbodens mit blauem Papier verdeckt und eine kleine Bank ‘wer weiß aus welchem Garten, heraufgeschleppt. Eine Anklagebank!
Welches wäre das Urteil gewesen? Eine im Fußboden eingebettete und mit Sand verdeckte Glasplatte sollte den Schuldner vom 6.Stock in die Tiefe sausen lassen. In letzten Augenblick will der Mann es nicht mehr vollstrecken, sein Urteil und geht weg “geknickt, mit hängenden Schultern, als wären alle Sehnen gerissen. (14)

Wie ist dieser “Schluß“ zu interpretieren? Es ist auch ein offenes Ende. Der Leser muß selbst einen Schluß finden; das heißt in diesem Kontext sich selbst moralisch prüfen. Mit diesem Aufschließen hat der Autor mehr erreicht, als wenn er ein lehrhaftes Ende geboten hätte. Dann hätten viele Leser diesen Teil überlesen oder gar als didaktisch empfunden. In unserem Falle hat diese Abrechnung mehr Chancen richtig beurteilt zu werden.

Wenn man von einer Abrechnung spricht so heißt das meist: es gibt eine Schuld. Die Schuld wird bei Franz Storch als eine Abweichung vom gesellschaftlichen Idealleben begriffen oder als eine Charakterforschung. Sie, die Schuld, kann eingesehen, abgebüßt, beseitigt werden.

Der Blick ins Innere eines Menschen war nicht nur in dieser Geschichte Thema (wie sieht es in dem Inneren einer betrogenen Ehehälfte aus) sondern auch in der Erzählung Der Stern im Hühnerhof. Hier gelingt es dem Autor auf drei knappen Seiten in das Innere eines Witwers in jener ersten einsamen Nacht zu zeigen.
In dieser Geschichte wird auf einen rumänischen Volksglauben angespielt. Das Fallen der Sterne versinnbildlicht den Tod.

Ungefähr dies waren die Kurzgeschichten, die man zur Gruppe der analytischen Erzählungen rechnen kann.
Die zweite Gruppe ist jene, der poetisch-lyrischen Erzählungen. Dazu gehören vor allem: Die Andere, Allein im Park, Der Gartenstein.

Ich faßte sie am Handgelenk, gerade als sie den Trolleybus besteigen wollte. Die Tür ging zischend zu. ‘Was ist los?, stammelte sie, und ich wußte im selben Augenblick, daß sie eine ANDERE war [...]
Es gibt noch Wunder! sagte ich, weil ich mich nicht getäuscht haben wollte. (15)

Wir haben es hier mit einem komplizierten Seelenzustand zu tun, den man als Bedrängnis durch ein gegenstandslos gewordenes Gefühl umschreiben könnte.

Wenn wir es hier mit gegenstandslosem Gefühl zu tun[...] haben und in den schon erwähnten Geschichten Ortlosigkeit feststellen ‘ so erscheint in Allein im Park und Der Gartenstein auch die Zeitlosigkeit. In Allein im Park wird diese Zeitlosigkeit mit seinem Denkmal - dem zeitlosen Mann - ins Groteske gesteigert.

Trotz der Hitze, die ihn umflirrte, saß er in der gelben Lederjacke da, eingeknöpft bis zum Hals hinauf, wo der Saum eines Wollschals mehrere Ringe warf. Er schwitzte gottsjämmerlich. Sein braunes Gesicht sah aus, als hätte es jemand mit Firnis eingelassen, und der Schädel, länglich und kahl, erinnerte an die Wölbung eines modernistischen Steingebildes.

Ich hatte ihn schon oft gesehen, den zeitlosen Mann, der sommers, wenn die Hitze vom Himmel rann, herbstlich gekleidet war, und winters, wenn ihm der Schneewind um die Ohren pfiff, noch immer herbstlich gekleidet war.“ (16)

Die Zeitlosigkeit ist auch im Text Der Gartenstein im Mittelpunkt. Wenn das Feld schon geräumt ist, wartet der Bauer auf den Winter; jetzt, vor zweihundert Jahren aber auch schon vor 2000 Jahren. Wo wartet er auf den Winter? Auf einem Steine im Garten!

Und er war anders als die buttergelben Steine, die den Garten von der Straße trennten. Er war blau. Und abends, wenn es nicht ganz dunkel war, schimmerte er wie ein Büffelauge. Auf diesen Stein setzte sich der Bauer im Oktober, wenn die Felder schon geräumt waren, um seine Pfeife zu rauchen.
Wenn er so saß, die Augen vom Rauch zusammengekniffen, dachte er nie an das, was er im Leben hätte anders machen können. Kaum hoben sich die schweren Schuhe vom Gartenboden ab, um in den Kerben des Steines einen Halt zu suchen, da verschwanden seine Sorgen, und nur noch die Pfeife mit ihrem Rauch war da. (17)

Dieses Auf-den-Stein-steigen ist schon zu einem Ritus geworden. Wenn sich die Füße vom Erdboden lösen, ist auch die Zeit aufgehoben. Die Zeit hat keinen Anfang, denn schon immer hat,s der Bauer so gemacht, schon im Leibeigenenkittel oder im langen Arbeitshemd. Bemerkenswert ist auch die Tatsache wie Storch die Komprimierung der Zeit realisiert; sie eigentlich auf eine Momentaufnahme, ein Bild einer exemplarischen Situation reduziert und so die Forderung nach Punktualität diese Textgattung erfüllt. (18)

Das Problem der Zeit, die nicht rückgängig gemacht werden kann, finden wir in mehreren Kurzgeschichten. Um das Fließen und Verfließen der Zeit nicht als Versäumung hinzustellen, hebt der Autor oft die Zeit auf und so sind die Geschichten von einem pessimistischen Ausgang gerettet. Die Zeitlosigkeit will hier auch auf die Zukunft hinweisen. Wir haben es mit einem Perpetum mobile zu tun. Nichts ist versäumt, man kann es noch in der Zukunft tun. Daher hat die Zeit auch kein Ende. All dies ermöglicht eine Zusammenschau verschiedener Schauplätze und Zeiten. Zeit- und Ortlosigkeit charakterisieren auch den sehr verschlüsselten Text Schlupfwespen. Daneben steht der Überblendungseffekt, der erst den Sprung ins Ortlose erlaubt.

Symbolträchtig und vieldeutig läßt sich nur Schritt für Schritt eine Interpretation aufbauen, die man sehr vereinfacht als eine Idylle am Waldesrand bezeichnen könnte. So kann zum Beispiel Apfel und Apfelblüte als Symbol der Jugend angenommen werden, der Wald hingegen als Reife und unvergängliche Natur angesehen werden. Ein Mädchen kommt ans Feuer, sie riecht nicht mehr nach Apfel sondern nach Wald:

Das Feuer flammt auf. Nicht hell genug, ihr Gesicht aus dem Schatten des Zweifels zu schälen, doch hell genug, es festzuhalten. Hätte sie das Flämmchen nicht gesehen, so wäre sie nicht bis an den alten Baum gekommen, an den sie sich schmiegt und schmiegt bis niemand mehr unterscheiden kann, wo der schöne Körper endet und der knorrige Rumpf beginnt. (19)

Wir haben anfangs darauf hingewiesen, das die Technik der Kurzgeschichte das Aufschließen statt eines Abschließens praktiziert. Diesem Aufschließen dient auch der Einsatz der Metapher bzw. des metaphorischen Ausdrucks. Die Metapher in ihren drei Varianten: Substantiv-, Adjektiv- und Verbmetapher (20) ist somit jene stilistische Möglichkeit, die vom Semantischen her eine Vielfalt von Interpretationen ermöglicht. Neben der Metapher erfüllt das Symbol eine ähnliche Aufgabe. Der auf solche Weise chiffrierte Text ermöglicht -paradoxer Weise - eben erst die mehrdeutige Interpretation, eine freie Auslegung des Gesagten. So ist auch der verstärkte Rückgriff Storchs auf diese stilistischen Ausdrucksmittel zu deuten.

Ein typisches Beispiel ist der Text Schlupfwespen. Die Verschlüsselung dieses Textes ist die natürliche Folge des metaphorischen Sprachgebrauchs, der stellenweise sogar zu Sprachakrobatik (21) ausartet.

Sie kam bis an den Baum und wuchs mit dem Baum zusammen. Dabei könnte sie ruhig hervortreten- die andern schlafen doch ... Alles, was an ihnen so häßlich gelacht hat, ist nicht mehr da. Wenn sie schlafen, fürchte ich ihr Spießrutenlachen nicht ... auch das Lachen schläft bevor es sich wieder aus den Decken wickelt. Schlupfwespen, aus doppelter Zahnreihe hervorgekrochen fressen sich morgen voll Schadenfreude. (22)

Die Schlupfwespen sind vermutlich Verleumdungen.

Eine weitere Stelle aus dem Text unterstützt die Idee einer Liebesgeschichte.

Jedesmal, wenn ich in die Glut sehe, klebt etwas davon nachher auf ihrem Arm, und auch der Stamm, an den sie sich schmiegt, ist angekohlt. Ich darf nicht mehr in die Glut sehen. Das Holz wird sein Feuer ohnehin finden, man braucht es nur in eine ganz bestimmte Richtung zu werfen. Der Wärme zu. (23)

Vom Thema her könnte man die noch nicht besprochenen Texte: Eine Handvoll Mehl, Wie Stummel Starb, Gelbe Türen, Das Fohlen als Erinnerungen zusammenfassen. Die beiden ersten sind Kriegserinnerungen, die anderen zwei Kindheitserinnerungen.

Die Kurzgeschichte Das Fohlen ist sehr interessant, da sie durch ein bloßes Gegenüberstellen von Vater, Sohn und Großmutter das Problem der Schönheit mit jenem der Vergänglichkeit konfrontiert. Die ästhetische Kategorie des Schönen - das Schönsein - wird hier mit der Zeit, dem Alter in Verhältnis gebracht.



Wie das Schönsein gesehen wird, hängt von den drei Generationen ab, die drei verschiedene Altersstufen und so drei Ebenen darstellen. Die Großmutter behauptet in der Jugend schön gewesen zu sein. Der Vater lacht darüber; das Kind begreift es nicht. Auf der ersten Ebene steht die Großmutter. Mit ihrem Tod und mit der Zeit verschiebt sich die Hierarchie. Die zweite Ebene, der Mitte und Reife, auf der Vater einst stand, wird zur ersten, jener des Alters. Das Alter findet die Jugend unbedingt schön. Es ist der heimliche Wunsch die Zeit aufzuheben und dies aus dem Gefühl der Vergänglichkeit heraus. So ist es zu erklären, daß nun auch der Vater gerne zugibt, die Großmutter sei schön gewesen.

Und Vater, der schon etwas kleiner ist als ich, seufzt heute tief und lang, wenn ich mal, im Vertrauen frage, ob Großmutter schön oder häßlich war.
Sogar sehr schön!, sagt er und reibt sich mit beiden Händen das Kreuz, weil bestimmt wieder Regen kommt. (24)

Die einzige Kurzgeschichte, die mit ihrer Problematik mehr an der Oberfläche bleibt, ist Sizilianisches Feuer, aber auch hier fehlt Psychologie nicht. Literatur kann und darf nicht nur vom Blickwinkel der Thematik her beurteilt werden. Wichtiger vielleicht noch als das WORÜBER geschrieben wird, ist WIE geschrieben wird; wie der Autor das Wortmaterial handhabt und auf welchem Gerüste er es aufbaut. Die Form, die der Autor für seinen Text wählt, kann das Thema unterstützen oder auch nicht. Je mehr Einklang vorhanden ist, desto gelungener ist ein Werk.

Vor allem kann man diese Texte in zwei Gruppen einteilen: in solche, in denen es eine Handlung gibt, und solche die wahre Zustandsbilder sind. Handlung gibt es nur in wenigen; als Beispiel gelte: Ein Mann bat um Feuer. Dagegen sind Zustandsstücke gut vertreten. Typisch für diese Kategorie sind: Später Besuch und Die Abrechnung, in denen die eigentliche Handlung nur in Gedanken stattfindet; aber auch Der Stern im Hühnerhof oder sogar die Titelgeschichte kann zu dieser Gruppe gezählt werden. Eine genaue Grenze kann nicht gezogen werden. Besonders interessant ist die Tatsache, daß alle Texte die Lösung oder die lösende Frage - wie bereits erwähnt - nur im letzten Absatz enthalten. Die Antwort auf das bis dahin rätselhafte Schildern wird nach der Technik der Kriminalromane durch die Motivierung gegeben. Das beste Beispiel ist Trix, der Gestenmacher.

Der Rahmen wird auch nicht vernachlässigt als Kompositionsmittel. So die Erzählung Gelbe Türen, in der die gelben Türen und die Messingklinge den Rahmen bilden. Eine Art Rahmen ist auch der Anfang der Geschichte Ein Mann bat um Feuer, die vermutlich im Zug oder bei ähnlicher Gelegenheit erzählt wird.
Im allgemeinen ist die Sprache des Textes assoziativ komprimiert und geladen. Was nicht ausgesprochen wird, ist suggeriert, wie auch aus den Zitaten hervorgeht. Wenn auch oft an Stilmitteln gespart wird, so erscheint die Sprache doch sehr reich und dies durch die meisterhafte Wortwahl und -kombination.

Zwei einfache Farbepithete genügen dem Autor als Stilmittel und sind ausreichend um eine Welt von der anderen zu trennen, wie an dem hervorragenden Beispiel des schon zitierten Auszugs aus dem Gartenstein deutlich wird:

Und er war anders als die buttergelben Steine, die den Garten von der Straße trennten. Er war blau. Und abends, wenn es nicht ganz dunkel war, schimmerte er wie ein Büffelauge.

Buttergelb weist auf Sandstein hin und daher auf eine Welt der Vergänglichkeit, des auf Sand Gebautem. Blau hingegen suggeriert einerseits unendliche Ferne, die Ewigkeit, die Raum- und Zeitlosigkeit und andererseits, als Farbe des Steins, den Granit, also die Dauerhaftigkeit, Festigkeit und Unvergänglichkeit.

Farbepithete spielen auch in der Kurzgeschichte Allein im Park eine bedeutende Rolle. Ihre besonders hohe Zahl -10 auf nur knappen 3 Seiten Text -, ihre Wahl und Kombination mit anderen Adjektiven, Partizipien und Adverbien platzieren den Text an die Grenze zwischen Malerei und Poesie, während der “behandelteGegenstand“ eine lebende Plastik ist. Hinzu gesellen sich noch Vergleiche, die der Vorstellungskraft die gewünschten Bilder suggerieren

Trotz der Hitze, die ihn umflirrte, saß er in der gelben Lederjacke da, eingeknöpft bis zum Hals hinauf, wo der Saum eines Wollschals mehrere Ringe warf. Er schwitzte gottsjämmerlich. Sein braunes Gesicht sah aus, als hätte es jemand mit Firnis eingelassen, und der Schädel, länglich und kahl, erinnerte an die Wölbung eines modernistischen Steingebildes. (25)

Spricht man von der Kunst des Autors über Sprache zu gestalten so muß man einräumen, daß die sprachlichen Unzulänglichkeiten der früheren Werke hier nicht mehr zu finden sind im Gegenteil, dieses Bändchen läßt Kunstfertigeit und Gewandheit im Umgang mit Sprache erahnen.
 

 


Literatur:

1. Storch, Franz: Am Rande des Kerzenscheins, Jugendverlag Bukarest, 1969

2. Bockel, Herbert: Unter der Oberfläche/Franz Storch auf neuen Wegen, in: NBZ ‘ 23.10.1969
3. Csejka, Gerhard: Der Punkt an dem das Weltbild hängt, in: Neue Literatur 3/1970

4. Eisenbeiß, Ulrich: Kurzgeschichte in: Ernst Nündel (Hrsg.): Lexikon zum Deutschunterricht, Verlag Urban & Schwarzenberg, München-Wien-Baltimore ‘ 1981(zweite Auflage), S.207-210

5. Ingendahl, Werner: Der metaphorische Prozeß, Methodologie zu einer Erforschung und Systematisierung, Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf 1971, S.305

6. Liebhard, Hans: Das Profil einer Zeitschrift/Gespräch mit Franz Storch Chefredakteur von Volk und Kultur, in: Neuer Weg, 10.10.1969

7. Winfried, Ulrich: Deutsche Kurzgeschichten, Philipp Reclam jun., Stuttgart, 1975, S.4-5

 


NOTA:

 

(1) Hans Liebhard, Das Profil einer Zeitschrift/Gespräch mit Franz Storch Chefredakteur von Volk und Kultur, in: Neuer Weg, 10.10.1969.

(2) Winfried Ulrich, Deutsche Kurzgeschichten, Philipp Reclam jun., Stuttgart, 1975, S. 4 -5.

(3) ebenda.

(4) Franz Storch, Später Besuch in: Am Rande des Kerzenscheins, S.42.

(5) Gerhard Csejka, Der Punkt an dem das Weltbild hängt, in: Neue Literatur 3/1970.

(6) Franz Storch, Trix, der Gestenmacher, in: Am Rande des Kerzenscheins, S.64.

(7) Franz Storch, Frühjahrsregen, in: Am Rande des Kerzenscheins, S.77.

(8) Franz Storch, Am Rande des Kerzenscheins, in: Am Rande des Kerzenscheins, S.82.

(9) Winfried Ulrich, Deutsche Kurzgeschichten, Philipp Reclam jun., Stuttgart, 1975, S.4-5.

(10) Franz Storch, Die Abrechnung, in: Am Rande des Kerzenscheins, S.99.

(11) Franz Storch, Die Abrechnung, in: Am Rande des Kerzenscheins, S.100.

(12) ebenda, S.101.

(13) Franz Storch, Ein Mann bat um Feuer, in: Am Rande des Kerzenscheins, S.95.

(14) ebenda. S.96.

(15) Franz Storch, Die Andere, in: Am Rande des Kerzenscheins, S.35.

(16) Franz Storch, Allein im Park, in: Am Rande des Kerzenscheins, S.125.

(17) Franz Storch, Der Gartenstein, in: Am Rande des Kerzenscheins, S.122.

(18) vgl.Winfried Ulrich, Deutsche Kurzgeschichten, Philipp Reclam jun., Stuttgart, 1975, S.4-5.

(19) Franz Storch, Schlupfwespen, in: Am Rande des Kerzenscheins, S.129.

(20) vgl. Werner Ingendahl, Der metaphorische Prozeß, Methodologie zu einer Erforschung und Systematisierung, Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf 1971, S.305.

(21) vgl, Herbert Bockel, Unter der Oberfläche/Franz Storch auf neuen Wegen, in: NBZ ‘ 23.10.1969,S.3.

(22) Franz Storch, Schlupfwespen, in: Am Rande des Kerzenscheins, S.130.

(23) ebenda.

(24) Franz Storch, Das Fohlen, in: Am Rande des Kerzenscheins.

(25) Franz Storch, Allein im Park, in: Am Rande des Kerzenscheins, S.125.

 

 

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