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Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) - www.ggr.ro

Zeitschrift der Germanisten Rumäniens, 8. Jg., Heft 1-2 (15-16) / 1999, S. 199-225

 

 

LITERATURFORUM OST-WEST: DEUTSCH-RUMÄNISCHE LITERATURBEZIEHUNGEN

Düsseldorf, 4.-6. November 1998

 

ZU EINIGEN ASPEKTEN DER RUMÄNISCH-DEUTSCHEN LITERATURBEZIEHUNGEN NACH 1990

George Guþu

 


Literaturbeziehungen sind bekanntlich zweigleisig, sie führen Gedankengut entweder heim oder in die Fremde, womit Identität gefestigt und Alterität vermittelt wird. Eigenes und Fremdes kommen in Berührung, Kontakte werden angeregt, hergestellt und ausgebaut. “Im Spiegel der Alterität gewinnt die Selbsterkenntnis scharfe Umrisse und Tiefe” – so Zigu Ornea (1) in einer Besprechung des imagologischen Buches von Klaus Heitmann Das Bild der Rumänen im deutschsprachigen Raum, das 1996 in rumänischer Übersetzung herausgegeben wurde (2). Das gilt auch für die Versuche rumänischer Literaturwissenschaftler, im Bild vom Anderen sich selbst zu sehen – wie etwa Ion Bogdan Lefter in seinem Vortrag Das Bild von dem Deutschen in der rumänischen Zivilisation und Literatur, in dem er auf Stereotype und Mythologeme über die Deutschen in der Ferne (die sog. Binnendeutschen) und über die Deutschen in der Nähe (die Siebenbürger Sachsen und Banater Schwaben) teilweise destruierend eingeht (3). Die Methoden gegenseitigen Kennenlernens hatte der Dichter Ion Pillat in seinem 1938 im Romanischen Seminar der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin gehaltenen Vortrag Rassengeist und völkische Tradition in der neuen rumänischen Dichtung zusammengefaßt:

Wer ein Volk kennenlernen will, befleißige sich daher, die Stimme seiner eigentümlichen Dichtung zu verstehen und greife erst danach zu Monographien und Reiseführern. Man kann diesen Satz allerdings auch in seiner Umkehrung beherzigen und erst über den Weg der Erforschung seines Landes und seiner Geschichte verstehend zum Haine der Dichtung eines Volkes vordringen. (4)

Abgesehen von den eindeutig zeitgeprägten Termini, kann der erste von Pillat angedeutete Weg im wesentlichen auch von uns gegangen werden – selbst wenn uns nicht so sehr das dichterische Werk primär interessiert, sondern seine Reflexion in der Literaturkritik und in der Literaturgeschichtsschreibung, die die Literatur fördernd begleiten.

Wo liegen zeitlich die Ansätze deutsch-rumänischer Literaturbeziehungen? Geschichtlich gesehen sind die Deutschen eher auf den Plan getreten als die Rumänen, die sich erst im 7. bis zum 9. Jahrhundert als Volk konstituierten. Sie gab es als Wlachen/Walachen, als Transsilvanier, als Moldauer... Mit der Ansiedlung Deutschstämmiger in Siebenbürgen, in Transsylvanien also, beginnt eine Phase der direkten geistig-zivilisatorischen Berührung beider Völker, die nur durch die Ungunst der Geschichte der letzten 7 Jahrzehnte (Faschismus und Kommunismus) vor unseren Augen langsam, aber schmerzhaft sicher völlig in die Brüche zu gehen droht. Die ersten “hospites saxones” verzeichnet man in Siebenbürgen schon im 11.-12. Jahrhundert, dann dehnte sich das Siedlungsgebiet immer mehr aus, so daß sich in den späteren Jahrhunderten auch in anderen traditionell rumänischen Gebieten Deutschstämmige ansiedelten. Eine jahrhundertelange Tradition gegenseitiger Anregung nahm ihren Anlauf, von denen beide Völker nur zu gewinnen hatten.

Sie sehen bereits, daß sich allein durch diese wenigen Hinweise ein weites Feld der empirischen und wissenschaftlichen Beobachtung auftut, dem die Germanisten dieses Breitengrades stets Aufmerksamkeit schenkten. Denn das Thema, zu dem hier ein paar Überlegungen angestellt werden, steckt gleichermaßen weitgehend die Forschungsbereiche der Romanisten (bzw. der Rumänisten) und der Germanisten ab.
Vom weiten Feld dieser gegenseitigen Beziehungen im Bereich der Literatur lenken wir an dieser Stelle unsere Aufmerksamkeit auf die Jahre nach der Wende, also auf die 90er Jahre unseres Jahrhunderts – was wiederum weiterer Eingrenzungen bedarf, denn die dabei einzusehende und aufzuarbeitende Materie ist ihrerseits besonders umfangreich, wie die nachstehenden Ausführungen es nachzuweisen versuchen werden.

Bereits in den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts waren sich die Germanisten in Rumänien dessen bewußt, daß sie in ihren imagologischen und rezeptionsgeschichtlichen Bemühungen eine Fülle von wichtigen Fragen zu bearbeiten hatten. Die Vollendung der Entstehung des einheitlichen rumänischen Nationalstaates im Jahre 1918 brachte zwei neue bedeutende germanistische Ausbildungs- und Forschungszentren, Klausenburg und Czernowitz, ins rumänische Hoheitsgebiet, die bereits auf ansehnliche Leistungen zurückblicken konnten. Im “Altreich”, d. h. in den 1859 zu Rumänien vereinigten Fürstentümern Moldau und Walachei, wurden die germanistischen Bemühungen 1905 in Bukarest und 1907 in Jassy durch die Errichtung von Lehrstühlen für deutsche Sprache und Literatur institutionalisiert, so daß von nun an der Forschungsbetrieb noch intensiver und enger mit dem Lehrbetrieb verbunden werden konnte. Es galt von nun an, noch gezielter den spezifischen Aufgaben der hiesigen Germanistik nachzukommen, zugleich auch die pädagogische Aufbauarbeit in der Ausbildung eigener Fachleute voranzutreiben.

Bereits in dieser Aufbauphase stellte der aus Rumänien stammende, damals noch in Rumänien lebende und wirkende Karl Kurt Klein jenes “mit dem wissenschaftlichen Betrieb der Germanistik im Ausland notwendig verbundene besondere Etwas” fest, nämlich “das Stehen und Vermitteln zwischen zwei Völkern und Kulturen”, als Hauptmerkmal der Tätigkeit der Germanisten in Rumänien der ersten zwei Jahrzehnte unseres Jahrhunderts. An dieser Aufgabe hat sich übrigens bis heute nichts geändert. Klein sah schon damals mit aller Deutlichkeit, daß es “grundsätzlich ganz verfehlt” wäre, “die Tätigkeit eines Germanisten in Jassy mit der eines in München oder Heidelberg wirkenden Gelehrten ohne weiteres zu vergleichen. Eher müßte man an die Arbeit eines Romanisten in Deutschland oder eines Anglisten in Italien denken oder auch an germanistische Tätigkeit in Kulturländern außerhalb Deutschlands, etwa in Frankreich.” Die auch landeskundlich verfrachtete Lehr- und Forschungstätigkeit einer jeden philologischen Wissenschaft, darunter also auch der Germanistik, sollte nach Klein darin bestehn, “ein Bindemittel der Verständigung zwischen den Völkern werden, eben durch die klare Bestimmung ihres Anders- und ihres Wie-Seins” (5).

Derselbe Klein sah die von uns eingangs erwähnte Doppelgleisigkeit der Erforschung der deutsch-rumänischen Literaturbeziehungen:

Die Aufgabe ... ist eine doppelte. Es sind auf der einen Seite die Beziehungen festzustellen, die von der deutschen Literatur als der älteren und umfangreicheren führen; auf der anderen Seite sind die Wirkungen zu untersuchen, die vom Rumänentum auf das deutsche Schrifttum ausgegangen sind.

In diesem Spannungsfeld gegenseitiger Berührungen gerät der vermittelnde Wissenschaftler nicht selten ins Abseits, so daß der Auslandsgermanist etwa die undankbare “Leistung” vollbringt, sich zwischen die Fronten treiben zu lassen, zwischen Fronten also, zu deren Annäherung er Wesentliches geleistet hat. Diese Situation hat der inzwischen leider verstorbene Germanist Alexander Michailow treffend umrissen:

Es wird einem Auslandsgermanisten immer schwer fallen, die heutige Lage der Wissenschaft und des Wissens im ganzen zu reflektieren, seine Arbeitskräfte werden zum großen Teil dadurch absorbiert, daß er sich dem wesentlich fremden `Stoff` oder `Material` zuwenden und diese sich aneignen muß […] Auf solche Weise kommt jede Auslandsgermanistik – aber mit sehr gewichtigen Ausnahmen - in ein zwiespältiges Verhältnis zur Wissenschaft in ihrem eigenen Lande, so daß sie öfters den Eindruck eines bloßen Anhängsels an die deutsche Germanistik macht und […] allergrößte Mühe hat, den allgemeinen Forschungsstand sich zu eigen zu machen… (6)

In einem Interview ging auch Andrei Pleşu auf diesen merkwürdigen Mechanismus ein, der mit dem Erlernen der fremden Sprache einsetzt und mentale Schwierigkeiten nach sich zieht. Während seines zweiten, längeren Aufenthaltes in Deutschland stellte er mit Entsetzen fest:

Ich war fünfmal dümmer im Deutschen als im Rumänischen. Diese Erfahrung, dumm zu sein, unfähig, all das mitzuteilen, was man mitzuteilen hat, sich rudimentär auszudrücken, weil einem die Möglichkeiten der Sprache fehlen, sich ständig in einer minderwertigen Position zu befinden.

Dies habe zu einem “mentalen Rückschritt” (7) geführt, der erst nach längerem Umgang mit dem Deutschen überwunden werden konnte. Zweisprachigkeit bedeutet nicht selten auch die Hinnahme solch zeitweiliger Identitätsverluste, die jedoch langfristig mit höchster Wahrscheinlichkeit fruchtbare Identitätsgewinne zur Folge haben.

In der rumänischen Forschung gab es schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts bedeutende Versuche, Interferenzen der rumänischen Literatur mit der deutschen zu erforschen und sichtbar zu machen. Nicolae Iorga, Gheorghe Pop, Gheorghe Bogdan-Duică, Al. Philippide taten sich in dieser Hinsicht hervor, dann traten solche Bemühungen verstärkt in den dreißiger Jahren bis zur Gegenwart auf den Plan. Von den Leistungen der Gegenwart sind die Bücher von Ion Roman über die Rezeption Goethes in Rumänien und die Untersuchung Ovid S. Crohmălniceanus zu Einflüssen des deutschen Expressionismus in der rumänischen Literatur als beispielhaft anzuführen. Eine große Zahl von Untersuchungen, Zeitschriftenaufsätzen, nicht zuletzt von Übersetzungen, die die deutsche Literatur aller Zeiten dem rumänischen Leser näher brachten, legen Zeugnis ab vom regen Interesse des rumänischen geistigen Lebens für die Hervorbringungen der deutschen Literatur. Man kann heute mit Fug und Recht behaupten, daß man ganze Forschungseinrichtungen mit der Aufgabe beschäftigen könnte, um die Rezeption der deutschen Literatur in Rumänien zu dokumentieren und theoretisch aufzuarbeiten (8). Die vermittelnde und katalytische Rolle der in Rumänien entstandenen deutschen Regionalliteraturen Siebenbürgens, des Banats und der Bukowina innerhalb dieses komplexen Rezeptionsvorgangs (9) macht die genannte Aufgabe noch reizvoller, aber auch vielfältiger, komplizierter – nicht zuletzt angesichts der nur mühsam und mit Spitzengefühl eruierbaren interkulturell-katalytischen Berührungen in diesem geographischen Raum, die durch folgendes Geständnis von Dieter Schlesak illustriert werden soll:

Vom rumänischen Denken habe ich viele Impulse erhalten. So etwa von Tudor Arghezi oder E. M. Cioran, den ich kenne und mit dem ich in freundschaftlichem Briefwechsel stand. Die Hölle ist die Unvorstellbarkeit des Gebetes, sagte er. Durch unsere Schuld taumeln die Dinge, stürzen ins Ungewisse. Und der Grund? Es ist der Abgrund der Geschichte. Östliche Denker vor allem wissen darüber zu berichten. Aus dem Osten kamen wichtige Impulse, einige auch aus Rumänien. Wie der Religionsphilosoph Mircea Eliade, der Bildhauer Brâncuşi oder einer der Begründer des Absurden Theaters, Eugène Ionesco. (10)

Interkulturalität bedeutete jedoch auch gemeinsames intellektuelles Handeln – wie die Erfahrung der mehrsprachig konzipierten Klausenburger Studentenzeitschrift “Echinox” auch nach Meinung Franz Hodjaks einprägsam gezeigt hat:

Hier gründeten wir, rumänische, ungarische und deutsche Philologiestudenten, eine Literaturzeitschrift, die bald landesweit Anerkennung fand und zu den besten Literaturzeitschriften Rumäniens gezählt wurde. Die Dreisprachigkeit der Zeitschrift ‘Echinox’ war ein Modell, jetzt jenseits der Qualität, die ihr immer wieder bestätigt wurde … Der Austausch war ungewöhnlich intensiv, man lernte voneinander, achtete das Anderssein, das man zu verstehen versuchte, indem man sich damit auseinandersetzte, oft auch in Streitgesprächen, in denen immer wieder wichtige Gemeinsamkeiten zutage traten, doch niemals wollte man die Unterschiede unter den Tisch spielen, man respektierte sie einfach. Es war eine ständige Bereicherung, diese tägliche Erfahrung im Umgang miteinander … Wir lasen und übersetzten uns, fast möchte ich sagen, fieberhaft. Dabei ging es stets um Literatur, um gute Literatur… (11)

Es sei uns gestattet, an dieser Stelle einige methodologische Erläuterungen anzubringen, da auch wir – wie Michailow sagte – allergrößte Mühe hatten, den allgemeinen Forschungsstand im Bereich deutsch-rumänischer und rumänisch-deutscher Literaturbeziehungen nach 1990 zu erfassen. Allein die Sammlung von faktischem Material erwies sich als dermaßen zeitaufwendig, daß selbst ein recht zahlreiches Forschungsteam wahrscheinlich mehrere Jahre hindurch arbeiten würde, um all die themabezogenen Belege in Form von Büchern oder Zeitschriftenaufsätzen zusammenzutragen. Der nächste Schritt wäre die Verarbeitung dieses empirischen Faktenmaterials, die Analyse des Phänomens in all seinen Hypostasen und Merkmalen, um daraus heuristischen Gewinn zu erzielen.

Um diese keineswegs einfache Aufgabe zu bewältigen, einen Überblick der genannten Beziehungen in der Zeit nach 1990 zu vermitteln, war die zeitliche die erste notwendige Ab- und Eingrenzung. Die weiteren ergaben sich im Laufe der bibliographischen Erhebungen von selbst.

Zunächst einmal war es notwendig, sich auf einige Publikationen zu beschränken, die repräsentativ genug sind, um für den untersuchten Gegenstand gültige Aussagen zulassen zu können. Angesichts des höchst unerfreulichen Umstandes, daß es seit 1990 die Bibliographie der rumänischen Zeitschriftenaufsätze nicht mehr gibt, bleibt dem Forscher nichts anderes übrig, als in der einen oder anderen Zeitschrift Nummer für Nummer durchzublättern und Belege deutsch-rumänischer und rumänisch-deutscher Kontakte im Bereich Literatur zu orten, um sie in die Analyse miteinzubeziehen. Angesichts dieser alles andere als leichten Arbeitsvoraussetzungen beschränkten wir an dieser Stelle unsere Erhebungen auf folgende Publikationen: „România literară“, „Luceafărul“ (Serie nouă - seit 1993), „Contemporanul – Ideea europeană“ und „Secolul 20“ (12). Zugleich wurden der „Neue Weg“ bzw. die „Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien“ recherchiert. Von den deutschen Publikationen konnten die „Südostdeutschen Vierteljahresblätter“, München, sowie gelegentlich die „Neue Zürcher Zeitung“, „Die Zeit“ und die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ herangezogen werden. Trotz dieser notwendigen Begrenzung des Forschungsfeldes ergab sich ein dermaßen reichhaltiges analytisches Faktenmaterial, daß erneut dem Motto “In der Beschränkung zeigt sich der Meister” Folge geleistet werden mußte. Was folgt, ist eine mehr oder weniger subjektiv verfrachtete Übersicht, die erste Ansätze zu einer vollständigen imagologischen Studie in bezug auf die 90er Jahre beinhaltet.

Eine weitere Präzisierung muß ebenfalls gemacht werden, nämlich daß Österreich aus den nachstehenden Betrachtungen weitgehend ausgeklammert ist, da diesem Bereich eine gesonderte Bearbeitung nötig ist.


*


An erster Stelle müssen die durchaus intensiveren übersetzerischen Bemühungen dieser Jahre gewürdigt werden, denn Rezeption überhaupt ist erst aufgrund von solchen Vermittlungsleistungen erst möglich. Sie schaffen die Voraussetzungen eines Synchronismus, der “nicht unbedingt programmatisch, intentional zu sein hat, sondern das infolge dieser Übersetzungen erzielte Ergebnis” ist – wie zwei jüngere rumänische Literaturwissenschaftlerinnen in einer Stellungnahme zum Besuch von Hans Robert Jauß in Bukarest ausführten (13). Jauß habe die Einsicht vertreten, daß Übersetzungen “nun als Bestandteil einer Literatur” zu verstehen seien, und zwar nicht nur aufgrund ihrer sprachlichen Gestalt, sondern vor allem durch die Option, die Notwendigkeit, den Effekt, schließlich durch die Antwort auf eine Frage, die die Nationalkultur betrifft” (14). In einer Bestandsaufnahme anlässlich der Frankfurter Buchmesse 1996 gab auch Nicolae Manolescu nach der Feststellung, daß nach der Wende immer mehr Weltliteratur ins Rumänische übersetzt wurde, folgendes Geständnis ab: “Übersetzungen machen eine Literatur aus”. Bei einem sichtbar höheren Anteil von Übersetzungen im Vergleich zur rumänischen Originalliteratur konzedierte er:

Die rumänische Literatur wird keinesfalls wegen der Übersetzungen weniger Gefallen finden. Früher oder später wird das Gleichgewicht wiederhergestellt werden. Und es ist so gut wie sicher, daß die rumänische Literatur aus dieser riesigen Kontaktfläche zu anderen Literaturen selbst profitieren wird. Es ist nun schwer zu wissen, worin der Profit besteh wird, aber er ist nicht von der Hand zu weisen. Die Beziehungen zwischen den Kulturen haben sich immer als fruchtbar erwiesen. Ein Rückblick auf die Geschichte unserer Literatur zeigt, daß alle ihre Höhepunkte Folge der ‘Entdeckung’ der Welt gewesen sind. Es besteht kein Grund zu der Annahme, daß heute die Dinge anders stehen, als sie seit eh und je gestanden sind. (15)

An anderer Stelle stellt Manolescu ein Jahr später fest, die Qualität der Übersetzungen sei “im Vergleich zu der Zeit vor 1989 insgesamt schlechter”, “Kritik zu den Übersetzungen, die richtige Kriterien ausarbeiten soll, erscheint nur in einigen Zeitschriften”, “die Verleger haben nur selten Ahnung von dem Widerhall der von ihnen gedruckten Übersetzungen und lassen sich nicht so sehr davon beeindrucken.” Manolescu meint, seine Schlußfolgerung sei “entmutigend”, so daß er abschließend die Frage “Was nun?” in den Raum stellt. (16)

Erfreulich viel werde auch aus dem Rumänischen ins Deutsche übersetzt, stellte seinerseits der in Deutschland lebende Rumänist Mircea M. Pop in einem Beitrag zur rumänischen Literatur in Deutschland im Jahre 1994, in dem er gleich 5 Bände (17) bespricht:

Ein erfreuliches Ereignis stellt in Deutschland der Umstand dar, daß die Zahl der aus der rumänischen Gegenwartsliteratur übersetzten Bücher von Jahr zu Jahr zunimmt. (18)

Dies wird auch von der Liste der ins Deutsche übersetzten Werke bestätigt (19). Genannter erfreulicher Umstand ist umso bemerkenswerter, zumal die aus dem Rumänischen übersetzten literarischen Werke für den deutschen Leser eine Art “Orientierung in einem unbekannten, dunklen, als unstrukturiert empfundenen Raum” anbieten – wie sich Gerhardt Csejka anläßlich seines Mitwirkens am Zustandekommen der Leipziger Buchmesse 1998 äußerte, deren Länderschwerpunkt Rumänien war. Übersetzungen – meinte Csejka weiter – seien vom unterschiedlichen “Interesse für einzelne Kulturen” sowie von “der relativen Nähe oder Fremdheit von Kulturen” bestimmt (20); “und der Literaturvermittler bzw. Übersetzer leitet daraus die nüchterne Regel ab, daß er sich auf Balanceakte zwischen Vertrautem und Exotischem zu spezialisieren hat: schon bei der Entscheidung für das Werk, das er übersetzen möchte, und ebenso bei der Wahl der sprachlichen Mittel, die er in der Zielsprache einsetzt.” Außerdem spiele der jeweilige Kanon des rezipierenden Landes eine gewichtige Rolle, “der den sogenannten ‘großen’ Kulturen einen sakrosankt wirkenden Vorrang einräumt, eine Autorität, deren Zustandekommen im einzelnen konkret zu untersuchen wäre und deren Kehrseite eine mitunter geradezu krankhaft anmutende Selbstverachtung der ‘kleinen’ Kulturen ist.” Durch seine eigene übersetzerische Tätigkeit (21) scheint der Kritiker Csejka wirksam einer Gefahr entgegenzuwirken, die er unmißverständlich beim Namen nennt:

Vielmehr sehe ich die Gefahr, daß ein neuartiger Kulturkolonialismus ohne Kultur die (charakter- und wirtschafts)schwächsten Glieder in der Kette letztlich stillschweigend wegfrißt, durchaus als gegeben an. (22)

Doch Übersetzungen um der Übersetzung willen bergen auch die Gefahr der “Echogier” in sich, auf die Peter Motzan in einer Stellungnahme zu einer Anthologie rumänischer Lyrik in deutscher Sprache mahnend afmerksam machte: im deutschen Sprachraum “unbeachtet”, sei diese Anthologie “aber in Rumänien hochgerühmt” und 1994 mit einem Literaturpreis ausgezeichnet:

Was die Herausgeberin und der Übersetzer anscheinend mitbeabsichtigt haben, ist offensichtlich gelungen: sich im echogierigen rumänischen Kulturbetrieb als Vermittler, als Multiplikatoren zu profilieren. Zu den Wunsch-Konstanten einer kleinen, von Minderwertigkeitskomplexen gepeinigten Literatur zählt der Eroberungstraum von weltweiten Resonanzräumen. Und Übersetzungen – leider immer noch mit Seltenheitswert – in eine der großen ‘Kultursprachen’ gelten in Rumänien als beweiskräftige ‘Dokumente’ grenzüberschreitender Wirkung. (23)

Im deutschen Sprachraum erwiesen sich einige Übersetzungen aus dem Rumänischen dennoch als überaus wirksam. Ihr Widerhall wurde in der “echogierigen” rumänischen literarischen Presse prompt registriert, so daß der aufmerksame Leser auch durch Stellungnahmen deutscher Printmedien recht gut auf dem Laufenden gehalten wurde. Dabei machen sich manchmal gewisse Desynchronisationen zur Rezeption im deutschsprachigen Raum selbst durchaus bemerkbar. Einige relevante Beispiele seien im folgenden genannt.

Unter der Schlagzeile Ştefan Bănulescus Novellen in Frankreich und Deutschland wird 1996 in der “România literară” über den Erfolg berichtet, den der Novellenband Der Schneesturm aus anderer Zeit verzeichnete. In ihrem in der “Neuen Zürcher Zeitung” veröffentlichten Beitrag Im Spiegel der verkehrten Welt erblickt Sieglinde Geisel in den Novellen “ein lakonisches Bild der Zeit, das den weiteren Verlauf der nächsten vierzig Jahre in Rumänien präfigurierte”; sie erkannte im rumänischen Autor - “bei einer aufmerksamen Betrachtung” – “einen Surrealisten, dessen Erzählungen auf des Messers Schneide ablaufen, während die Welt um herum zusammenbricht…” In “Die Zeit” will Christoph Siemens im Buch des Rumänen einen “bizare(n) Landschafts-Wahnsinn” entdeckt haben, “eine Welt nach Maß des Büchner-Lenz, den es bekanntlich von Zeit zu Zeit ärgerte, daß er nicht auf den Kopf gehen konnte. Das hätte er in Banulescus Welt durchaus gekonnt.” (24) War das Donau-Delta im Bewußtsein der Deutschen eine bloß zwar interessante, doch exotisch-fernliegende Landschaft, so wird sie dem Leser dieser Novellen von nun an einen symbolträchtigen imaginären Raum evozieren. Auch diese Art Konversion vermag die Literatur zu vollziehen. Den Wirkungsradius von übersetzter Literatur wollen wir an dieser Stelle bewußt ausklammern. Daß der Wirkungsraum dennoch begrenzt ist, beweist der Umstand, den Michael Astner in einer 1994 erschienenen Besprechung beschrieben hat: Obwohl bereits 1984 in Berlin ein Bändchen Bănulescus (Verspätetes Echo) erschienen sei (25), hätte sein neuer Band verdient, “größere Aufmerksamkeit zu finden”. Denn an der nach dem 1990 von Werner Söllner festgestellten Unbekanntheit rumänischer Autoren in Deutschland habe sich 1994 – meint Astner – “so gut wie nichts geändert” (26). Und dennoch – e pur si muove, Manches, ja nicht Unbeachtliches, hat sich in den Jahren nach 1990 doch getan. Dafür stehen auch das Bekenntnis und die Bemühungen eines gewichtigen Dichters, Oskar Pastiors:

In der hiesigen Öffentlichkeit gab es ja auch ein literarisches Informationsmanko. Selbst wenn im Wust der jährlichen Publikationen einzelnes sich schnell verliert – im Laufe der Jahre hat sich dann doch einiges an Übersetzungen und Herausgaben zusammengeleppert, der gesamte Urmuz, die frühen, noch auf rumänisch verfaßten Gedichte von Tzara, ein paar Gedichtbände und ein Hörspiel von M. Sorescu, vor allem aber die wunderbaren Texte des verehrten Altmeisters Gellu Naum, von dem ein neuer Gedichtband, im letzten Jahr übersetzt, noch auf sein Erscheinen im Amman-Verlag wartet. Übersetzen ist ja in den meisten Fällen eine Vorschußarbeit in der ungewissen Hoffnung, jemand werde sich dafür interessieren. (27)

Diese an Celans Flaschenpost erinnernde Metapher von der “Vorschußarbeit” ermutigt und motiviert die benediktinische Arbeit des Übersetzers. Rumänische Literatur wurde langsam, zunächst periphär, dennoch immer deutlicher wahrgenommen. Das Verdienst dazu gehört nicht zuletzt aus Rumänien stammenden deutschen Autoren - wie Peter Motzan feststellte: “Daß rumänische Literatur zumindest in die Randzonen des deutschen Buchmarktes rückte, verdankt sie fast ausschließlich der eher bescheiden als üppig honorierten Dolmetscher-Tätigkeit (ex)rumäniendeutscher Autoren.” (28) All die Übersetzungen aus dem Werk rumänischer Autoren – urteilte Hans Bergel in einer Bilanz zur Leipziger Messe 1998 - “eröffneten Einblicke in einen südöstlichen Literaturkosmos rumänischer Sprache, dessen stilistische Vielschichtigkeit, thematischer Reichtum und spezifische atmosphärische Eloquenz typisch sind für einen im westlichen Europa entschieden zu wenig bekannten Kulturraum.” (29)

Denn die in Deutschland nach bekanntesten rumänischen Autoren sind – vor allem nach der Wende - Mircea Dinescu und Ana Blandiana. Dinescu wurde im März 1990 in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” als einer der bedeutendsten rumänischen Dichter der Gegenwart bezeichnet, der “sich längst einen Platz im Kanon der Weltliteratur gesichert” (30) habe. Dem 1989 bei Suhrkamp erschienenen Band Exil im Pfefferkorn (31) folgte in derselben kongenialen Übersetzung von Werner Söllner der bei Amman in Zürich herausgegebene Band Ein Maulkorb fürs Gras (32), dem mehrere Veröffentlichungen in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” und in der “Neuen Zürcher Zeitung” vorausgegangen waren. 1990 sorgte Dinescu erneut für Aufregung, als er seinen Beitrag Der Mamut und die Literatur in der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”, auf den auch in der “România literară” aufmerksam gemacht wurde (33). Auch in den “Südostdeutschen Vierteljahresblättern” wurde Dinescu 1990 präsentiert (34). Angeregt wurde die Diskussion um ihn auch durch die zweite Auflage des Bandes Dichter und Bürgerrechtler (35). Peter Motzan faßte die Vorzüge der Lyrik Dinescus einprägsam zusammen:

Dinescus Lyrik verschmilzt Elemente einer erstaunlich lebendig gebliebenen Volksdichtung mit surrealistischen Bildfügungen und kräftigen Brocken aus der Alltagssprache zu Signalen aus einer verkehrten, verkrüppelten Welt, die sich gerade in ihrer ästhetischen Verfremdung als erschreckend wirklich entpuppt. Es ist die des real existierenden Sozialismus balkanischer Prägung, in der die Natur dahinsiecht, das Sakrale geschändet aufschluchzt und der Schlaf der Vernunft Monster gebiert … Ihre poetische Ausstrahlung entspringt der prallen Metaphorik, der aufgerauhten Musikalität der Reimfolgen, der effektvoll pointierten Mischung von Schmerz und Spottlust, von Witz und Entsetzen. Oxymoron und Paradoxon sind bevorzugte Diskursformen einer sich zu grotesken Szenerien ausformenden Textgestaltung. (36)

Die 1994 erschienene zweite Auflage von Dinescus Ein Maulkorb fürs Gras bot den Kritikern den Anlaß, zur übersetzerischen Leistung Söllners Stellung zu nehmen:

Wichtig und wesentlich scheint uns die Identifizierung des Übersetzers Werner Söllner mit dem Schaffen von Mircea Dinescu, zumal beide Dichter gleichaltrig sind. Liest man die Gedichte auf deutsch, so hat man keinen Augenblick lang den Eindruck des Künstlichen. (37)


Aus Ana Blandianas Werk wurden 1990 Erzählungen (38) und 1993 – in der Übersetzung von Franz Hodjak – Gedichte (39) sowie der Roman Die Applausmaschine – rum. Sertarul cu aplauze (40) – deutsch aufgelegt. In einer sachkundigen Besprechung dieses Romans geht Eva Behring auf das gesamte Werk Blandianas ein und kommt zu diesem Fazit:

Die Erfahrung und das wachsende Bewußtsein, daß eine dualistische Auffassung von Gut und Böse als moralisches Prinzip nicht praktizierbar ist, das Ringen mit einem durch seine Ausschließlichkeit erdrückenden Puritätsideal, ist das fesselnde Thema all ihrer Werke, stellt sich dem Leser wie eine Initiation dar. Die am eigenen Leib erfahrene Realität von Menschenverachtung und Bösartigkeit, das Ausbleiben einer ‘gerechten’ Bestrafung von Untat und Grausamkeit, aber auch die Anpassung und Unterwerfung eines ganzen Volkes ließen zu einem dialektischen Verständnis dieses Dualismus konvertieren.

Allerdings sei das Weglassen eines Teils des Originaltextes in der deutschen Fassung sowie die unangemessene “sprachliche Vermittlung” nicht dazu angetan, die Rezeption des Romans Blandianas im deutschen Sprachraum zu fördern: “Unvollkommen also in mehrfacher Hinsicht, wird es Die Applausmaschine schwer haben, sich bei uns durchzusetzen” – heißt es abschließend bei Eva Behring (41). Das Urteil kann in rezeptionstechnischer Hinsicht auch auf den von Franz Hodjak exzelent übersetzten Band Blandianas EngelErnte (42) gelten.

Beide Dichter wurden im Heft 3, 1993, der “Südostdeutschen Vierteljahresblätter” durch Einführungen Peter Motzans und Gedichte in der Übersetzung von Franz Hodjak und Bettina Schuller vorgestellt (43).

Ihnen folgen – dem Bekanntheitsgrad nach – solche, die schon vorher bekannt waren, so etwa Mircea Eliade und Emil Cioran. Mircea Eliade war dem deutschen Leser durch Übersetzungen bereits in den 50er und 60er Jahre bekannt. 1990 wurde sein Erfolgsroman Der Versucher und die Schlange (44) (in den ersten Auflagen Andronic und die Schlange), 1992 und 1993 Auf der Mantuleasa-Straße (45) neu aufgelegt . Überhaupt kann das Jahr 1993 als das Jahr Eliades angesehen werden, da in diesem Jahr weitere drei Bände von ihm erscheinen (46). 1995 kamen eine neue Auflage von Das Mädchen Maitreyi und – in der Übersetzung von Richard Reschika – ein weiterer Roman aus Eliades Frühschaffen Der besessene Bibliothekar (47) heraus. In einer Besprechung wird über diesen Roman ausgeführt:

Am interessantesten sind die phantastisch anmutenden Beschreibungen. Mithin wirkt der Roman künstlich und schwerfällig. ‘Nicht lesbar, monoton, mißlungen’, wie Eliade sein Frühwerk später geißeln wird. Stellenweise scheint die Übersetzung ebenfalls von dem Schwülstig-Schwerfälligen infiziert worden zu sein… (48)

Reschika registriert wißbegierig auch die von anderen übersetzten und besorgten Eliade-Werke, so auch das Indische Tagebuch, das 1996 bei Diderichs in München herauskam (49), dessen Vermittlerrolle zwischen verschiedenen Kulturhorizonten er hervorhebt:

Aufgrund seines geistigen Gehalts und des lebendigen literarischen Stils braucht Eliades Indisches Tagebuch keinen Vergleich mit anderen ‘Indienbüchern’ berühmter Europäer wie Hermann Hesse, Romain Rolland, Pier Paolo Passolini oder, in letzter Zeit, Günter Grass zu scheuen, für die Indien gleichermaßen zum Faszinosum wie zur schenkenden Inspirationsquelle ihres eigenen literarischen Schaffens wurde. Das Indische Tagebuch Eliades markiert mithin eine nicht hoch genug einzuschätzende Pionierleistung im Kulturdialog zwischen Orient und Okzident. (50)

Derselbe Reschika veröffentlicht auch eine monographisch angelegte Studie zum Gesamtwerk Eliades unter dem Titel Mircea Eliade zur Einführung (51), die von Matei Chihaia anerkennend beurteilt wurde:

Die ‘Einführung’ Reschikas bietet einen guten Schlüssel zum Gesamtwerk Eliades in seiner ‘tiefreichenden Vielseitigkeit’. Der italienische Humanismus und die indische Heiligkeit, als zwei konkurrierende Konzeptionen universeller Bildung, bestimmen den gelehrten Schriftsteller als Mittler zwischen östlicher und westlicher Kultur. (52)

Emil Cioran war spätestens in den 50er Jahren nach der Übersetzung seiner Lehre vom Zerfall durch Paul Celan dem deutschen Leser vertraut gemacht worden. Aus dem Rumänischen wurden Werke Ciorans – so Gedankendämmerung (1993) oder Das Buch der Täuschungen (1994) (53) – von Ferdinand Leopold ins Deutsche übertragen. Richard Reschika hatte 1995 eine monographische Darstellung von Leben und Werk Ciorans verfaßt (54), auf die auch in der rumänischen Fachpresse aufmerksam gemacht wurde (55). Auf die jüngste Übersetzung Leopolds Leidenschaftlicher Leitfaden (56) nimmt Peter Motzan Stellung, indem er Ciorans denkerische Leistung zu umreißen versucht:

In paradoxen Denkfiguren kultiviert Cioran das ‘Malerische des Zwiespältigen’, eine verwirrende Mehrdeutigkeit der Aussagen. Um die 70 fortlaufend numerierten, in sich geschlossenen, miteinander korrespondierenden Abschnitte des Leidenschaftlichen Leitfadens schlingen sich Fragesätze. Genitivmetaphern, Synästhesien und Oxymora schmücken ihn. Selbstanrede und Selbstaussprache. Ausrufe und Inversionen tauchen ihn in eine poetische Aura. Lyrisch-assoziativ ausschwingende Partien alternieren mit aphoristischen Zuspitzungen, mit sentenzartigen Resümees… (57)

Von den älteren Generationen wurden gelegentlich auch folgende Autoren ins Deutsche übersetzt und in Deutschland aufgelegt: Mihai Eminescu, der sowohl in vergleichender (58) als auch in übersetzerischer (59) oder journalistischer (60) Hinsicht, nicht zuletzt als Wegbereiter der rumänischen Moderne (61) Beachung fand; Tudor Arghezi wurde nicht nur durch Gedichte, sondern auch durch seine Prosa, u.zw. durch den Roman Der Friedhof (Cimitirul Buna Vestire) (62) vorgestellt, von dem Hans Bergel meinte, er sei “nicht allein einer der bemerkenswerten Romane der neueren rumänischen, sondern der europäischen Literatur (63); von Lucian Blaga wurden Aphorismen übersetzt (64), wobei Mircea Vaida-Voevods Untersuchung zu Blagas Berührungen mit der deutschen Literatur in der deutschen Fassung von Erika Scharf 1992 im Olms-Verlag erschien (65) und von Eva Behring charakterisiert wurde als eine “für den mit der rumänischen Kultur und Philosophie nicht vertrauten deutschen Leser … nur schwer verdauliche Kost; dem wißbegierigen Fachkollegen bleibt er /der Band; G.G./ eine Meisterleisung, die sich in erster Linie selbst genügt.” (66) Von den “Klassikern” der rumänischen Moderne wurde auch Vasile Voiculescu durch den Band mit Novellen und Erzählungen Magische Liebe dem deutschen Leser vorgestellt (67). Auch der meist übersetzte modernistische Lyriker Rumäniens, Marin Sorescu, wurde durch die kongeniale sprachliche Vermittlung von Oskar Pastior ins Deutsche übertragen (68).

Bis 1990 im deutschen Sprachraum weniger oder überhaupt nicht bekannte Autoren werden nun sei es in Zeitschriften, sei es in Buchform dem Leser zugänglich gemacht. Von Max Blecher erschien der Band Aus der unmittelbaren Wirklichkeit (69), von Ion Pop Reteganul ein Band Erzählungen (70). Nicolae Steinhardts Tagebuch eines Glücklichen wurde von Peter Motzan bruchstückhaft übersetzt und insgesamt als “ein Seelenspiegel, eine Erfahrungsbeichte, ein zeitgeschichtliches Dokument von hohem Informationswert und literarischem Rang – befremdend, erschütternd und bedenklich in einem” (71), charakterisiert. Der Philosoph und Essayist Andrei Pleşu, der nach Meinung Peter Motzans “glänzend zu formulieren, treffsicher zu argumentieren und mit den Pfunden seiner Bildung elegant zu wuchern und zu bestechen” (72) wisse, war 1993 mit dem Band Reflexion und Leidenschaft (73) auf dem deutschen Buchmarkt präsent. Aus Alexandru Papilians Trilogie wurde 1992 der Roman Fliegen unterm Glas (74) in deutscher Sprache aufgelegt – “ein in seinem verschachtelt-fragmentarischen Aufbau recht spannendes Buch”, ein “schonungslos zeitkritische/r/ Roman” – wie Edith Ottschofski in ihrer Besprechung (75) urteilt. Der Lyriker Radu Gyr, wird von seinem ehemaligen Häftlingsgefährten Hans Bergel anhand eines von ihm übersetzten Gedichts (Die Heimkehr des Odysseus) (76) präsentiert:

Radu Gyr Odysseus-Gedicht erfaßt nicht nur eine dem mythengläubigen Südosten imanente Situation. Es spricht mit den Mitteln der Poesie ein Problem aus, dessen Berücksichtigung weltweit zum Instrumentarium der modernen Psychologie wie der neueren analytischen Geschichtsbetrachrung gehört. Denn wir sind alle unentwegt heimkehrende Irrfahrer, beladen und belastet mit der Fracht unseres Gestern, gezeichnet und getrieben von dessen perpetuierenden Kräften. Die einen – wie Radu Gyrs Odysseus – wissen es. Die anderen wissen es nicht. (77)

Neue Namen wie Norman Manea, Gellu Naum oder Mircea Cărtărescu machten in letzter Zeit immer mehr von sich reden. Von Norman Manea, der seit 1986 Rumänien verließ, konnte sogar folgende Feststellung gemacht werden:

Von keinem anderen zeitgenössischen rumänischen Schriftsteller sind in den letzten Jahren in Deutschland so viele Bücher erschienen wie von Norman Manea. (78)

Bereits 1990 edierte der Verlag Steidl zwei Prosabände: Der Trenchcoat und Training fürs Paradies (79), denen weitere drei im gleichen Verlag folgten (80). 1995 erschien Maneas von Paul Schuster ins Deutsche übersetzte Roman Der schwarze Briefumschlag (81), so daß die Kritikerin Anke Pfeifer Zwischenbilanz ziehen konnte:

Manea zählt dank der Übersetzung etlicher seiner Werke ins Deutsche … inzwischen zu den bekanntesten rumänischen Gegenwartsautoren. Obwohl er seit zehn Jahren in den USA lebt, beschäftigt er sich in seinem Werk immer wieder mit Rumänien und dessen jüngster Geschichte. (82)

Auch ein Essay-Band Maneas wurde deutsch aufgelegt (83), so daß bei dieser Gelegenheit Peter Motzan die Hauptmerkmale seines Schaffens hervorheben konnte: seine Werke seien “Verlautbarungen eines zutiefst Verletzten, die an Herta Müllers Prosa-Elegien über die unheilbaren Wunden, die einem die menschenverachtende und korrupte Ceauşescu-Diktatur schlug, erinnern. Wie diese unerbittliche Erzählerin blickt Manea voller Schmerz und Zorn auf die Umstände zurück, die sein Leben versehrte. Ceauşescu war für ihn ‘das GANZE, dessen Allgegenwart sich niemand entziehen konnte’.” (84) Maneas Weggang aus Rumänien führte ihn genauso wenig wie andere (ex)rumäniendeutsche Autoren in eine Heimat:

Geheilt von allen Illusionen, daß ubiquitäre Gerechtigkeit ein erreichbares Gesellschaftssystem sei, bestimmt der ‘davongekommene’ Schriftsteller Manea seinen Standort als den eines ‘Außenseiters in beiden Systemen’ … un nähert sich dadurch den Erkenntnissen seines Freundes Diester Schlesak, der als ruheloser ‘Zwischenschaftler’die Unbehaustheit als Dauerzustand im Hier und Dort und Heute in Protokollen schmerzlicher Entfremdung unermüdlich thematisiert. ‘In diesem Jahrhundert’ postuliert Manea in dem Essay Exil, ‘ist das Exil selbst zum Emblem geworden, gleichgültig, ob es jemand in seinem eigenen Land, seinem Zimmer und seiner Sprache erfährt oder außerhalb und weit weg. Ungeachtet der Geschichte und Geographie ist der Moment, den wir erleben, konvulsivisch. Wir alle sind im Exil.’ (85)

Andere Beobachter der literarisch-geistigen Szenerie wie der Dichter Matthias Buth sind der Ansicht, daß Literatur sicheren Schutz vor dieser und jeder anderen Art Exil:

Die Literatur in und über Rumänien – ob in deutscher oder rumänischer und ungarischer Sprache – ist das ‘Zu Hause’ Werner Söllners und das Land, wo ‘einer des anderen Heimat’ sein kann (Ana Blandiana); sie ist Kunst, der Fluchtraum, der mitzieht – sicher vor jedem Exil. (86)

Der Altmeister des rumänischen Surrealismus fand auch nach der Wende ungeteilte Beachtung und Anerkennung. Drei Buchveröffentlichungen machten sein Werk in der exzellenten Übersetzung von Oskar Pastior, Georg Aescht oder Ernest Wichner dem deutschen Leser zugänglich. (87)

Mircea Cărtărescu lenkte schon bei der ersten Übersetzung die Aufmerksamkeit der deutschen Öffentlichkeit auf sich. Seinen 1997 erschienenen Roman Nostalgia (88) wurde von dem Literaturwissenschaftler Markus Fischer auch aus einer neuen Sicht begrüßt:

Endlich ein Buch, das der rumänischen Wirklichkeit nicht aus der sozialen Mitleidsperspektive oder mit dem Pathos politischer Anklage begegnet, sondern mit den Augen und dem Willen des Künstlers! (89)

Derselbe Rezensent hebt die inhaltlichen und formelle Vorzüge des Romans hervor:

In die Polyphonie aus metaliterarischen Reflexionen, protokollierten Traumsequenzen, assoziativen Erinnerungsresten, literarischen Anspielungen, literaturgeschichtlichen Zitaten, magischen Projektionen, populärwissenschaftlichen Diskursen, märchenhaften Elementen mischen sich ein Mißton, die Stimme des Autors… Wenn ein Werk Cărtărescus Opus Pate gestanden hat, so stammt es nicht von im Roman explizit genannten Dichtern wie Rilke, Kafka, Thomas Mann, Eliot, Huysmanns, d’Annunzio, Proust, Eminescu oder Arghezi, sondern von Ovid: postmoderne Metamorphosen des Erzählens, die nicht mit einer creatio ex nihilo anheben, sondern in einer kosmischen Schöpfung enden. (90)

Im übrigen sorgte der rumänische Autor auch durch seine eigenwillige, 1998 in der “Frankfurter Rundschau” veröffentlichte Stellungnahme für Aufsehen. Darin ging er auf die besonders fruchtbare geistig-kulturelle Atmosphäre in Rumänien ein, in der er aufgewachsen ist:

Gérard Genette und George Steiner lagen auf meinem Schreibtisch … Surrealismus, Neo-Avantgarde, Postmoderne – keine der natürlichen Erfahrungen der ‘zivilisierten Welt’ fehlte bei uns oder lief ‘anders’. … Keinen einzigen meiner Verse und keine Zeile meiner Prosa vor 1989 hätte ich anders formuliert, wenn ich sie in Westdeutschland oder in den Vereinigten Staaten niedergeschrieben hätte. (91)

Weitere rumänische Autoren wurden neulich in deutschen Übersetzungen aufgelegt: Carmen Francesca Banciu (92), Theodor Vasilache (93), Alexandru Vona (94), Virgil Mihaiu (95), Dan Dănilă (96). Interessant ist allerdings der merkwürdige Umstand, daß es um Autoren, die vor der Wende auf dem deutschen Buchmarkt recht gut vertreten waren, nun still geworden ist – so etwa im Falle von Paul Goma, der in den 70er Jahren immerhin mit drei Büchern zugänglich war. (97)

Gelegentlich wurden auch nicht ins Deutsche übersetzte Werke rumänischer Autoren kritisch wahrgenommen und einer aufmerksamen Analyse unterzogen. So etwa der Roman Rătăcire (Verirrung) von Mariana Sora durch Julia Schiff. (98)

Das Interesse für die rumänische Literatur in ihrer vielfältigen Erscheinungsformen scheint also die von Motzan angedeuteten Randzonen der deutschen interessierten Öffentlichkeit doch überschritten zu haben. Noch 1991 erschien im renommierten Fischer-Verlag ein Sammelband rumänischer Prosaautoren (99), der auf der Frankfurter Buchmesse 1991 präsentiert wurde. Franz Hodjak edierte einen Sammelband mit dem bezeichnenden Titel Herkunft Rumänien. “Freunde, wundert euch schleunigst” mit Texten von Ana Blandiana, Ioan Grosan, Franz Hodjak Alexandru Papilian, Werner Söllner, Peter Motzan (100). Daß eine Rumänistin vom Format Eva Behrings es für angebracht hielt, eine Rumänische Literaturgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart (101) vorzulegen, ist symptomatisch dafür. Sie setzt die Bemühungen eines Karl Emil Franzos, Gino Lupi oder Basil Munteanu fort, diese Literaturgeschichte mit “einem ausländischen Augen” zu sehen – wie sich Ovid Crohmălniceanu in seiner in der “România literară” erschienenen Besprechung ausdrückt.

Denn “ein Auge von jenseits der Grenzen sieht die Dinge anders, zeigt Präferenzen, die nicht unbedingt mit den unsrigen zusammenfallen, ist zu Assoziationen geneigt, die dem Horizont der eigenen Kultur entspringen. Derartige Nichtübereinstimmungen können Befremden hervorrufen, ja sogar schockieren, doch wieso dürften wir sie nicht akzeptieren? Sie sind der Preis, den wir zahlen müssen, um Universalität zu erreichen, und sie müßten uns nachdenklich machen selbst da, wo sie unseren eigenen Meinungen widersprechen.”  (102)

Schließlich wollen wir auch die bislang wohl umfangreichste, repräsentativste, von Dieter Schlesak zusammengestellte und annotierte Anthologie rumänischer Lyrik Gefährliche Serpentinen erwähnen, die in der rumänischen Fachpresse Beachtung fand. Nora Iuga charakterisiert die Anthologie als “gründliches, aufrichtiges, ernstes, eben deutsches Werk”. Sie vermißt dabei einige Namen (M. Banuş, N. Cassian, Ion Caraion, Cezar Ivănescu, Vasile Vlad etc.) im Vergleich zu gleichzeitig erschienenen rumänischen Anthologien (103), hebt jedoch die “dokumentierte Analyse mehrerer Jahrzehnte rumänischer Lyrik” im Nachwort Schlesaks besonders hervor. Der Herausgeber “wollte Deutschland tatsächlich eine andere Sorte Sensibilität zeigen – was ihm durchaus gelungen ist.” (104) Womit wir wieder bei den anfangs evozierten imagologischen Bemühungen angelangt sind. Ein deutscher Autor und Kritiker, Hellmut Seiler, bezeichnete die Anthologie Schlesaks als bedeutende “bibel der rumänischen Gegenwartslyrik” und erwähnte ihren sich anbahnenden Erfolg, da das Buch “eine regelrechte Welle der Begeisterung in den Medien in Deutschland ausgelöst hat”. (105)

Ein Test für den allmählich zunehmenden Bekanntheitsgrad stellte die Leipziger Buchmesse 1998 dar. In der Berichterstattung informierte zweimal Rodica Binder von der “Deutschen Welle” (106), während William Totok dem rumänischen Leser Beiträge deutscher Publikationen über Rumänien zur Kenntnis brachte. Darin berichtete er über Mircea Cărtărescus beachtenswerten Beitrag in der “Frankfurter Rundschau”, der “die rumänische Literatur als normale Literatur” zeige, sowie über die kritischen Akzente in den Stellungnahmen von Gerhard Csejka und Herta Müller in der Berliner “Tageszeitung”. (107)

Seit einigen Jahren finden bekanntlich in Rumänien Treffen der rumänischen Autoren aus aller Welt statt. Das jüngste Treffen dieser Art befaßte sich mit der Problematik der Verbreitung der rumänischen Literatur im Ausland. Bei dieser Gelegenheit sprach auch der deutsche Schriftsteller und Übersetzer Hellmut Seiler, der im genannten Zusammenhang eine “Politik der kleinen Schritte” anempfahl. Dabei kam er zu folgendem Befund: “Die Verbreitung der rumänischen Literatur in Deutschland nimmt in vielerlei Hinsicht eine völlig gesonderte und im allgemeinen günstige Stellung ein.” Dabei nannte er das “lebhafte Interesse” für diese Region, die Existenz einer großen Zahl von Literaturvermittler, die aus Rumänien stammen sowie finanzieller Förderung.

“Nicht eine ganze Nationalliteratur vermag sich zu behaupten, dafür aber einzelne, möglichst individualisierte Autoren – meinte Seiler und schlußfolgerte: “Ich glaube, daß eine Politik der kleinen Schritte ist am asussichtsreichsten. Und Beharrlichkeit ist in diesem Falle die allergrößte Weisheit.” (108)

*

Überblickt man die literarischen Kontakte nach 1990 von rumänischer Seite aus, so ergeben sich einige bedeutende themarelevante Momente, auf die wir nachstehend kurz eingehen wollen. Die Anordnung des reichen Faktenmaterials und die Auswahl der für diese Momente relevanten Ereignisse lassen zwar tiefere Analysen zu, bieten jedoch eine vielsagende Übersicht dieser eigentlich recht bewegten und kontaktreichen Zeitspanne bilateraler Literaturbeziehungen.

Zu den hervorragenden Momenten nach 1990 gehörten die Besuche und die Lesungen deutscher oder (ex)rumäniendeutscher Autoren in Rumänien. Im März 1990 kam Hans Magnus Enzensberger nach Bukarest. Er las im Goethe-Institut, wo er sich auch mit rumänischen Schriftstellern traf. Anläßlich seines Besuchs wurden Gedichte von ihm ins Rumänische übersetzt und der Autor näher vorgestellt. Darunter befanden sich Gedichte aus seinem jüngsten, 1990 bei Suhrkamp erschienenen Band Der fliegende Robert in der Übersetzung von Helmut Britz und Mircea Dinescu (109). Wir selbst präsentierten Enzensberger in „Cronica“ und „Contrapunct“ (110). Jüngst erschien auch eine Komödie von ihm in rumänischer Übersetzung (111).

Ein weiterer Besucher “der ersten Stunde” war Dieter Schlesak, der in einem der Zeitschrift “România literară” gewährten Interview die Ereignisse in Rumänien als “verspätete Explosion” wertete und die unmittelbar bevorstehende Übersetzung seines Romans Heimattage (112) ankündigte (113). Eine repräsentative Gruppe ausgewanderter rumäniendeutscher Dichter kam Ende 1990 “lesenderweise” – um einen Begriff Celans zu verwenden - in die alte Heimat. Virgil Mihaiu begrüßte in der “România literară” dieses “Wiedersehen mit alten Freunden” und vermerkte:

Das Bukarester Symposion bot den Anlaß zu einem fruchtbaren Gedankenaustausch über den gegenwärtigen Status der aus Rumänien stammenden deutschen Dichter.

Er hob vor allem die bedeutende Vermittlerrolle dieser Dichter hervor (114). Zu den Teilnehmern gehörten Franz Hodjak, Werner Söllner, Klaus Hensel, Georg Aescht, Johann Lippet, William Totok und Horst Samson. Peter Motzan sorgte sachkundig für die Moderation. Am 5. Dezember 1991 kam auch Herta Müller nach Bukarest. Aus Füchse gehen in die Falle las sie das Fragment „Bucla de pe frunte“, das von Nora Iuga ins Rumänische übersetzt wurde (115). In Vorbereitung des Besuchs erschienen im Februar 1991 Fragmente aus Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt, wobei Ioana Ieronim das Werk als “bewegenden Roman über die Emigration” bewertete. Herta Müller “legt Zeugnis ab von einem der schmerzhaftesten Ereignisse der Nachkriegszeit in Rumänien – der massiven Auswanderung Deutschstämmiger aus ihrer angestammten Heimat.” Der Roman sei “ein Requiem auf eine endgültig verlorene Welt …, die Herta Müller in einem raffinierten naiven Verfahren beschriebt.” (116) Zwei Bücher von Herta Müller erschienen bislang in rumänischer Übersetzung: Încă de pe atunci vulpea era vânătorul und Animalul inimii (117). Die rumänische Presse berichtet laufend über die aus Rumänien stammenden Dichterin, so über ihr Interview in der schweizerischen Zeitschrift “Le Temps” mit dem Titel Zweisprachige Tochter des Totalitarismus, in dem Herta Müller ein seltenes Bekenntnis macht: “Das Rumänische ist außerordentlich reich und ausdrucksstark, und meine Bücher werden – ohne daß dies in ihnen explizite erscheint – von dieser Sprache genährt.” (118) In einer weiteren Nummer der “România literară” wird der Leser über die Verleihung des IMPAC-Preises für den besten auf Englisch erschienen Roman an Herta Müller informiert (119).

Anfang 1992 weilte Klaus Hensel in Rumänien und führte mit Virgil Mihaiu ein Gespräch, von dem in der “România literară” berichtet wurde. Darin bekannte Hensel:

Ich betrachte mich in erster Linie als literarischen Vermittler, (...) ich verfüge über die Fähigkeit, die Literatur aus und über Rumänien kompetent zu besprechen. Diese Kompetenz ist mir nicht angeboren, sondern ich erwarb sie mir durch persönliches Studium, und es ist mir ein Vergnügen, sie in den Dienst meiner rumänischen Kollegen und der rumänischen Literatur im allgemeinen zu stellen. (120)

Im gleichen Jahr 1992 las auch der bekannte Lyriker Reiner Kunze in Bukarest. Infolge des Besuchs erschien der Band Nume conspirativ “Lirica”. O documentaţie de Reiner Kunze in der Übersetzung von Ida Alexandrescu (121). Ein ausführliche Besprechung zu dieser recht synchron vorgenommenen Übersetzung brachte Romaniţa Constantinescu unter dem Titel Der Ablaßventil oder wie man sich an der Macht erhalten kann (122). Aus dem Band Sensible Wege, der 1969 Kunzes Lyrikerruf konsekrierte, brachte “România literară” 1998 – also etwa 30 Jahre später – Gedichte in der Übersetzung von Herbert-Werner Mühlroth, darunter auch ein während eines Rumänien-Besuchs Kunzes geschriebenes Gedicht. (123)

Im Frühjahr 1993 wurde in Bukarest ein Leseabend mit Richard Wagner veranstaltet. Der renommierte Autor brachte kurze Prosa aus Völker ohne Signale zu Gehör. In ihrem Bericht von der niveauvollen Kulturveranstaltung zitiert Cristina Reiter-Popescu folgendes Bekenntnis des Gastes:

Ich habe keine Identitätsprobleme. Ich weiß, wer ich bin und wo ich mich befinde. Nur in Deutschland wurde ich als Rumäne etikettiert. Hier – niemals.

Die Berichterstatterin leitet daraus den Schluß, Wagner sei “ein selbständiger Schriftsteller und ein kosmopolitischer Denker.” (124)

Die brisante Präsenz der (ex)rumänien-deutschen Schriftsteller, die 1959 in den berüchtigten Schriftstellerprozeß verwickelt wurden, in Bukarest war einem vom rumänischen Schriftstellerverband organisierten Symposion zu verdanken, an dem Mircea Dinescu und der damalige Justizminister Mircea Ionescu-Quintus teilnahmen. Die beeindruckende Dokumentation zu diesem Fall diktatorischer Willkür, die Peter Motzan und Stefan Sienerth zusammenstellten (125), fand in der rumänischen Fachpresse ungeteilte Anerkennung. Romaniţa Constantinescu stellte fest:

Das Seltsamste an den Äußerungen der verurteilten Schriftsteller liegt darin, daß sie aus ihrer Tätigkeit von vor dreißig Jahren kein Verdienst ableiten und nicht müde werden zu wiederholen, daß ihre Absicht darin bestanden habe, gut zu schreiben und nicht gegen das Regime zu schreiben. (Selbst zehn Jahre später machten die Mitglieder der Aktionsgruppe Banat keine Äußerungen gegen die dominierende Ideologie, ihre Gedichte wurden von marxistischen Positionen aus geschrieben, wobei die Mitglieder der Gruppe naiverweise an eine aufrichtige linke Bewegung glaubten, die die Vielfalt der Meinungen vertragen könnte). (126)

Im Mai 1994 leisteten Hans Bergel und Heinrich Lauer der Einladung der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens Folge und lasen auf dem in Neptun an der Schwarzmeerküste tagenden III. Kongreß der rumänischen Germanisten aus ihrem Werk und führten mit Lehrkräften und Studentinnen und Studenten der Germanistik ein anregendes Gespräch (127). Fast ein Jahr später war Hans Bergel Gast des Germanistik-Lehrstuhls von Bukarest, wo er aus seinem Werk las. 1994 erschien in Braşov die von George Guţu besorgte rumänische Fassung seines Romans Tanz in Ketten (128).


Fast zur gleichen Zeit fand 1994 in Köln ein Treffen von Schriftstellern aus Rumänien (Virgil Mihaiu und Joachim Wittstock) mit dem deutschen Publikum, das von Ingmar Brantsch moderiert wurde und über welches Andrei Băleanu in “Luceafărul” berichtete (129).

Im Rahmen der Deutschen Kulturwochen in Rumänien kam eine Gruppe jüngerer deutscher Autoren nach Bukarest. Unter einer sowohl an Heinrich Böll als auch – jedoch fälschlicherweise - an Peter Motzans Anthologie rumäniendeutscher Autoren (Der Herbst stöbert in den Blättern…) leicht erinnernden Überschrift Deutsche Schriftsteller in Rumänien. Gruppenbild mit Herbst hebt die redaktionelle Notiz die “Ähnlichkeiten mit der rumänischen Gegenwartsliteratur” in den Werken der angereisten Autoren Brigitte Burmeister, Thomas Rosenlöcher, Martin Ahrends, Marion Titze, Wolfgang Hilbig und Andreas Neumeister hervor (130).

1997 nahm Werner Söllner die Einladung der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens an und bestritt mit Mircea Dinescu einen unvergeßlichen Leseabend in Sinaia. Auf derselben Veranstaltung trat auch Hans Bergel auf, der aus seinem Roman Wenn die Adler kommen las, während George Guţu das Fragment in rumänischer Fassung vorlas (131).

Ein erster panoramahaft angelegter Versuch, deutsche Lyrik der Gegenwart dem rumänischen Leser nahezubringen, war die 1991 in Klausenburg erschienene Anthologie von Mircea Vaida-Voevod (132). Die 51 darin auch knapp vorgestellten Lyriker sprechen für Vaidas “verlegerische Absicht, im Sinne einer Wiederanbindung des geistigen Rumänien an Mittel- und Westeuropa zu wirken” – wie sich Hans Bergel dazu äußerte (133). Weitere Anthologien besorgten Grete Tartler 1992, M. Stănescu 1994 und ein Temeswarer Team 1996 (134).

Ebenfalls panoramahaft angelegt war auch der Exkurs des Temeswarer Schriftstellers Cornel Ungureanu, der in mehreren Nummern von “Luceafărul” in der Rubrik Europa Centrală văzută de la Timişoara den Versuch unternahm, geistige und literarische Interferenzen im Banat zu beleuchten. Damit setzte er einige bedeutende Meilensteine zu einer Darstellung einer “Literatur der Ränder des Kaiserreiches” (135) – wie er sich selbst ausdrückte. Auch das ist ein multikultureller Aspekt, der einer näheren Betrachtung verdienen würde.

Ein Blick auf die Übersetzungen aus der deutschen Literatur ins Rumänische (siehe Anlagen 1, 2 und 2a zu diesem Vortrag) läßt einige Schlüsse zu, die wir jedoch an dieser Stelle nicht detailliert besprechen können. Die Öffnung nach der Wende machte sich auch in diesem Bereich zunächst dadurch bemerkbar, daß vor allem Unterhaltungsliteratur dem bis dahin frustrierten rumänischen Leser zugänglich gemacht wurde. Deshalb nimmt es keineswegs wunder, daß auf dem ersten Platz Karl May als der meistübersetzte Autor rangiert. In nur 8 Jahren wurden 38 Titel von ihm ins Rumänische übersetzt und herausgegeben. Ein uns unbekannter Autor namens John Knittel folgt in großem Abstand – mit “nur” 8 Titeln – auf Platz zwei. Es folgen dann mit jeweils 7 Ausgaben Thomas Mann und Franz Kafka, gefolgt von Friedrich Nietzsche und G. C. Jung mit jeweils 6 Titeln. Hermann Hesse und Robert Musil schaffen mit 4 Büchern den Übergang zur großen Masse von Autoren, von denen Goethe, Kleist, Fontane und Dürrenmatt mit immerhin 3 Bänden herausragen. Es folgen mit jeweils zwei Titeln Autoren wie: Ernst Jünger, Immanuel Kant, Novalis, Schopenhauer.

Von den (ex)rumäniendeutschen Autoren fanden folgende eine recht gute Beachtung: Hans Bergel mit 3 Titeln, Dieter Schlesak, Herta Müller und Richard Wagner mit jeweils 2 Büchern und Werner Söllner mit einem Band. Damit kann gesagt werden, daß sich die rumänische Literatur ein klein wenig zu revanchieren begann für die äußerst verdienstvollen menschlich und sprachlich vermittelnden Leistungen dieser Autoren. Es ist allerdings ein guter, aber bloß der Anfang.

Ein interessantes Projekt startete 1997 der Jassyer Verlag “Junimea”. Es handelt sich um die Buchreihe “Die deutsche Bibliothek in rumänischer Sprache”, die namhafte Werke deutscher Autoren in rumänischer Übersetzung auflegen soll, “als deren Pendant eine Rumänische Bibliothek in deutscher Sprache gegründet” werden solle. Dieses editorische, jeweils zweisprachige Vorhaben will – wie der Verlag ankündigt – “versuchen, wichtige Texte, die das historische Bewußtsein auf Dauer geprägt haben, einem größeren Publikum zugänglich zu machen.” Der erste in dieser Reihe erschienene Band enthält Ludwig Tiecks Hanswurst emigrant und Heinrich von Kleists Über das Marionettentheater (136). An ihm rühmte die Kritik folgende Merkmale: “willkommene Initiative, wertvolle Entscheidungen, komplexe Bearbeitung” (137). Die Reihen werden von einem Team von deutschen und rumänischen Mitarbeitern (Helmut Koopmann, Henning D. Krauss, Mihai Ursachi und Ioan Constantinescu) betreut und herausgegeben. Die Zweisprachigkeit dieser unseres Wissens in Rumänien erstmaligen Texteditionen wird durch die Bedeutung der Muttersprache bei der Entstehung des Originaltextes und durch die Rolle der Übersetzer als Kulturvermittler überzeugend begründet. Angesichts der schwierigen finanziellen Situation der rumänischen Verlage stellt die Initiative des Junimea-Verlags eine mutige Geste des wieder gewonnenen Selbstvertrauens der rumänischen Geisteswissenschaftler dar, die dazu beitragen wird, den angeblichen “Minderwertigkeitskomplex” einer ‘kleinen’ Kultur zu überwinden.

Einen überaus interessanten und einmaligen Ausdruck des schöpferischen Zusammenwirkens rumänischer und deutscher Künstler stellt Lioba Happels Band Principiul rece dar. Eine deutsche Lyrikerin, Liona Happel, und ein rumänischer Bildhauer, Mihai Oros, schufen einen eigenwilligen Band. Es liegt damit ein seltener Fall schöpferischen Synkretismus vor, auf den Nora Iuga in der “România literară” aufmerksam machte (138) und den die Lyrikerin selbst wie folgt erläutert:

Die hier vorgelegten Gedichte entstanden aufgrund gemeinsamer Aufzeichnungen eines Bildhauers aus Rumänien und einer Dichterin aus deutschland, im Zuge eines Austausches von primären visuellen und sprachlichen Ausdrücken. ER, der von außerhalb des deutschen Sprachraums kommt und seine Gedanken und Bilder aus einer sehr schwierig ausdrückbaren Materie hervorhaut, macht mit IHR einen Austausch. SIE ist in der deutschen Sprache so lange zu Hause, daß sie manchmal – wegen des zu hohen Sättigungsgrades – bewußt hinuntertauchen muß zu den Gestalten und Bildern, die dort unten, in den Tiefen erwartungsvoll liegen. (…) Was mir fremd war, weil in der rumänischen Tradition verwurzelt, schlich sich auch in meine eigene Bilderwelt ein, und ich glaube, daß auch Mihai etwas Ähnliches passiert ist.

*

Die Lektüre und Analyse der angegebenen Zeitschriften hat unmißverständlich gezeigt – und das soll das Fazit unserer Recherchen sein –, daß sie eine ausführliche, für die Forschung unerlässliche Chronik und Quelle der deutsch-rumänischen Literaturbeziehungen darstellen. Von ihnen ausgehend, können ganze Abschnitte literaturgeschichtlicher Kontakte eruiert, wissenschaftlich rekonstituiert und in ihrer beeindruckenden Vielfalt dargestellt werden.

Unsere imagologischen Bemühungen sollen Interkulturalität im besten Sinne des Wortes vermitteln und jeglichem “multikulturalistischem” Bestreben entgegenwirken. Denn so wie der junge in Amerika lebende rumänische Akademiker in seinem vielbeachteten Beitrag Die neue Identität des westlichen Menschen ausführte, “versteckt der Multikulturalist unter dem großzügigen Deckmantel der ethnischen Vielfalt in einer interdependenten Welt seinen Durst nach Macht und den Wunsch, all das zu zerstören, was WERTMÄSSIGE EINZIGARTIGKEIT bedeutet.” (139) Sie wollen eher im Sinne jenes von George Steiner in seinem berühmten Werk Nach Babel zitierten Vierzeilers von John Donne mit dem Titel Ekstase verstanden werden – im Sinne eines katalytischen Gebens und Nehmens:

Când dragostea unuia pentru celălalt
Interanimează două suflete,
Sufletul mai puternic care ia naştere
Înlătură povara singurătăţii.
(140)


 


Anlage 1

Übersetzungen aus dem Deutschen:

Deutsche Autoren


 

1. Adler, Alfred: Sensul vieţii. Trad., cuvânt înainte şi note de Leonard Gavriliu, Bucureşti: IRI, 1995

2. Adler, Alfred: Cunoaşterea omului. Trad. de Leonard Gavriliu, Bucureşti: IRI, 1996

3. Adorno, Theodor: Minima Moralia. Trad. de Andrei Corbea-Hoişie, Bucureşti: Univers, 1998

4. Bergel, Hans: Dans în lanţuri. Trad. de George Guţu, Braşov: Arania, 1994

5. Bergel, Hans: Întoarcerea lui Ulisse. Un poem de Radu Gyr şi opt eseuri de Hans Bergel. Trad. de Mariana Lăzărescu, prefaţă de Peter Motzan, Braşov; Arania, 1996

6. Bergel, Hans: Când vin vulturii, trad. George Guţu, Bucureşti: Editura Fundaţiei Culturale Române, 1998

7. Böhme, Jakob: Aurora sau răsăritul care se întrezăreşte. Trad. de ???????, Bucureşti: ????, 1994

8. Braun, Volker: Prozeß Galilei / Proces Galilei. Zweisprachig. Trad. şi sel. De Gheorghe Nicolaescu. Prefaţă de Mircea Ciobanu, Bucureşti: Univers, 1990

9. Bürger, G. A.: Uimitoarele călătorii şi aventuri pe uscat şi pe mare ale Baronului Münchhausen. Trad. de Ion Marin Sadoveanu, Bucureşti: Eden, 1991

10. Canetti. Elias: Vocile din Marrakesch Însemnări după o călătorie. Trad., prefaţă şi note de Elena Viorel, Cluj-Napoca: Dacia, 1993

11. Celan, P.: Nisipul din urne, trad. A. I. Şurlea, Craiova: Scrisul Românesc, 1994

12. Doderer, Heimito von: Drumul lui Conrad Castiletz (Ein Mord, den jeder begeht), trad. de Octavian Nicolae, Bucureşti: Univers, 1991

13. Dürrenmatt, Friedrich: Violul. Recviem pentru romanul poliţist. Trad. şi adaptare de Vasile Rebreanu, Bucureşti: Sphynx-V.R., 1990

14. Dürrenmatt, Friedrich: Acuzatul. Trad. de Vasile Rebreanu, Bucureşti: Sphynx-V.R., 1990

15. Dürrenmatt, Friedrich: Justiţie. Cincisprezece proze scurte şi un roman, trad. şi prefaţă de Romeo Nădăşan, Bucureşti: Univers, 1991

16. E.T.A Hoffmann: Urciorul de aur. Trad. de Al. Philippide şi G. Gusti, Bucureşti: Ion Creangă, 1992

17. Ende, Michael: Momo sau strania poveste despre hoţii de timp şi fetiţa care le-a înapoiat oamenilor timpul furat. Trad. de Yvette Davidescu, Cluj-Napoca: Dacia, 1991

18. Ende, Michael: Povestea fără sfârşit. Roman, trad. de Yvette Davidescu, Bucureşti: Univers, 1995

19. Enzensberger, H. M.: Filantropul: Comedie în patru acte, trad. Victor Scoradeţ, Bucureşti: ed. All, 1998

20. Fallada, Hans: Banii nu fac două parale. Trad. de Paul B. Marian, Bucureşti: Garamond, 1993

21. Feuchtwanger, Lion: Balada spaniolă. Trad. de Emeric Deutsch şi I. Cassian-Mătăsaru, Bucureşti: Vivaldi, 1992

22. Feuchtwanger, Lion: Războiul evreilor, trad. Brunea Fox, Bucureşti: Aurom, 1992

23. Fontane, Theodor: Iubirea nu iartă. Trad. de. ????, Bucureşti: Logos Star, 1993

24. Fontane, Theodor: Păcatul. Trad. de ?, Bucureşti: Niculescu, 1994

25. Fontane, Theodor: Altfel în stele ţi-a fost scris (Schach von Wuthenow). Trad., prefaţă, tabel cron. şi note de Gabriela Danţiş, Bucureşti: Minerva (BPT), 1995

26. Frank, Leonhard: Frate şi soră. Trad. de ?, Bucureşti: Fulga, 1990

27. Freud, Sigmund: Psihanalizţ şi sexualitate. Trad. de Leonard Gavriliu, Bucureşti: Editura Ştiinţifică, 1994

28. Freud, Sigmund: Omul cu şobolani. Trad. de Corneliu Irimia, Bucureşti: Trei, 1995

29. Friedrich, Hugo: Structura liricii moderne. Trad. şi prefaţă de Dieter Fuhrmann, Bucureşti: Univers, 21998

30. Göbbels Hermann: Jurnal: 28 februarie - 10 aprilie 1945, trad. Dragoş Nedelescu, Ploiesti: Elit, 1998

31. Goethe, J. W.: Opere 8. Poeme în proză. Trad. de Iulia Murnu, Laura Dragomirescu, Grete Tartler. Prefaţă şi note de Jean Livescu, Bucureşti: Univers, 1990

32. Goethe, J. W.: Suferinţele tânîrului Werther. Trad. de..????, Bucureşti: Excelsior, 1992

33. Goethe, J. W. von: Faust 1 şi 2, trad. Ştefan Augustin Doinaş, Bucureşti: Grai şi Suflet - Cultura Naţională, 1996

34. Grass, Günter: Toba de tinichea, trad. şi prefaţă de Nora Iuga, Bucureşti, Univers, 1997

35. Grün, Max von der: Avalanşa, trad. Ion Nastasia, Bucureşti: Univers, 1993

36. Habermas, Jürgen: Sfera publică şi transformarea ei structurală. Trad. de Janina Ianoşi, Bucureşti: Univers, 1998

37. Handke, Peter: Frica portarului înaintea loviturii de la unsprezece metri. Femeia stângace, Trad. de Corina Jiva Andreescu, prefaţă de Victor Scoradeţ, Bucureşti: Univers, 1993

38. Handke, Peter: Scurtă scrisoare pentru o lungă despărţire. Roman, trad. şi prefaţă de Mariana Lăzărescu, Bucureşti: Univers, 1998

39. Hauff, Wilhelm: Basme, trad. Irina Vlad, Bucureşti: Europartner, 1995

40. Hegel, G. W. F.: Fenomenologia spiritului. Trad. de Virgil Bogdan, Bucureşti: IRI, 1995

41. Hegel, G. W. F.: Viaţa lui Iisus. Scrieri teologice de tinereţe, I. Trad., note şi comentarii de Alexandru Boboc, Bucureşti: Paideia, 1995

42. Heidegger, Martin: Timp şi fiinţă. Trad. de Dorin Tilinca şi Mircea Arman, Bucureşti: Jurnalul Literar, 1995

43. Heine, Heinrich: Contribuţii la istoria religiei şi a filozofiei în Germania. Trad. şi note Jeanina Ianoşi. Prefaţă de Ion Ianoşi, Bucureşti: Humanitas, 1996

44. Heinze, U.: Vinovată de asasinat, trad. Micaela Ghiţescu, Bucureşti: Univers, 1998

45. Heitmann, Klaus: Imaginea românilor în spaţiul lingvistic german. 1775-1918. Un studiu imagologic, trad. de Dumitru Hâncu, Bucureşti: Univers, 1995

46. Heitmann, Klaus: Oglinzi paralele. Trad. de Florin Manolescu, Bucureşti: Editura Fundaţiei Culturale române, 1996

47. Hesse, Hermann: Jocul cu mărgelele de sticlă, trad. Ion Roman, Bucureşti: RAO, 1994

48. Hesse, Hermann: Narcis şi Gură-de-Aur, trad. Ivan Deneş, Bucureşti: Rao, 1995

49. Heyse, Paul: Andrea Delphin: Răzbunare şi moarte la Veneţia, trad. Mircea Ivănescu, Craiova: Realitatea, 1991

50. Hocke, Gustav René: Maniersimul în literatură.Trad. de Herta Spuhn, prefaţă de Nicolae Balotă, Bucureşti: Univers, 1998

51. Husserl, Edmund: Filosofia ca ştiinţă riguroasă. Trad. de Alexandru Boboc, Bucureşti: Paideia, 1994

52. Jaspers, Karl: Oameni de însemnătate crucială (Socrate, Buda, Confucius, Iisus). Trad. de Alex. Al. Şahighian, Bucureşti: Paideia, 1996

53. Jelinek, Elfriede: Pianista. Trad. de Nora Iuga, Bucureşti: Kriterion, 1994

54. Jung, C. G.: În lumea arhetipurilor. Trad. de Vasile Dem. Zamfirescu, Bucureşti: ?????, 1994

55. Jung, C. G.: Psihologie şi alchimie, vol. I, II. Trad. de Tr. Maria Magdalena Anghelescu, Bucureşti: Teora, 1966

56. Jung, C. G.: Amintiri, vise, reflecţii. Trad. de Daniela Ştefănescu, Bucureşti: Humanitas, 1996

57. Jung, C. G.: Imaginea omului şi imaginea lui Dumnezeu. Bucureşti: Teora, 1997

58. Jung, C. G.: Tipuri psihologice. Trad. de Viorica Nişcov, Bucureşti: Humanitas, 1997

59. Jung, C. G: Personalitate şi transfer. Trad. de Gabriel Kohn, Bucureşti: Teora, 1997

60. Jünger, Ernst: Jurnale pariziene, trad. Viorica Nişcov, Bucureşti: Humanitas, 1997

61. Jünger, Ernst: Pe falezele de marmură. Trad. de Ion Roman, Bucureşti: Editura Revistei Literatorul, 1993

62. Kafka, Franz: Scrisori către Felice. Studiu introductiv de Elias Canetti: Celălalt proces. Trad. de Nora Iuga, Bucureşti: Est, 1993

63. Kafka, Franz: Opere complete, vol. I-II: Proză scurtă. Trad. şi note de Mircea Ivănescu, Bucureşti: Univers, 1996

64. Kafka, Franz: Opere complete, vol. III: Jurnal. Trad. şi note de Mircea Ivănescu, Bucureşti: Univers, 1998

65. Kafka, Franz: Opere complete, vol. IV: Scrisori. Trad. şi note de Mircea Ivănescu, Bucureşti: Univers, 1998

66. Kant, Immanuel: Critica raţiunii practice. Întemeierea metafizicii moravurilor. Trad., studiu introductiv, notă şi indice de nume proprii de Nicolae Bagdazar, Bucureşti: IRI, 1995

67. Kant, Immanuel: Critica raţiunii pure. Trad. de Nicolae Bagdazar şi Elena Moisiuc, Bucureşti: IRI, 1995

68. Kempis, Th. De: Urmarea lui Hristos, trad. D. C. Vişan, Malovăţ: Editura Parohiei Malovăţ, 1994

69. Keyserling, H.: Jurnalul de călătorie al unui filozof: India, trad. Victor Durnea, Iaşi:,Institutul European, 1997

70. Kleist, Heinrich von: Pentesilea. Prinţul Frederic de Homburg, trad. Mioara Cremene, Bucureşti: Minerva, 1993

71. Kunze, Reiner: Nume conspirativ “Lirica”. O documentaţie de R. K., trad. de Ida Alexandrescu, Bucureşti: Paideia, 1992

72. Köbbner, F. W.: Diavolul de calugăriţă, Craiova: Cronos 22, 1991

73. Krauss, Wolfgang: Urmele paradisului. Despre idealuri. Trad. de Gheorghe Nicolaescu, Bucureşti: Editura Fundaţiei Culturale Române, 1997

74. Leibniz, G. W.: Disertaţie metafizică. Trad. de Constantin Floru, Bucureşti: Humanitas, 1996

75. Leibniz, G. W.: Eseuri de teodicee. Asupra bunătăţii lui Dumnezeu, a libertăţii omului şi a originii răului. Trad. de Diana Morăraşu şi Ingrid Ilinca, Iaşi: Polirom, 1997

76. Lessing, G. E.: Educarea speciei umane, trad. Alexandru Al. Şahighian, Bucureşti: Paideia, 1996

77. Mann, Thomas: Tonio Kröger. Povestiri, trad. de Ion Roman, Bucureşti: Univers, 1992

78. Mann, Thomas: Moartea la Veneţia. Povestiri. Trad. Ion Roman. Note şi comentarii de Thomas Kleininger, Bucureşti: Univers, 1993

79. Mann, Thomas: Mario und der Zauberer. Povestiri. Trad. de Ion Roman, Bucureşti: Univers, 1994

80. Mann, Thomas: Muntele vrăjit, trad. Petru Manoliu, Bucureşti: RAO; 1994

81. Mann, Thomas: Doctor Faustus, trad. Eugen Barbu şi Andrei Ion Deleanu, Bucureşti: RAO, 1995

82. Mann, Thomas: Casa Buddenbrook, trad. Ion Chinezu, Bucureşti: RAO, 1997

83. Marx, Karl: Insemnări despre români: manuscrise inedite, Iaşi: Moldova, 1995

84. May, Karl: Canada Bill, trad. Roxana Papacostea, Bucureşti: Condor, 1991

85. May, Karl: Insula giuvaierelor, trad. Iosefina Schiefer, Bucureşti, Venus, 1991

86. May, Karl: Spiritul din Llano Estacado, trad. Erich Wagner, Braşov: Biblioteca Interval, 1991

87. Müller, Herta: Încă de pe atunci vulpea era vânătorul, trad. Nora Iuga, prefaţă şi note biobliografice de Gerhardt Csejka, Bucureşti:Univers, 1995

88. Müller, Herta: Animalul inimii, trad. Nora Iuga, Bucureşti: Univers, 1997

89. Musil, R.: Omul fără însuşiri, trad. Mircea Ivănescu, prefaţă de Ion Ianoşi, Bucureşti: Univers, 1995

90. Nietzsche, Friedrich: Aforisme. Scrisori. Selecţie, trad. şi prefaţă de Amelia Pavel, Bucureşti: Humanitas, 1992

91. Nietzsche, Friedrich: Asa grăit-a Zarathustra: o carte pentru toţi şi nici unul, trad. Nora Iuga, Bucureşti: Univers, 1997

92. Nietzsche, Friedrich: Dincolo de bine şi de rău. Trad. de …..????, Bucureşti: InterComPress, 1991

93. Nietzsche, Friedrich: Noi, filologii, trad. Vasile Muscă, Cluj-Napoca: Dacia, 1994

94. Novalis: Cântece religioase. Creştinătatea sau Europa. Trad. de Ioan Constantinescu, Iaşi: Editura Institutului European, 1996

95. Novalis: Între veghe şi vis: fragmente romantice, trad. Viorica Nişcov, Bucureşti: Univers, 1995

96. Püschel, W. Robin şi fiica şefului de trib, trad. H. Matei, Bucureşti: Editis, 1993

97. Ransmayr, Christoph: Morbus Kitahara. Roman, trad. şi prefaţă de Grete Tartler, Bucureşti: Univers, 1998

98. Ransmayr, Christoph: Ultima lume. Roman, trad. şi postfaţă de Mircea Ivănescu, Bucureşti: Univers, 1996

99. Rebreanu, Mircea: Optimismul nostru, trad. Tiberiu Arsenovici, Bucureşti: Univers, 1996

100. Reschika, Richard: Introducere în opera lui Emil Cioran, trad. Viorica Nişcov, Bucureşti: Saeculum, 1998

101. Roth, J: Marşul lui Radetzky; Cripta Habsburgilor, 1. trad. I. Cassian Mătăsaru, 2. trad. Hertha Perez şi Mihai Ursachi, Bucureşti: Univers, 1998

102. Scheffer, Robert: Orient regal: cinci ani la Curtea României, trad. Rodica Pânzaru, Bucureşti: Saeculum, 1997

103. Schelling, F. W. J.: Bruno sau despre principiul divin şi principiul natural al lucrurilor. Trad., cuvînt introductiv şi note de Vasile Muscă, Bucureşti: Humanitas, 1995

104. Schlesak, Dieter: Zile acasă. Trad. şi prefaţă de Victor Scoradeţ, Bucureşti: Editura Fundaţiei Culturale Române, 1995

105. Schlesak, D.: Revolta morţilor, trad. Victor Scoradeţ, Bucureşti: All, 1998

106. Schopenhauer, A.: Aforisme asupra înţelepciunii în viaţă, trad. Titu Maiorescu, Bucuresti: Saeculum, 1997

107. Schopenhauer, Arthur: Scrieri despre filosofie şi religie. Trad. de Anca Rădulescu, Bucureşti: Humanitas, 1995

108. Simmel, Georg: Cultura filozofică: despre aventură, sexe şi criza modernului, trad. Nicolae Stoian şi Magdalena Popescu Marin, Bucuresti: Humanitas, 1998

109. Skorzeni, Oto: Misiuni secrete: Comando SS, trad. Maria Radu, Ploieşti: Elit-Comentator, 1998

110. Söllner, Werner: Somnul toboşarului, trad. Grete Tartler, Bucureşti: Editura Fundaţiei Culturale Române, 1996

111. Steiner, Rudolf: Macrocosmos şi microcosmos. Întrebări referitoare la suflet, viaţă şi spirit. Unsprezece conferinţe din 1919. Trad. de Aurelia Mihalache, Bucureşti: Univers Enciclopedic, 1996

112. Süskind, Patrick: Parfumul. Trad. de Grete Tartler, Bucureşti: Univers 21993

113. Tartler, Grete (ed.): Poezie germană contemporană. Selecţie, traducere, note, comentarii, postfaţă G.T., Cluj-Napoca: Dacia, 1992

114. Tepl, Johannes von: Plugarul şi moartea, trad. din germana medievală Marin Tarangul şi Emmerich Schäffer, Bucureşti: Humanitas, 1997

115. Trakl, Georg: Gedichte / Poezii, trad. şi prefaţă de Petre Stoica, Bucureşti: Univers, 1998

116. Wagner, Richard: Viena, Banat (Die Muren von Wien). Roman, trad. de stud. de la Univ. de Vest Timişoara, coordonare şi prefaţă de Wolfgang Schaller, Bucureşti: Univers, 1998

117. Wischenbart, Rüdiger: Frica lui Canetti. Trad. de Ana Stanca Tăbăraşi, pref. de Al. Duţu, Bucureşti: Univers, 1997

118. Wolf, Christa: Casandra. Patru prelegeri şi o povestire. Trad. de Ida Alexandrescu, Bucureşti: Univers, 1990

119. Zimmer, H.: Regele şi cadavrul, trad. Sorin Mărculescu, Bucureşti: Humanitas, 1994

120. Zweig, S.: Tolstoj, Nietzsche, trad. Eugen Relgis, Bucureşti: Editura Ştiinţifică, 1996

 

Sammelband

121. Stănescu, M. (ed. şi tr.): Poeţi străini în româneşte: antologie de versuri din lirica universală, Bucureşti: Destine, 1994

 


 

Anlage 2


Übersetzungen aus dem Deutschen:

 

1990
1. Braun, Volker: Prozeß Galilei / Proces Galilei. Zweisprachig. Trad. şi sel. De Gheorghe Nicolaescu. Prefaţă de Mircea Ciobanu, Bucureşti: Univers, 1990

2. Dürrenmatt, Friedrich: Acuzatul. Trad. de Vasile Rebreanu, Bucureşti: Sphynx-V.R., 1990

3. Dürrenmatt, Friedrich: Justiţie. Cincisprezece proze scurte şi un roman, trad. şi prefaţă de Romeo Nădăşan, Bucureşti: Univers, 1990

4. Dürrenmatt, Friedrich: Violul. Recviem pentru romanul poliţist. Trad. şi adaptare de Vasile Rebreanu, Bucureşti: Sphynx-V.R., 1990

5. Frank, Leonhard: Frate şi soră. Trad. de ?, Bucureşti: Fulga, 1990

6. Wolf, Christa: Casandra. Patru prelegeri şi o povestire. Trad. de Ida Alexandrescu, Bucureşti: Univers, 1990

1991

7. Bürger, G. A.: Uimitoarele călătorii şi aventuri pe uscat şi pe mare ale Baronului Münchhausen. Trad. de Ion Marin Sadoveanu, Bucureşti: Eden, 1991

8. Doderer, Heimito von: Drumul lui Conrad Castiletz (Ein Mord, den jeder begeht), trad. de Octavian Nicolae, Bucureşti: Univers, 1991

9. Dürrenmatt, Friedrich: Justiţie. Cincisprezece proze scurte şi un roman, trad. şi prefaţă de Romeo Nădăşan, Bucureşti: Univers, 1991

10. Ende, Michael: Momo sau strania poveste despre hoţii de timp şi fetiţa care le-a înapoiat oamenilor timpul furat. Trad. de Yvette Davidescu, Cluj-Napoca: Dacia, 1991

11. Heyse, Paul: Andrea Delphin: Răzbunare şi moarte la Veneţia, trad. Mircea Ivănescu, Craiova: Realitatea, 1991

12. Koebbner, F. W.: Diavolul de calugăriţă, Craiova: Cronos 22, 1991

13. May, Karl: Canada Bill, trad. Roxana Papacostea, Bucureşti: Condor, 1991

14. May, Karl: Insula giuvaierelor, trad. Iosefina Schiefer, Bucureşti, Venus, 1991

15. May, Karl: Spiritul din Llano Estacado, trad. Erich Wagner, Braşov: Biblioteca Interval, 1991

16. Nietzsche, Friedrich: Dincolo de bine şi de rău. Trad. de ?, Bucureşti: InterComPress, 1991

1992

17. Feuchtwanger, Lion: Balada spaniolă. Trad. de Emeric Deutsch şi I. Cassian-Mătăsaru, Bucureşti: Vivaldi, 1992

18. Feuchtwanger, Lion: Războiul evreilor, trad. Brunea Fox, Bucureşti: Aurom, 1992

19. Fontane, Theodor: Iubirea nu iartă. Trad. de. ?, Bucureşti: Logos Star, 1993

20. Goethe, J. W.: Suferinţele tânîrului Werther. Trad. de..????, Bucureşti: Excelsior, 1992

21. Hoffmann, E.T.A: Urciorul de aur. Trad. de Al. Philippide şi G. Gusti, Bucureşti: Ion Creangă, 1992

22. Kunze, Reiner: Nume conspirativ “Lirica”. O documentaţie de R. K., trad. de Ida Alexandrescu, Bucureşti: Paideia, 1992

23. Mann, Thomas: Tonio Kröger. Povestiri, trad. de Ion Roman, Bucureşti: Univers, 1992

24. Nietzsche, Friedrich: Aforisme. Scrisori. Selecţie, trad. şi prefaţă de Amelia Pavel, Bucureşti: Humanitas, 1992

25. Tartler, Grete (ed.): Poezie germană contemporană. Selecţie, traducere, note, comentarii, postfaţă G.T., Cluj-Napoca: Dacia, 1992

1993

26. Canetti. Elias: Vocile din Marrakesch Însemnări după o călătorie. Trad., prefaţă şi note de Elena Viorel, Cluj-Napoca: Dacia, 1993

27. Fallada, Hans: Banii nu fac două parale. Trad. de Paul B. Marian, Bucureşti: Garamond, 1993

28. Grün, Max von der: Avalanşa, trad. Ion Nastasia, Bucureşti: Univers, 1993

29. Handke, Peter: Frica portarului înaintea loviturii de la unsprezece metri. Femeia stângace, Trad. de Corina Jiva Andreescu, prefaţă de Victor Scoradeţ, Bucureşti: Univers, 1993

30. Jünger, Ernst: Pe falezele de marmură. Trad. de Ion Roman, Bucureşti: Editura Revistei Literatorul, 1993

31. Kafka, Franz: Scrisori către Felice. Studiu introductiv de Elias Canetti: Celălalt proces. Trad. de Nora Iuga, Bucureşti: Est, 1993

32. Kleist, Heinrich von: Pentesilea. Printul Frederic de Homburg, trad. Mioara Cremene, Bucureşti: Minerva, 1993

33. Mann, Thomas: Moartea la Veneţia. Povestiri. Trad. Ion Roman. Note şi comentarii de Thomas Kleininger, Bucureşti: Univers, 1993

34. Püschel, W. Robin şi fiica şefului de trib, trad. H. Matei, Bucureşti: Editis, 1993

1994

35. Bergel, Hans: Dans în lanţuri. Trad. de George Guţu, Braşov: Arania, 1994

36. Böhme, Jakob: Aurora sau răsăritul care se întrezăreşte. Trad. de ???????, Bucureşti: ????, 1994

37. Celan, P.: Nisipul din urne, trad. A. I. Şurlea, Craiova: Scrisul Românesc, 1994

38. Fontane, Theodor: Păcatul. Trad. de ..????, Bucureşti: Niculescu, 1994

39. Freud, Sigmund: Psihanalizţ şi sexualitate. Trad. de Leonard Gavriliu, Bucureşti: Editura Ştiinţifică, 1994

40. Hesse, Hermann: Jocul cu mărgelele de sticlă, trad. Ion Roman, Bucureşti: RAO, 1994

41. Husserl, Edmund: Filosofia ca ştiinţă riguroasă. Trad. de Alexandru Boboc, Bucureşti: Paideia, 1994

42. Jelinek, Elfriede: Pianista. Trad. de Nora Iuga, Bucureşti: Kriterion, 1994

43. Jung, C. G.: În lumea arhetipurilor. Trad. de Vasile Dem. Zamfirescu, Bucureşti: ?????, 1994

44. Kempis, Th. De: Urmarea lui Hristos, trad. D. C. Vişan, Malovăţ: Editura Parohiei Malovăţ, 1994

45. Mann, Thomas: Mario und der Zauberer. Povestiri. Trad. de Ion Roman, Bucureşti: Univers, 1994

46. Mann, Thomas: Muntele vrăjit, trad. Petru Manoliu, Bucureşti: RAO; 1994

47. Nietzsche, Fr.: Noi, filologii, trad. Vasile Muscă, Cluj-Napoca: Dacia, 1994

48. Nietzsche, Friedrich: Noi, filologii, trad. Vasile Muscă, Cluj-Napoca: Dacia, 1994

49. Zimmer, H.: Regele şi cadavrul, trad. Sorin Mărculescu, Bucureşti: Humanitas, 1994

1995

50. Adler, Alfred: Sensul vieţii. Trad., cuvânt înainte şi note de Leonard Gavriliu, Bucureşti: IRI, 1995

51. Ende, Michael: Povestea fără sfârşit. Roman, trad. de Yvette Davidescu, Bucureşti: Univers, 1995

52. Fontane, Theodor: Altfel în stele ţi-a fost scris (Schach von Wuthenow). Trad., prefaţă, tabel cron. şi note de Gabriela Danţiş, Bucureşti: Minerva (BPT), 1995

53. Freud, Sigmund: Omul cu şobolani. Trad. de Corneliu Irimia, Bucureşti: Trei, 1995

54. Hauff, Wilhelm: Basme, trad. Irina Vlad, Bucureşti: Europartner, 1995

55. Hegel, G. W. F.: Fenomenologia spiritului. Trad. de Virgil Bogdan, Bucureşti: IRI, 1995

56. Heidegger, : Timp şi fiinţă. Trad. de Dorin Tilinca şi Mircea Arman, Bucureşti: Jurnalul Literar, 1995

57. Heitmann, Klaus: Imaginea românilor în spaţiul lingvistic german. 1775-1918, trad. de Dumitru Hâncu, Bucureşti: Univers, 1995

58. Hesse, Hermann: Narcis şi Gură-de-Aur, trad. Ivan Deneş, Bucureşti: Rao, 1995

59. Kant, Immanuel: Critica raţiunii practice. Întemeierea metafizicii moravurilor. Trad., studiu introductiv, notă şi indice de nume proprii de Nicolae Bagdazar, Bucureşti: IRI, 1995

60. Kant, Immanuel: Critica raţiunii pure. Trad. de Nicolae Bagdazar şi Elena Moisiuc, Bucureşti: IRI, 1995

61. Mann, Thomas: Doctor Faustus, trad. Eugen Barbu şi Andrei Ion Deleanu, Bucureşti: RAO, 1995

62. Marx, Karl: Insemnari despre români: manuscrise inedite, Iaşi: Moldova, 1995

63. Müller, Herta: Încă de pe atunci vulpea era vânătorul, trad. Nora Iuga, prefaţă şi note biobliografice de Gerhardt Csejka, Bucureşti:Univers, 1995

64. Musil, R.: Omul fără însuşiri, trad. Mircea Ivănescu, Bucureşti: Univers, 1995

65. Musil, R.: Omul fără însuşiri, trad. Mircea Ivănescu, prefaţă de Ion Ianoşi, Bucureşti: Univers, 1995

66. Novalis: Între veghe şi vis: fragmente romantice, trad. Viorica Nişcov, Bucureşti: Univers, 1995

67. Schelling, F. W. J.: Bruno sau despre principiul divin şi principiul natural al lucrurilor. Trad., cuvînt introductiv şi note de Vasile Muscă, Bucureşti: Humanitas, 1995

68. Schlesak, Dieter: Zile acasă. Trad. şi prefaţă de Victor Scoradeţ, Buccureşti: Editura Fundaţiei Culturale Române, 1995

69. Schopenhauer, Arthur: Scrieri despre filosofie şi religie. Trad. de Anca Rădulescu, Bucureşti: Humanitas, 1995

1996

70. Adler, Alfred: Cunoaşterea omului. Trad. de Leonard Gavriliu, Bucureşti: IRI, 1996

71. Bergel, Hans: Întoarcerea lui Ulisse. Un poem de Radu Gyr şi opt eseuri de Hans Bergel. Trad. de Mariana Lăzărescu, prefaţă de Peter Motzan, Braşov; Arania, 1996

72. Goethe, J. W. von: Faust 1 şi 2, trad. Ştefan Augustin Doinaş, Bucureşti: Grai şi Suflet - Cultura Naţională, 1996

73. Heine, Heinrich: Contribuţii la istoria religiei şi a filozofiei în Germania. Trad. şi note Jeanina Ianoşi. Prefaţă de Ion Ianoşi, Bucureşti: Humanitas, 1996

74. Jaspers, Karl: Oameni de însemnătate crucială (Socrate, Buda, Confucius, Iisus). Trad. de Alex. Al. Şahighian, Bucureşti: Paideia, 1996

75. Jung, C. G.: Amintiri, vise, reflecţii. Trad. de Daniela Ştefănescu, Bucureşti: Humanitas, 1996

76. Jung, C. G.: Psihologie şi alchimie, vol. I, II. Trad. de Tr. Maria Magdalena Anghelescu, Bucureşti: Teora, 1966

77. Kafka, Franz: Opere complete, vol. I-II: Proză scurtă. Trad. şi note de Mircea Ivănescu, Bucureşti: Univers, 1996

78. Leibniz, G. W.: Disertaţie metafizică. Trad. de Constantin Floru, Bucureşti: Humanitas, 1996

79. Lessing, G. E.: Educarea speciei umane, trad. Alexandru Al. Şahighian, Bucureşti: Paideia, 1996

80. Lessing, G. E.: Ernst şi Falk; Educarea speciei umane, trad. Alexandru Şahighian, Bucureşti: Paideia, 1996

81. Novalis: Cântece religioase. Creştinătatea sau Europa. Trad. de Ioan Constantinescu, Iaşi: Editura Institutului European, 1996

82. Ransmayr, Christoph: Ultima lume. Roman, trad. şi postfaţă de Mircea Ivănescu, Bucureşti: Univers, 1996

83. Rebreanu, Mircea: Optimismul nostru, trad. Tiberiu Arsenovici, Bucureşti: Univers, 1996

84. Söllner, Werner: Somnul toboşarului, trad. Grete Tartler, Bucureşti: Editura Fundaţiei Culturale Române, 1996

85. Steiner, Rudolf: Macrocosmos şi microcosmos. Întrebări referitoare la suflet, viaţă şi spirit. Unsprezece conferinţe din 1910. Trad. de Aurelia Mihalache, Bucureşti: Univers Enciclopedic, 1996

86. Zweig, S.: Tolstoi; Nietzsche, trad. Eugen Relgis, Bucureşti: Editura Ştiinţifică, 1996

1997

87. Grass, Günter: Toba de tinichea, trad. Nora Iuga, Bucuresti, Univers, 1997

88. Grass, Günter: Toba de tinichea, trad. şi prefaţă de Nora Iuga, Bucuresti, Univers, 1997

89. Jung, C. G.: Imaginea omului şi imaginea lui Dumnezeu. Bucureşti: Teora, 1997

90. Jung, C. G.: Tipuri psihologice. Trad. de Viorica Nişcov, Bucureşti: Humanitas, 1997

91. Jung, C. G: Personalitate şi transfer. Trad. de Gabriel Kohn, Bucureşti: Teora, 1997

92. Junger, Ernst: Jurnale pariziene, trad. Viorica Nişcov, Bucureşti: Humanitas, 1997

93. Keyserling, H.: Jurnalul de călătorie al unui filozof: India, trad. Victor Durnea, Iaşi: Institutul European, 1997

94. Krauss, Wolfgang: Urmele paradisului. Despre idealuri. Trad. de Gheorghe Nicolaescu, Bucureşti: Editura Fundaţiei Culturale Române, 1997

95. Leibniz, G. W.: Eseuri de teodicee. Asupra bunătăţii lui Dumnezeu, a libertăţii omului şi a originii răului. Trad. de Diana Morăraşu şi Ingrid Ilinca, Iaşi: Polirom, 1997

96. Mann, Thomas: Casa Buddenbrook, trad. Ion Chinezu, Bucureşti: RAO, 1997

97. Müller, Herta: Animalul inimii, trad. Nora Iuga, Bucureşti: Univers, 1997

98. Müller, Herta: Încă de pe atunci vulpea era vânătorul, trad. Nora Iuga, Bucureşti:Univers, 1995

99. Nietzsche, Friedrich: Aşa grăit-a Zarathustra: o carte pentru toţi şi nici unul, trad. Nora Iuga, Bucureşti: Univers, 1997

100. Scheffer, Robert: Orient regal: cinci ani la Curtea României, trad. Rodica Pânzaru, Bucureşti: Saeculum, 1997

101. Schopenhauer, A.: Aforisme asupra înţelepciunii în viaţă, trad. Titu Maiorescu, Bucureşti: Saeculum, 1997

102. Tepl, J. von: Plugarul şi moartea, trad. din Mhd. Marin Tarangul şi Emmerich Schaeffer, Bucureşti: Humanitas, 1997

103. Wischenbart, Rüdiger: Frica lui Canetti. Trad. de Ana Stanca Tăbăraşi, pref. De Al. Duţu, Bucureşti: Univers, 1997

1998

104. Adorno, Theodor: Minima Moralia. Trad. de Andrei Corbea-Hoiºie, Bucureşti: Univers, 1998

105. Bergel, Hans: Când vin vulturii, trad. George Guţu, Bucureşti: Editura Fundaţiei Culturale Române, 1998

106. Buth, Matthias: Liniştea de după lovitura de secure. Poezii – Die Ruhe nach dem Axthieb. Gedichte, trad. de Geirge Guţu, pref. De Peter Motzan, Bucureşti: Editura Fundaţiei Culturale Române, 1998

107. Enzensberger, H. M.: Filantropul: Comedie în patru acte, trad. Victor Scoradeţ, Bucureşti: ed. All, 1998

108. Göbbels Hermann: Jurnal: 28 februarie - 10 aprilie 1945, trad. Dragoş Nedelescu, Ploieºti: Elit, 1998

109. Goethe, J. W.: Opere 8. Poeme în proză. Trad. de Iulia Murnu, Laura Dragomirescu, Grete Tartler. Prefaţă şi note de Jean Livescu, Bucureşti: Univers, 1990

110. Habermas, Jürgen: Sfera publică şi transformarea ei structurală. Trad. de Janina Ianoşi, Bucureşti: Univers, 1998

111. Handke, Peter: Scurtă scrisoare pentru o lungă despărţire. Roman, trad. şi prefaţă de Mariana Lăzărescu, Bucureşti: Univers, 1998

112. Heinze, U.: Vinovată de asasinat, trad. Micaela Ghiţescu, Bucureşti: Univers, 1998

113. Hocke, Gustav René: Maniersimul în literatură.Trad. de Herta Spuhn, prefaţă de Nicolae Balotă, Bucureşti: Univers, 1998

114. Kafka, Franz: Opere complete, vol. III: Jurnal. Trad. şi note de Mircea Ivănescu, Bucureşti: Univers, 1998

115. Kafka, Franz: Opere complete, vol. III: Jurnal. Trad. şi note de Mircea Ivănescu, Bucureşti: Univers, 1998

116. Kafka, Franz: Opere complete, vol. IV: Scrisori. Trad. şi note de Mircea Ivănescu, Bucureşti: Univers, 1998

117. Ransmayr, Christoph: Morbus Kitahara. Roman, trad. şi prefaţă de Grete Tartler, Bucureşti: Univers, 1998

118. Reschika, Richard: Introducere în opera lui Emil Cioran, trad. Viorica Nişcov, Bucureşti: Saeculum, 1998

119. Roth, J: Marşul lui Radetzky; Cripta Habsburgilor, 1. trad. I. Cassian Mătăsaru, 2. trad. Hertha Perez şi Mihai Ursachi, Bucureşti: Univers, 1998

120. Schlesak, D.: Revolta morţilor, trad. Victor Scoradeţ, Bucureşti: All, 1998

121. Simmel, Georg: Cultura filozofică: despre aventură, sexe şi criza modernului, trad. Nicolae Stoian şi Magdalena Popescu Marin, Bucureşti: Humanitas, 1998

122. Skorzeni, Oto: Misiuni secrete: Comando SS, trad. Maria Radu, Ploieşti: Elit-Comentator, 1998

123. Trakl, Georg: Gedichte / Poezii, trad. şi prefaţă de Petre Stoica, Bucureşti: Univers, 1998

124. Wagner, Richard: Viena, Banat (Die Muren von Wien). Roman, trad. de stud. De la Univ. de vest Timişoara, coordonare şi prefaţă de Wolfgang Schaller, Bucureşti: Univers, 1998

Sammelband

125. Stănescu, M. (ed.şi tr.): Poeţi străini în româneşte: antologie de versuri din lirica universală, Bucureşti: Destine, 1994

 


 

Anlage 2a


Übersetzungen von Werken rumäniendeutscher Autoren:


1994

1. Bergel, Hans: Dans în lanţuri. Trad. de George Guţu, Braşov: Arania, 1994

2. Celan, P.: Nisipul din urne, trad. A. I. Şurlea, Craiova: Scrisul Românesc, 1994

1995

3. Müller, Herta: Încă de pe atunci vulpea era vânătorul, trad. Nora Iuga, prefaţă şi note biobliografice de Gerhardt Csejka, Bucureşti:Univers, 1995

4. Schlesak, Dieter: Zile acasă. Trad. şi prefaţă de Victor Scoradeţ, Bucureşti: Editura Fundaţiei Culturale Române, 1995

1996

5. Bergel, Hans: Întoarcerea lui Ulisse. Un poem de Radu Gyr şi opt eseuri de Hans Bergel. Trad. de Mariana Lăzărescu, prefaţă de Peter Motzan, Braşov; Arania, 1996

6. Söllner, Werner: Somnul toboşarului, trad. Grete Tartler, Bucureşti: Editura Fundaţiei Culturale Române, 1996

1997

7. Müller, Herta: Animalul inimii, trad. Nora Iuga, Bucureşti: Univers, 1997

8. Müller, Herta: Încă de pe atunci vulpea era vânătorul, trad. Nora Iuga, Bucureşti:Univers, 1995

1998

9. Bergel, Hans: Când vin vulturii, trad. George Guţu, Bucureşti: Editura Fundaţiei Culturale Române, 1998

10. Buth, Matthias: Liniştea de după lovitura de secure. Poezii – Die Ruhe nach dem Axthieb. Gedichte, trad. de George Guţu, pref. de Peter Motzan, Bucureşti: Editura Fundaţiei Culturale Române, 1998

11. Reschika, Richard: Introducere în opera lui Emil Cioran, trad. Viorica Nişcov, Bucureşti: Saeculum, 1998

12. Schlesak, D.: Revolta morţilor, trad. Victor Scoradeţ, Bucureşti: All, 1998

13. Wagner, Richard: Viena, Banat (Die Muren von Wien). Roman, trad. de stud. de la Univ. de Vest Timişoara, coordonare şi prefaţă de Wolfgang Schaller, Bucureşti: Univers, 1998

 




Stand aller Anlagen: Oktober 1998
Zusammengestellt von George Guţu
unter Mitarbeit von Patricia Draga Sanda, Mihai Draganovici, Alexandru Popa und Radu-Mihai Alexe.

 


 

ANMERKUNGEN:
 

(1) Zigu Ornea: În spaţiul germanic. In: România Literară (fortan als RL angeführt), 1, 10.-16. Jan. 1996, S. 6.

(2) Klaus Heitmann: Imaginea românilor în spaţiul lingvistic german 1775-1918. În româneşte şi introducere de Dumitru Frâncu, Editura Fundaţiei Culturale Române, Bucureşti 1996. (Besprechung von Grete Tartler in: RL, 41, 18.-24. Okt. 1995, S. 13.)

(3) Ion Bogdan Lefter: Imaginea germanului în civilizaţia românească şi în literatura română. In: RL, 42, 25.-31. Okt. 1995, S. 15.

(4) Ion Pillat: Rassengeist und völkische Tradition in der neuen rumänischen Dichtung. Mit Nachdichtungen von Fritz Thunn. Hg. v. Ernst Gamillscheg. Gronau, Jena und Leipzig 1939, S. 4. Fritz Thunn war eigentlich der Dichter Moses Rosenkranz (geb. 1904), dem Pillat sehr behilflich gewesen war und der zeitbedingt nicht mit seinem eigenen Namen genannt werden konnte.

(5) Alles aus: Karl Kurt Klein, Deutsch-rumänische Literaturbeziehungen, Heidelberg 1929.

(6) Zur Situation des Auslandsgermanisten siehe auch Michailow, Zum heutigen Stand der Germanistik in Rußland. Ein vorläufiger Bericht, in: Germanistik in Mittel- und Osteuropa. 1945-1992. Hg. v. Christoph König, de Gruyter, Berlin / New York 1995, S. 185f. Besprechung des Bandes durch George Guţu in: Zeitschrift der Germanisten Rumäniens, 1-2 (9-10) / 1996, S. 229f.

(7) Andrei Pleşu, Intelectualii români şi Europa (Die rumänschen Intellektuellen und Europa). In: Luceafărul (fortan als L angeführt), 24, 19. Juli 1995, S. 12.

(8) Vorliegende Arbeit soll den Grundstein für eine erschöpfende Erforschung dieses Themas in den 90er Jahren legen, die von einem Team von Germanisten der Bukarester Universität in Angriff genommen wurde. Angesichts des mangelnden Dokumentationsinstrumentariums zu dieser Zeitspanne in Rumänien würde die Veröffentlichung der von diesem Team ausgearbeiteten Materialien in Buchform die Grundlage für eine jede Beschäftigung mit diesem thematischen Gegenstand bilden. Einen ersten Schritt wurde bereits getan durch die Anlagen 1, 2 und 2a: Übersetzungen aus dem Deutschen ins Rumänische – seit 1990 bis zur Gegenwart – Chronologische Übersicht bzw. Übersetzungen aus dem Deutschen ins Rumänische – seit 1990 bis zur Gegenwart – Alphabetische Übersicht und Übersetzungen von Werken rumäniendeutscher Autoren. Zusammengestellt von George Guţu unter Mitarbeit von Patricia Draga Sanda, Mihai Draganovici, Alexandru Popa und Radu-Mihai Alexe.

(9) An einigen von unseren eigenen Beiträgen werden relevante Forschungsrichtungen sichtbar wie: a) die Rezeption Rilkes in unserem Land; die Anregungen des “Torquato Tasso” von Goethe auf Eminescu; die Rezeption der DDR-Literatur der 60er und 70er Jahre in Rumänien; b) die geistig-kulturellen Interferenzen zwischen dem Frühwerk Paul Celans und der rumäniendeutschen sowie rumänischen Literatur; die vermittelnde und Mentortätigkeit Alfred Margul-Sperbers im Rahmen des sogenannten “Bukowiner Dichterkreises” (Paul Celan, Alfred Kittner, Rose Ausländer, Moses Rosenkranz, Alfred Margul-Sperber etc.); die kulturvermittelnde und übersetzerische Tätigkeit Georg von Drozdowskis; c) die Rezeption der rumänischen Literatur der Avantgarde im deustchsprachigen Raum.

(10) Abschied von Siebenbürgen. Ein Gespräch mit Dieter Schlesak. Interview von Stefan Sienerth. In: SOVB, 3, 1994, S. 205.

(11) “Von der Suche nach einem Ort”. Franz Hodjak im Gespräch mit Stefan Sienerth. In: SOVB, 1, 1996, S. 15. Siehe dazu auch Werner Söllners Ausführungen in “Man hat stillschweigend akzeptiert, daß es uns gibt”. W.S. im Gespräch mit Stefan Sienerth. In: SOVB, 3, 1996, S. 172.

(12) Interessante Beobachtungen lassen sich anstellen, wenn man die Jahrgänge der jeweiligen Zeitschriften überblickt. So stellt man fest, daß etwa die letzten zwei angeführten Publikationen nach 1990 recht wenige Beiträge zur deutschen Literatur veröffentlichten, was gewiß mit der Tatsache zusammenhängt, daß sich ihre Leiter mehr für den romanischen und angelsächsischen Bereich interessierten. Wenige Ausnahmen, die auch in unseren Ausführungen mitberücksichtigt wurden, bestätigen diese Feststellung.

(13) Romaniţa Constantinescu, Andreea Deciu: Hans Robert Jauß in Bukarest. In: RL, 19, 27. Mai – 3. Juni 1992, S. 21.

(14) Ebd.

(15) Nicolae Manolescu: Traducerile fac o literatură. In: RL, 42, 23.-29. Okt. 1996, S. 1.

(16) Nicolae Manolescu: Traduceri şi traducători. In: RL, 39, 1.-7. Okt. 1997, S. 1.

(17) Mircea Eliade: Der verbotene Wald. Roman. Aus dem Rumän. von Gerhardt Csejka. Mit einem Nachwort von Wolfgang Geiger. Insel Verlag, Frankfurt am Main, 1994; Ştefan Bănulescu: Ein Schneesturm aus anderer Zeit. Erzählungen. Aus dem Rumän. V. Veronika Riedel. Nachwort von Ernest Wichner. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1994; Ana Blandiana: EngelErnte. Gedichte. Rumän. und Deutsch. Auswahl und Übersetzung v. Franz Hodjak. Nachwort v. Peter Motzan. Amman Verlag, Zürich 1994; Mircea Dinescu: Ein Maulkorb fürs Gras. Gedichte. Rumän. und Deutsch. Ausgewählt und übersetzt von Werner Söllner. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt pe Main 21994; Streiflicht. Eine Auswahl zeitgenössischer rumänischer Lyrik. Hg. v. Simone Reicherts-Schenk. Ins Deutsche übertragen von Christian W. Schenk. Dionysos Literatur- und Theaterverlag.Kastellaun 1994.

(18) Mircea M. Pop: Literatura română contemporană în Germania – 1994. In: RL, 26, 5.-11. Juli 1995, S. 11.

(19) Siehe Anhang 1!

(20) “Förderndanregend möchte ich gerne bleiben”. Gerhardt Csejka im Gespräch mit Stefan Sienerth. In: SOVB, 1, 1998, S. 10f.

(21) Von den von Csejka übersetzten Werken seien an dieser Stelle einige genannt: Erkundungen II. 33 rumänische Erzähler. Berlin: Volk und Welt, 1985; Norman Manea: Roboterbiographie. Göttingen: Steidl, 1987; Norman Manea: Trennwand. Götingen: Steidl, 1992 Mircea Eliade: Der verbotene Wald. Roman. Mit einem Nachwort von Wolfgang Geiger. Frankfurt am Main: Insel Verlag, 1994; Mircea Cărtărescu: Nostalgia. Roman. Berlin: Volk & Welt, 1997.

(22) Ebd., S. 12.

(23) Peter Motzan: “Streiflicht”. Eine Auswahl zeitgenössischer rumänischer Lyrik. Hrsg. v. Simone Reicherts-Schenk. Ins Deutsche übertragen von Christian W. Schenk. Kastellaun: Dionysos 1994. In: SOVB, 3, 1996, S. 247. (Siehe auch Anm. 17!)

(24) Nuvelele lui Ştefan Bănulescu în Franţa şi Germania. In: RL, 7, 21.-27. Febr. 1996, S. 8.

(25) Ştefan Bănulescu: Verspätetes Echo. Prosa. Aus dem Rumänischen von Oskar Pastior und Ernest Wichner, Literarisches Kolloquium, Berlin 1984.

(26) Michael Astner: Zu Stefan Bănulescu, Ein Schneesturm aus anderer Zeit. Erzählungen. Aus dem Rumänischen von Veronika Riedel, Oskar Pastior und Ernest Wichner. Nachwort von Ernest Wichner. Frank-furt am Main: Suhrkamp 1994. In: SOVB, 4, 1994, S. 351.

(27) “Meine Bockigkeit, mich skrupulös als Sprache zu verhalten”. Oskar Pastior im Gespräch mit Stefan Sienerth. In: SOVB, 4, 1996, S. 262.

(28) Peter Motzan: “Außenseiter in beiden Systemen”. Bruchstücke einer tragisch-dramatischen Konfession: die Essays des rumänischen Erzählers Norman Manea. In: SOKW, 3, 1998, S. 236.

(29) Hans Bergel: Östliche Gesichter und Gesichte in Leipzig. Die Buchmesse 1998: Länderschwerpunkt Rumänien. In: SOVB, 2, 1998, S. 136.

(30) So Frank Schirrmacher in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Magazin, 16. März 1990.

(31) Mircea Dinescu: Exil im Pfefferkorn. Auswahl und Übersetzung Werner Söllner. Frankfurt am Main: Suhrkamp Taschenbuch-Verlag, 1989.

(32) Mircea Dinescu: Ein Maulkorb fürs Gras. Gedichte. Rumänisch – deutsch. Auswahl und Übersetzung Werner Söllner. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch-Verlag, 1994.

(33) RL, 1, 6. Jan. 1990, S. 15.

(34) SOVB, 1990, S. 174f.

(35) Mircea Dinescu: Dichter und Bürgerrechtler. Neue Gedichte, Dokumente, Analysen. Aus dem Rumänischen von Ioan Constantinescu, Augsburg: Wiessner, 21992.

(36) Peter Motzan, in: SOVB, 3,1993, S. 211.

(37) M. M. Pop: “O botniţă pentru iarbă” la a doua edi-ţie. In: L, 28, 14. Dez. 1994, S. 22.

(38) Ana Blandiana: Kopie eines Alptraums. Erzählungen. Aus dem Rumänischen von Veronika Riedel Göttingen: Steidl Verlag, 1990.

(39) Ana Blandiana: Gedichte. Aus dem Rumänischen von Franz Hodjak. Zürich: Amman Verlag, 1993.

(40) Ana Blandiana: Die Applausmaschine. Roman. Aus dem Rumänischen von Ernest Wichner. Göttingen: Steidl 1993.

(41) Eva Behring: “Es ist der Augenblick des Eintritts in den Kampf…” Der erste Roman der rumänischen Schriftstellerin Ana Blandiana in einer verstümmelten deutschen Fassung. In: SOVB, 2, 1994, S. 114 bzw. 116.

(42) Ana Blandiana: EngelErnte. Aus dem Rumänischen von Franz Hodjak. Zürich: Amman, 1994.

(43) In: SOVB, 3,1993, S. 208-210 bzw. 210-212.

(44) Mircea Eliade: Der Versucher und die Schlange. Aus dem Rumänischen von Günther Spaltmann. Frei-burg u.a.: Herder, 1990.

(45) Mircea Eliade: Auf der Mantuleasa-Straße. Aus dem Rumänischen von Edith Horrowitz-Silbermann. Frankfurt am Main: Suhrkamp Taschenbuch-Verlag, 1991.

(46) Mircea Eliade: 1. Die drei Grazien. Aus dem Rumänischen von Edith Silbermann. Frankfurt am Main: Suhrkamp Taschenbuch-Verlag, 21993; 2. Die Hoouligans. Aus dem Rumänischen von Richard Reschika. Freiburg: Herder, 1993; 3. Der verbotene Wald. Frankfurt am Main: Insel, 1993.

(47) Mircea Eliade: Der besessene Bibliothekar. Roman. Aus dem Rumänischen von Richard Reschika. Frankfurt am Main: Insel, 1995.

(48) Edith Ottschofski, Besprechung in: SOVB, 2,1996, S. 144.

(49) Mircea Eliade: Indisches Tagebuch. Reisenotizen 1928-1931. Hrsg., aus dem Rumänischen übersetzt und mit einem Nachwort von Edward Kanterian. München: Diderichs, 1996.

(50) Besprechung von Richard Reschika in: SOVB, 2, 1997, S. 196.

(51) Richard Reschika: Mircea Eliade zur Einführung. Hamburg: Junius, 1997.

(52) Matei Chihaia: Besprechung in: SOVB, 2, 1998, S. 180.

(53) Emile M. Cioran: 1. Gedankendämmerung. Frankfurt am Main; Suhrkamp, 1993; 2. Das Buch der Täuschungen. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 21994.

(54) Richard Reschika: E. M. Cioran zur Einführung. Hamburg: Junius, 1995.

(55) Mircea M. Pop: Cioran în Germania. In: RL, 7, 21.-27. Febr. 1996, S. 14.

(56) E. M. Cioran: Leidenschaftlicher Leitfaden. Aus dem Rumänischen übersetzt und mit einer Nachbe-merkung versehen von Ferdinand Leopold. Frankfurt am Main; Suhrkamp, 1996.

(57) Peter Motzan: Am Scheideweg. E. M. Ciorans letzte rumänische Schrift und ihre Vorgeschichte. In: SOVB, 2, 1997, S. 159.

(58) Horst Fassel: Lenau und Eminescu. Die Leistungsmöglichkeit eines Vergleichs. In: SOVB, 4, 1989, S. 271-277.

(59) Dieter Roth: Mihai Eminescu deutsch. Kritischer Blick auf ein Jahrhundert übersetzerischer Rezeption. In: SOVB, 1, 1992, S. 33-43.

(60) Joachim-Peter Storfa: Die politischen Schriften des Mihai Eminescu. Wien: Universitätsverlag, 1995. Besprechung von Eva Behring in: SOVB, 2, 1997, S. 187f.

(61) Mihai Eminescu 1889-1989. Nationale Werte – internationale Geltung. Hrsg. V. Ioan Constantinescu. München: Südostdeutsches Kulturwerk, 1991. Besprechungen durch Eva Behring, in: SOVB, 4,1992, S. 350, und George Guţu in: Zeitschrift der Germanisten Rumäniens, 2, 1992, S. 118f.

(62) Tudor Arghezi: Der Friedhof. Aus dem Rumänischen von Roland Erb. Frankfurt am Main: Eichborn, 1991.

(63) Tudor Arghezi: Schwere Stunde. In: SOVB, 4,1991, S. 291f.; Tudor Arghezi: Der Friedhof. Roman. Aus dem Rumänischen von Roland Erb. Frankfurt am Main: Eichborn, 1991.

(64) Lucian Blaga: Gedanken und Gedankensplitter. “Mit dem Glück wird die Tragödie geboren”. Aus dem Rumänischen von Roland Albert. In: SOVB, 2, 1992, S. 120-123.

(65) Mircea Vaida-Voevod: Lucian Blaga. Ein rumänischer Dichter und die deutsche Literatur. Aus dem Rumänischen von Erika Scharf. Hildesheim-Zürich-New York: Olms, 1992.

(66) Eva Behring, Besprechung in: SOVB, 4, 1993, S. 356.

(67) Vasile Voiculescu: Magische Liebe. Aus dem Rumänischen von Wolf Aichelburg. Berlin: Rütten & Loening, 1990 (1. Auflage Bukarest: Kriterion, 1970).

(68) Marin Sorescu: 1. Noah, ich will dir was sagen. Übersetzung von Oskar Pastior. Frankfurt am Main: Insel, 1975; 2. Der Fakir als Anfänger. Gedichte und Ansichten. Übersetzung von Oskar Pastior. München: Hanser, 1992.

(69) M. Blecher: Aus der unmittelbaren Wirklichkeit. Aus dem Rumänischen von Ernest Wichner. Berlin: Edition Plasma, 1990.

(70) Ion P. Reteganul: Stan Bolovan zähmt den Drachen. Ein rumänisches Märchen, neu erzählt von Dorothea Amberg. Stuttgart: Freies Geistesleben, 1992.

(71) Peter Motzan: N. Steinhard – homme de lettres und homo religiosus. Gefängnis als Stätte geistiger Initiation. In: SOVB, 2, 1992, S. 114-116; N. Steinhardt: Aus “Tagebuch eines Glücklichen”. Aus dem Rumänischen von Peter Motzan. In: ebd., S. 117-120.

(72) Peter Motzan, Besprechung zu Andrei Pleşu: Reflexion und Leidenschaft… (siehe Anm. 72!). In: SOVB, 2, 1994, S. 167.

(73) Andrei Pleşu: Reflexion und Leidenschaft. Elemente einer Ethik des Intervalls. Aus dem Rumänischen von Gudrun Gutt. Wien: Deuticke, 1993.

(74) Alexandru Papilian: Fliegen unterm Glas. Roman. Aus dem Rumänischen von Georg Aescht. Frankfurt am Main: dipa, 1992.

(75) Edith Ottschofski, Besprechung in: SOVB, 2,1994, S. 170.

(76) Radu Gyr: Die Heimkehr des Odysseus. Aus dem Rumänischen von Hans Bergel. In: SOVB, 4, 1994, S. 309f.

(77) Hans Bergel: Radu Gyr und die heroische Melancholie des Südostens. Wiederbegegnung mit einem Gedicht. In: ebd., S. 308.

(78) Peter Motzan: s. Anm. 28! Vor 1989 erschienen bereits: Norman Manea: 1. Roboter-Biographie und andere Erzählungen. Aus dem Rumänischen von Gerhardt Csejka, Dieter Schlesak und Ernest Wichner. Mit einem Nachwort von Dieter Schlesak. Göttingen: Steidl, 1987; 2. Fenster zur Arbeiterklasse. Aus dem Rumänischen von Paul Schuster. Göttingen, Steidl, 1989.

(79) Norman Manea: 1. Der Trenchcoat. Aus dem Rumänischen von Ernest Wichner. Göttingen: Steidl, 1990; 2. Training fürs Paradies. Aus dem Rumänis-chen von Ernest Wichner. Göttingen: Steidl, 1990.

(80) So z.B. Norman Manea: Trennwand. Aus dem Rumänischen von Gerhardt Csejka. Göttingen: Steidl, 1992.

(81) Norman Manea: Der schwarze Briefumschlag. Roman. Aus dem Rumänischen von Paul Schuster. München: Hanser, 1995.

(82) Anke Pfeifer, Besprechung in: SOVB, 3, 1996, S. 246.

(83) Norman Manea: Über Clowns. Essays. Aus dem Rumänischen von Paul Schuster. München: Hanser, 1998.

(84) Peter Motzan: s. Anm. 28!

(85) Ebd.

(86) Matthias Buth: Aufbrüche und Annäherungen. Zur Eröffnung der Ausstellung “Wortreiche Landschaft” in Leipzig. In: SOVB, 2, 1998, S. 132. Auch in : Zeitschrift der Germanisten Rumäniens, 1-2 (13-14) / 1998, S. 401f.

(87) Gellu Naum: 1. Zenobia. Roman. Nachwort von Max Blauelich. Aus dem Rumänischen von Georg Aescht. Klagenfurt-Salzburg: Wiesner, 1990; 2. Black Box. Poeme III. Aus dem Rumänischen von Oskar Pastior, Georg Aescht und Ernest Wichner. Klagenfurt-Salzburg: Wiesner, 1993; 3. Der Vorzug der Vertebrae. Bildpoem. Bibliophile Ausgabe. Aus dem Rumänischen von Ernest Wichner. Klagenfurt-Salzburg: Wiesner, 1994.

(88) Mircea Cărtărescu: Nostalgia. Roman. Aus dem Rumänischen von Gerhardt Csejka. Berlin: Volk & Welt, 1997.

(89) Markus Fischer: Besprechung in: SOVB, 1, 1998, S. 83. (Auch in: Zeitschrift der Germanisten Rumäniens, 1-2 (10-12), 1997, S. 321.)

(90) Ebd.

(91) Mircea Cărtărescu: Das Selbstbewußtsein eines …escu. Wider landläufige Mißverständnisse und Vorurteile. Die rumänische Gegenwartsliteratur. In: Frankfurter Rundschau, 25. März 1998.

(92) Carmen Francesca Banciu: Fenster in Flammen. Erzählungen. Aus dem Rumänischen von Ernest Wichner. Berlin: Rotbuch, 1992.

(93) Theodor Vasilache: Gegenschauspiel / Spectacol împotrivă. Gedichte / Poeme. Aus dem Rumänischen von Horst Samson. Bukarest: Kriterion, 1996. Besprechung von Herta Haupt-Cucuiu in: SOVB, 1, 1998, S. 84.

(94) Alexandru Vona: Die vermauerten Fenster. Roman. Aus dem Französischen unter Verwendung der rumänischen Urfassung von Georg Aescht. Berlin: Rowohlt, 1997. Besprechung von Edith Ottschofski in: SOVB, 1, 1998, S. 85.

(95) Virgil Mihaiu: esoterische splitter. Übersetzt und präsentiert von Peter Motzan. In: SOVB, 1, 1997, S. 18-22.

(96) Dan Dănilă: Gedichte. Nachdichtung aus dem Rumţnischen von Georg Scherg. In: SOVB, 2, 1997, S. 124-126.

(97) Paul Goma: 1. Ostinato. Roman. Aus dem Rumä-nischen von Marie Thérése Kerschbaumer, Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1971, 21973: 2. Die rote Messe. Köln: Thule, 1984; 3. Die Tür. Roman. Aus dem Rumänischen von Marie Thérése Kerschbaumer. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1972.

(98) Julia Schiff: Besprechung zu M.S., Rătăcire. Roman. Bucureşti: Editura Fundaţiei Culturale Române, 1995. In: SOVB, 2, 1996, S. 145f.

(99) Stefana Sabin (Hrsg.): Rumänien erzählt. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch-Verlag, 1991.

(100) *** Herkunft Rumänien. “Freunde, wundert euch schleunigst”. Eggingen: Edition Isele, 1993.

(101) Eva Behring: Rumänische Literaturgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. Konstanz: Universitätsverlag, 1994.

(102) Ovid S. Crohmălniceanu: Istoria literaturii române văzută cu un ochi străin. In: RL, 47, 7.-13. Dez. 1994, S. 15.

(103) Ion Negoiţescu: De la Dosoftei la Ştefan Aug. Doinaş. O antologie a poeziei române. Cluj-Napoca: Dacia, 1997; Nicolae Manolescu: Poezie română modernă, 1998; Laurenţiu Ulici: Trei secole de poezie românească, 1997.

(104) Nora Iuga: Se poartă antologiile. In: L, 32, 16. Sept. 1998, S. 23.

(105) Hellmut Seiler: Politica micilor paşi. In: L, 34, 30. Sept. 1998, S. 22.

(106) Rodica Binder: 1. Preliminarii (Corespondenţă din Leipzig). In: RL, 12, 1.-7. Apr. 1998, S. 22; 2. Ieşirea în lume – România la Leipzig. In: RL, 14, 15.-21. Apr. 1998, S. 23.

(107) William Totok: Presa germană despre România. In: RL, 14, 15.-21. Apr. 1998, S. 22.

(108) Ebd.

(109) H. M. Enzensberger: 2 poeme. În româneşte de Helmut Britz şi Mircea Dinescu. In: RL, 11, 15. März 1990, S. 11.

(110) George Guţu: 1. Un “sunet fundamental” al poeziei contemporane. Hans Magnus Enzensberger. In: “Contrapunct”, 11, 1990, S. 16; 2. “Sunetul fundamental” al poeziei lui Hans Magnus Enzensberger. In: “Cronica” (Iaşi), 10-11, 1990, S. 8; Der Mensch und Dichter Hans Magnus Enzensberger). Präsentation im Bukarester “Goethe-Institut” aus Anlaß des Besuchs des deutschen Dichters, März 1990. Auch später wurde der Autor übersetzt und präsentiert, so in: L, 12, 29. März 1995, S. 21.

(111) Enzensberger, H. M.: Filantropul. Comedie în patru acte, trad. Victor Scoradeţ, Bucureşti: All, 1998.

(112) Schlesak, Dieter: Zile acasă. Trad. şi prefaţă de Victor Scoradeţ, Bucureşti: Editura Fundaţiei Culturale Române, 1995.

(113) Cu Dieter Schlesak: Explozia întârziată (Convorbire realizată de Cristian Teodorescu). In: RL, 15, 12. Apr. 1990, S. 20.

(114) Virgil Mihaiu: La Casa de Cultură a Germaniei la Bucureşti. Reuşit happening amical. In: RL, 3, 17. Jan. 1991, S. 23.

(115) Herta Müller: Bucla de pe frunte. Trad. şi prezentare de Nora Iuga. In: RL, 51, 19. Dez. 1991, S. 20.

(116) Herta Müller: Omul e mare fazan pe lumea asta. Trad. şi prezentare de Ioana Ieronim. In: RL, 5, 1. Febr. 1991, S. 20.

(117) Müller, Herta: Încă de pe atunci vulpea era vânătorul, trad. Nora Iuga, prefaţă şi note biobliografice de Gerhardt Csejka, Bucureşti:Univers, 1995; Müller, Herta: Animalul inimii, trad. Nora Iuga, Bucureşti: Univers, 1997.

(118) *** Fiica bilingvă a totalitarismului. In: RL, 30, 29. Jul. – 4. Aug. 1998, S. 23.

(119) Rodica Binder: Herta Müller – premiul IMPAC. In: RL, 3.-9. Juli 1998, S. 23.

(120) Virgil Mihaiu: Convorbire cu Klaus Hensel. “Ima-ginile nu sînt poeme”. In: RL, 19, 27. Mai – 3. Juni 1992, S. 22.

(121) Reiner Kunze: Nume conspirativ “Lirica”. O documentaäie de R. K. Trad. de Ida Alexandrescu, Bucureşti: Paideia, 1992.

(122) Romaniţa Constantinescu: Supapa sau cum să te menţii la putere. In: RL, 23, 12.-19. Aug. 1992, S. 20.

(123) Reiner Kunze: Poeme. Din vol. Drumuri gingaşe, 1969. In: RL, 23-24, 17.-23. Juni 1998, S. 41.

(124) Cristina Reiter-Popescu: O seară de lectură la Institutul Goethe – Richard Wagner. In: RL, 16, 29. Apr. – 4. Mai 1993, S. 22.

(125) Peter Motzan / Stefan Sienerth (Hg.): Worte als Gefahr und Gefährdung. Fünf deutsche Schriftsteller vor Gericht (15. September 1959 – Kronstadt/Rumänien). Zusammenhänge und Hintergründe, Selbstzeugnisse und Dokumente. München: Südost-deutsches Kulturwerk, 1994.

(126) Romaniţa Constantinescu: Vânătoare de vrăjitoare. In: RL, 20, 25.-31. Mai 1994, S. 20.

(127) Berichterstattung in: Zeitschrift der Germanisten Rumäniens, 1-2 (5-6), 1994, S. 9-24.

(128) Hans Bergel: Dans în lanţuri. Roman. Trad. de George Guţu, Braşov: Arania, 1994. Siehe dazu auch O. N.:_Buchpräsentation in Rumänien: “Dans în lanţuri”. In: SOVB, 4, 1994, S. 340f.

(129) Andrei Băleanu: Seară literară cu doi scriitori din Transilvania. In: L, 12, 24. Aug. 1994, S. 23.

(130) *** Scriitori germani în România. Fotografie de grup cu toamnă. In: RL, 40, 11.-17. Okt. 1995, S. 14f.

(131) Siehe Berichterstattung in: Zeitschrift der Germanisten Rumäniens, 1-2 (10-11), 1997, S. 11. Guţus Übersetzung "Când vin vulturii" erschien 1997 (Bucureşti: Editura Fundaţiei Culturale Române).

(132) Cîntece de la izvorul Dunării. 51 de poeţi germani contemporani. Antologie, traducere, studiu introductiv şi note bio-bibliografice de Mircea Vaida-Voevod. Cluj/Klausenburg: VV-Press, 1991.

(133) Besprechung des oben angegebenen Bandes in: SOVB, 1, 1992, S. 87f.

(134) Grete Tartler (ed.): Poezie germană contemporană. Selecţie, trad. note, comentarii şi postfaţă de G.T. Cluj-Napoca: Dacia, 1992; M. Stănescu: Poeţi străini în româneşte: Antologie de versuri din lirica universală. Bucureşti: Destine, 1994.

(135) Cornel Ungureanu: Epoca biedermeier un pic altfel. Zu Johann Nepomuk Preyer. In: L, 8, 8. März 1997, S. 11.

(136) Ludwig Tieck: Hanswurst als Emigrant / Hanswurst emigrant; Heinrich von Kleist: Über das Marionettentheater / Despre teatrul de marionete. Ediţie bilingvă. Traducere de Ioan Constantinescu. Colecţia Die Deutsche Bibliothek / Bibloteca Germană. Editura Junimea, Iaşi 1997.

(137) Eugenia Anca Rotescu: Recuperări. In: Contemporanul – Ideea europeană, 17, 23. Apr. 1998, S. 12.

(138) Präsentation und Übersetzung von Nora Iuga. In: RL, 2, 19.-25. Jan. 1994, S. 22.

(139) Ovidiu Hurduzeu: Noua identitate a omului occidental. In: RL, 37, 16.-22. Sept. 1998, S. 12 f.

(140) George Steiner: După Babel. Aspectele limbii şi traducerii. Trad. de Valentin Negoiţă şi Ştefan Avădanei. Bucureşti: Univers, 1983, S. 549.


 

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Zeitschrift der Germanisten Rumäniens, 8. Jg., Heft 1-2 (15-16) / 1999, S. 199-225

 

 

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