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Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) - www.ggr.ro

 

 

BÜCHER- UND ZEITSCHRIFTENSCHAU

Ludwig Wittgenstein în filosofia secolului XX,

hrsg. v. Mircea Flonta u. Gheorghe ªtefanov. Iaºi: Polirom 2002 (A Treia Europã)


   Wittgenstein ist vielleicht der wichtigste, gewiß aber einer der zentralen Denker des 20. Jahrhunderts – und verspätet, aber doch hat seine Rezeption auch in Rumänien eingesetzt, wo sich nun unter dem Titel Ludwig Wittgenstein în filosofia secolului XX [1] ein Band mit Aufsätzen des Philosophen annimmt. Die Aufsatzsammlung zielt dabei auf das rumänische, aber auch internationale Publikum – alle Beiträge sind in rumänischer Sprache wiedergegeben, ihnen sind  jedoch englische oder deutsche Fassungen meist beigefügt.

   Der Aufbau des Buches ist nicht unbedingt originell, doch vernünftig – begonnen wird bei der argumentativen Struktur des Tractatus Logico-Philosophicus und der Konzeption der Notwendigkeit darin, ehe Verbindungen zum Wiener Kreis, zur Psychoanalyse und zur Populärpsychologie gezogen werden, wobei ein Essay zum Verstehensprogreß im Sprachspiel in diesen Block gerutscht ist, in der Folge werden Einzelaspekte wie das Problem der Metaphorik diskutiert, den Abschluß bildet die Frage, wie Wittgenstein zu Quine stehe.

   Leider lassen viele Beiträge jedoch arg zu wünschen übrig – schon deshalb, weil die Verehrung der Analyse ausgerechnet bei diesem uneitlen und auf Schärfe bedachten Denker im Wege steht. So setzt Mircea Flonta natürlich den Akzent, wenn es um Wittgensteins Lektüren geht, auf Lichtenberg, „un contemporan al lui Kant” (93), wie der Interpret hinzusetzt, als würde dies die Bedeutung des Physiker-Philosoph-Aphoristikers noch erhöhen, und nicht auf die Kriminalromane, die Wittgenstein bekanntlich verschlang, über deren mögliche Bedeutung für den Philosophen zu spekulieren aber zu originell und unprätentiös wäre.

   Und wenn nun schon Lichtenberg genannt wird, so auch dies ohne Folgen für den Fortgang der Überlegungen; festgehalten wird die – ich möchte sagen: fragwürdige – These, daß man Lichtenbergs Aphorismen als letztlich doch nur (?) schriftstellerische Produkte eines gebildeten Autors nehmen dürfe, doch nicht mit Wittgensteins Texten, die ihn als Philosophen erkennen lassen, zu vergleichen sind. Immerhin verfolgt Flonta jene Eigenheit und sieht als zentrales Bestreben Wittgensteins: „Miza ultimã pare sã fie ceea ce Wittgenstein a numit schimbarea stilului gândirii” (99) – daß es also um die Wandlung des Denkstils gehe. Ob allerdings die Lektion des Multi-Perspektivismus dann der Weisheit letzter Schluß ist?

   Ungleich schlechter ist der Beitrag von Rainer Schubert, der schreibt, Wittgenstein wolle „die Sprache als Ganzes unter eine Metapher stellen” (186), nämlich unter die des Sprachspiels: Das Sprachspiel aber ist gerade die Erfahrung, daß die Sprache nicht definitiv zu bestimmen ist. Darum schreibt Wittgenstein auch das Gegenteil dessen, was sein Interpret behauptet, die „ganze Sprache kann man nicht interpretieren” (Wittgenstein: Wiener Ausgabe, Bd. III, S.325) – womit die Annäherung Schuberts eigentlich erledigt ist. Das Spiel als solches vereitelt den sinnvollen Gebrauch jeder Generalmetapher; die Sprache gleicht nicht dem, was sie ist, es „gibt keinen Weg zur Unendlichkeit, auch nicht den endlosen.” (WA I, S.85) Schubert will aber ohnehin nicht Wittgenstein verstehen, sondern in einer Objektspaltung, die jedes hochgradig Schizophrenen würdig ist, „den guten und den schlechten Wittgenstein” (184) trennen. Der gute Wittgenstein ist der Sprachanalytiker, der dem Sprechen und Denken Grenzen setzt, der schlechte soll darum keine Moral gelten lassen – zwei Effekte des einen berühmten Satzes: „Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen” (TLP, § 7), den Schubert aber nicht begreift, insofern er den Wechsel der Ebenen (wovondarüber) verkennt. Gerade deshalb, weil sich die Grenzen der Sprache als die meiner Welt nicht metasprachlich formulieren lassen, ist dieser berühmte siebte Paragraph nicht nur jeder falsch-eigentlichen Rede, die privilegierte Wahrheiten beansprucht, mittels der Klärung im Wege, sondern auch dem Vulgärpositivismus, den Schubert Wittgenstein letztlich unterstellt. So beginnt hier der Anspruch, tatsächlich poetisch Sprache und Denken weiterzuentwickeln, gerade auch auf den Anderen und das Andere zu, „Philosophie dürfte man eigentlich nur dichten”, wie Wittgenstein schreibt: „Insofern könnte man den Philosophen auch Sprachschöpfer nennen.” (WA I, S.74) Das Fazit zu diesem Beitrag: Wovon man nichts versteht, davon soll man tunlichst nicht schreiben…

   Vergleichsweise erfrischend ist der Essay zum Verstehensprogreß im Sprachspiel von Gheorghe-Ilie Fârte. Er geht davon aus, daß der Sinn des Satzes nicht dessen Seele ist, „nicht pneumatisch”, wie Wittgenstein schreibt, was doch bedeutet, daß der Satz sein Sinn ist, ihn konkretisiert – und im jocurile de limbaj, im Sprachspiel immer neue Möglichkeiten von Verstehen nicht findet: sondern, und zwar „în mod principal” (47), erfindet. Vielleicht wird dabei das unterschätzt, was in Ilie Pârvus gleichfalls nicht uninteressantem Beitrag überakzentuiert ist. Nach einer gründlichen Einleitung versucht er, Wittgenstein vor allem als einen Denker und Formulierer im Geiste der Mechanik Newtons zu zeigen, was wesentliche Aspekte nicht erfaßt.

   Neben diesen Essays, die den Nexus der Philosophie Wittgensteins suchen, stehen wie erwähnt jene, die den Kontext erhellen – oder zu erhellen vorgeben: Oft wird nur wiederholt, was andere schon sagten, beispielsweise zum Wiener Kreis wenig festgehalten, das Janik und Toulmin nicht schon formuliert hätten – ein Grund, weshalb der Essay Wittgenstein ºi Cercul de la Viena nicht aus dem Rumänischen übersetzt wurde..? Paul Kuns Beitrag ist hier eine angenehme Überraschung, insofern er das Sprachspiel, das er zwar mit etwas Schiefauge definiert, doch treffend als Wesen des Willens und der diesem Vorschub leistenden Rationalität definiert, woraus er folgert, daß gerade im Sprachspiel die Möglichkeit oder Basis von Gerechtigkeit, Moral und menschlicher Kultur (oder Kultur der Menschlichkeit?), „bazele justiþiei, moralitatãþii ºi culturii umane” (70) liegt.

   Insgesamt liegt ein nicht unspannender Band vor – der jedoch als die Einführung in Wittgensteins Denken, die er vielleicht auch sein will, untauglich ist, weil er zwar anregend, aber teils auch recht zweifelhaft geriet. Als Zeugnis des Ideen- und Kulturtransfers zwischen Österreich (und Großbritannien) sowie Rumänien ist der Band ebenso wie als Diskussionsbeitrag sehr zu begrüßen.

   Martin A. Hainz

 

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