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Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) - www.ggr.ro

Zeitschrift der Germanisten Rumäniens, 13.-14. Jg., Heft 1-2 (25-26) / 2004, 1-2 (27-28) / 2005, S. 514-515

 

 
TAGUNGEN, SYMPOSIEN, KOLLOQUIEN, KURSE
 
"Goethes Schiller - Schillers Goethe". 

79. wissenschaftliche Konferenz und Hauptversammlung der Goethe-Gesellschaft in Weimar.

Weimar, 18. - 21. Mai 2005.

Bericht von der Sektion Q: „Zutrauliche Teilhabe“ – Goethe und Schiller in der Essayistik von Thomas Mann:

 


 

   Hat sich die Arbeitsgruppe P mit der meist kritisch-distanzierenden Aufnahme Goethes durch Heinrich Heine, Karl Gutzkow oder Ludwig Börne auseinandergesetzt, so untersuchte die Arbeitsgruppe Q die äußerst produktiv-aneignende, auf weiten Strecken sich mit dem Modell identifizierende Beschäftigung Thomas Manns mit kreatürlichen sowie schöpferisch-theoretischen Gedankengängen Goethes und Schillers. Somit wurde der Gegenstand der diesjährigen Konferenz – das geistige Weimarer Duumvirat – zu einem geistigen Triumvirat erweitert.

   Prof. Irmela von der Lühe referierte über die lebenslänglichen Reflexionen Thomas Manns über Leben und Werk der Weimarer Dioskuren, die als Projektionen, Imitationen oder Bewunderung gedeutet werden können. Thomas Manns Bezugnahme auf den einen oder den anderen Dichter gestaltet sich zu einer geistigen Annäherung und kreativen Aneignung von Schillers Wort- und Gedankenwelt. Meist unmarkierte Zitate und Eingeständnisse projektiver Zwänge lassen stets Treue zum Gegenstand und die Sehnsucht nach Selbststeigerung, nach Verobjektivierung der eigenen künstlerischen Existenz erkennen: „imitierende Selbstverkleinerung und bewundernde Selbstbestätigung“ charakterisieren diesen Selbsterläuterungsprozess.

   Der Frage, ob sich im Verhältnis Thomas Manns zu Schiller eher ein lebenslanges Missverständnis feststellen ließe, ging die Referentin bewußt nicht nach. Andererseits habe sie in den Essays Thomas Manns die Polyperspektivität der epischen Darstellungen seiner geistigen Auseinandersetzung mit beiden Autoren vermisst.

   Entsprechend dem Spruch Schillers: „Die Hemmung ist des Willens bester Freund“, der der kurzen Mannschen Erzählung „Schwere Stunde“ (1905) zugrunde liegt und sowohl Schiller als auch den Erzähler dem Gedanken Adalbert Stifters: „Ich bin kein Goethe, aber einer aus seiner Familie“ in die Nähe rücken läßt, kreisen Thomas Manns Relationierungen um die Antithese komparatistisch angelegter Konstellationen wie Goethe-Tolstoj und Schiller-Dostojewski, die den naiven bzw. sentimentalischen Dichtertypus modellhaft illustrieren sollen.

   Goethe-Reflexion ist bei Thomas Mann stets mit Schillerschen ästhetischen Überlegungen verfrachtet. Goethe werde von Thomas Mann für den eigenen politischen Wandlungsprozess instrumentalisiert und gelte somit paradigmatisch als Mensch in Dichtergestalt.

   Der Selbstverständigungsprozess Thomas Manns entwickelt sich vom Unpolitischen zu Beginn seines Jahrhunderts bis zu der Einsicht in die Verantwortung des Schriftstellers kurz vor seinem Tode: in jeder geistigen Haltung verberge sich auch eine politische. Aus der gegensätzlichen Dualität ist somit eine in sich stimmige Konkordanz geworden.

   Von Thomas Manns anfänglicher Begeisterung für Schillers leidendes Heldentum, für den Künstler als Schmerzensmann bis zu der Mannschen Widmung: „Seinem Andenken in Liebe“ im Sterbejahr 1955 mischen sich bewunderndes Selbstverständnis, Pathosbereitschaft sowie verehrende Instrumentalisierung mit deutlichen Zügen von Eigenrepräsentanz. Kunst und Lebenskunst schmelzen bei Thomas Mann schließlich zusammen in der widersprüchlich-polyvalenten Zusammenführung literaturgeschichtlicher Modelle und eigenspezifischer Weltaneignungsprozesse.

   Die an Stelle von Ndiaga Gaye aus Dakar eingesprungene Moskauer Komparatistin Galina Yakuschewa nahm in ihrem sprachlich leider recht schwer wahrnehm- und aperzepierbaren Koreferat Bezug auf Thomas Manns Essay aus dem Jahre 1955 „Versuch über Schiller“, hob dabei die daraus abzulesende männliche Identität beider Autoren hervor und wies auf die 1880 gehaltene Puschkin-Rede Dostojewskis hin, der den Spruch „Schönheit rettet die Welt“ hinterfragt haben soll.

   Es wäre für die Konferenzveranstalter eine Überlegung wert zu prüfen, inwiefern bei Ausfall von Koreferenten nicht lieber die Zeit des Hauptreferats und der sich daran anschließenden Diskussion ausgedehnt werden sollte, als Einschübe oft nicht darauf eingestellter, demzufolge dem Konferenzniveau in sehr fragwürdigem Maße Genüge leistender Beiträge zuzulassen, die nicht selten schon wegen mangelnder Sprachkenntnisse ihre Forschungsergebnisse nicht angemessen zu artikulieren vermögen.

   In der Diskussion wurden Gedankengänge der angegangenen Thematik durch weitere Aspekte grundsätzlich bestätigt oder teils kontrovers ergänzt. Dadurch wurde die Lebensbürgerlichkeit des geistigen Triumvirats Goethe-Schiller-Thomas Mann noch differenzierter und nuancenreicher umrissen.

   George Guþu

 

Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) - www.ggr.ro

Zeitschrift der Germanisten Rumäniens, 13.-14. Jg., Heft 1-2 (25-26) / 2004, 1-2 (27-28) / 2005, S. 514-515

 

 

Coordonator sectiune: Madalina Marcu | Asistenti: Cristina Caramihai | Andreea Baranga 

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