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Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) - www.ggr.ro

 

 

BÜCHER- UND ZEITSCHRIFTENSCHAU

Karl Hohensinner, Peter Wiesinger (unter Mitarbeit von Hermann Scheuringer und Michael Schefbäck): Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich (Bd. 11): Die Ortsnamen der politischen Bezirke Perg und Freistadt (östliches Mühlviertel), Verlag der österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien, 2003


   Das historisch-philologisch angelegte „Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich“ dokumentiert in 11 Bänden jeden amtlich geführten Ortsnamen in Oberösterreich und leistet somit Grundlagenforschung für die Siedlungsgeschichte dieses österreichischen Bundeslandes, für die es kein anderes Quellenmaterial als die diesbezügliche Aussage der Ortsnamen gibt. Ein geplanter abschließender Einleitungsband[1] soll das Quellenverzeichnis, die Erläuterung der phonetischen Transkriptionen und dialektalen Verhältnisse sowie die Schreibentwicklung häufiger und wiederkehrender Ortsnamentypen enthalten.

   Die Publikation des Ortnamenbuchs wurde 1989 mit dem das südliche Innviertel betreffenden Band 1 „Die Ortsnamen des Politischen Bezirkes Braunau am Inn“ begonnen. Im Abstand von zwei bis drei Jahren folgten kontinuierlich die weiteren Bände: 1991 Band 2: „Die Ortsnamen des Politischen Bezirkes Ried im Innkreis“, 1994 Band 3: „Die Ortsnamen des Politischen Bezirkes Schärding“, 1997 Band 4: „Die Ortsnamen des Politischen Bezirkes Vöcklabruck“, 1999 Band 6: „Die Ortsnamen des Politischen Bezirkes Gmunden“, Band 7: „Die Ortsnamen der Politischen Bezirke Kirchdorf an der Krems, Steyr-Land und Steyr-Stadt“ und nun liegt Band 11, „Die Ortsnamen der Politischen Bezirke Perg und Freistadt“ vor, so daß bereits wesentlich mehr als die Hälfte der geplanten Bände publiziert werden konnte.

   Nun legen Karl Hohensinner und Peter Wiesinger den jüngst erschienenen Band 11 „Politische Bezirke Perg und Freistadt“ dieses Ortsnamenbuchs vor. Dieser achte des auf 12 Bände (den Einleitungsband mit eingeschlossen) angelegten Werkes[2] stellt alle amtlich registrierten Siedlungsnamen der beiden Bezirke Perg und Freistadt dar. Die beschriebenen Ortschaften befinden sich in nordöstlichster Lage in Oberösterreich und sind von den benachbarten Gebieten teils stark geographisch und historisch abgegrenzt, teils enden sie an mehr oder weniger modernen Verwaltungsgrenzen. Starke naturräumliche Abgrenzungen sind im Osten zum niederösterreichischen Waldviertel und im Norden nach Böhmen hin gegeben.

   Im untersuchten Gebiet liegt liegt auch Südabdachung des Granit- und Gneishochlandes der Böhmischen Masse, die im Süden von der Donau begrenzt wird. Der Großteil des süd­lichen Untersuchungsbereichs bildet die Machlandebene, welche eigentlich der Landschaftsregion des Alpenvorlandes zugerechnet werden muß. Das Untersuchungsgebiet umfaßt insgesamt 1065 Ortsnamen aus 53 Gemeinden in zwei Politischen Bezirken, in den sechs Gerichtsbezirken, Pregarten, Freistadt und Unterweißenbach im Politischen Bezirk Freistadt und Mauthausen, Perg und Grein in Politischen Bezirk Perg. Die anhand der Volkszählungsdaten 1980/81 getroffene Auswahl an Siedlungsnamen entspricht den heutigen Gegebenheiten und ist auch für den historischen Namenbestand repräsentativ.

   Beginnend mit der an Ort und Stelle erhobenen Dialektaussprache und der Zusammenstellung der oft weit ins Mittelalter zurückreichenden urkundlichen Schreibungen wird in sprachwissenschaftlichen Analysen der Herkunft und Bedeutung eines jeden Namens ein kürzerer oder längerer Artikel in dem 283 Seiten starken Werk gewidmet. Ein alphabetisches Register erleichtert die Auffindbarkeit in dem nach Gemeinden gegliederten Buch. Anhand von 32 Karten wird die Verteilung der historischen Namentypen gezeigt, die Aufschluß über die Siedlungsgeschichte des Unteren Mühlviertels geben.

   Da das Werk die amtlichen Ortsnamen, ihre in der Existenz gefährdeten dialektalen Aussprachen, die urkundlichen Bezeugungen und die Herkunft ihrer Bedeutung und Entwicklung bringt, leistet es nicht alleine einen wertvollen sprachwissenschaftlichen Beitrag, sondern ist auch eine beachtliche Leistung zur oberösterreichischen Landeskunde und Heimatforschung. Es werden außerdem in Verbindung mit Hofnamen nicht nur zahlreiche oberösterreichische Familiennamen erläutert, sondern auch rund 20.000 urkundliche Belege gebracht, wodurch zusätzlich ein Wegweiser durch die reichen Archivbestände des Landes entsteht.

   Historisch-urkundliche Zeugnisse und die dialektale Aussprache der Ortsnamen bilden die Grundlage für die sprachwissenschaftlich-etymologische Erklärung der Ortsnamen nach sprachlicher Herkunft, Namenbildung, Namenbedeutung und lautlich-formaler Entwicklung vom Frühmittelalter bis in die Gegenwart. Namentypen wie jene auf -ing, -heim, -reit, -schlag werden angesichts ihrer Aussagekraft für einzelne Perioden der Siedlungsgeschichte des östlichen Mühlviertels auch kartiert.

   Das Namenmaterial der untersuchten Gemeinden umfaßt neben den Bezeich­nungen für größere oder kleinere Siedlungen auch solche für Fluren, Gelände­formationen und Gewässer, die später auf Orte übertragen wurden. Die Autoren identifizieren hin­sichtlich der Wortbildung der Ortsnamen auffallende, häufig wiederkehrende sprachliche Elemente, mittels derer bestimmte semantische Inhalte ausgedrückt werden. Diese bilden die Grundlage für die Zuordnung der Namen zu den einzelnen Ortsnamentypen, wie die Komposita auf -hausen, -hofen, -stetten, -kirchen, -dorf, -bach, -berg, -reit, -schlag, -schlag, -schwand, -sang oder die Ableitungen auf -ing. Mittels makrotoponymischer Untersuchungen schränken Hohensinner und Wiesinger die Entstehung dieser Ortsnamentypen anhand ihrer räumlichen Verbreitung und ihrer urkundlichen Überlieferung auf bestimm­te Zeiträume ein. Allerdings sind die urkundlichen Erstnennungen in den seltensten Fällen auch mit der ungefähren Entstehung der Orte konform. Zumeist verstreichen Jahrhunderte, bis der Name eines neu­gegründeten Ortes urkundlich belegt ist.[3]

   Die Autoren unterscheiden zwischen Namentypen, die bereits in althochdeutscher Zeit auftreten, wie jene auf -ing, -hausen, -hofen, -kirchen und -stetten und Namentypen der mittelhoch­deutsche Zeit: -dorf-, -berg-, -bach. Eine weitere Siedlungs­periode, in der die unwirtlicheren Waldgegenden gerodet wurden, spiegelt sich in den Namen auf -reit, -schlag, und -schwand wider. Die Ortsnamen selbst scheinen als Simplizia aufs (z. B.: Reith, Schlag, Schwandt) oder wesentlich häufiger als Komposita. Je nach der Bedeutung der Bestimmungswörter in den Komposita entscheiden sich die Autoren für ihre Klassifizierung in Besitznamen (BN), Lagenamen (LN) und Artnamen (AN). Sie stellen fest, dass sich die Besitznamen hauptsächlich von Personennamen ableiten, wobei der Personenname zumeist im Genitiv steht. Zweigliedrige, aus zwei Lexemen bestehende Namen (z.B. Ruodpreht in Ruprechtshofen flektieren stark auf -s, eingliedrige (z.B. Pabo in Barndorf) schwach auf ahd. -in/mhd. -en. Zu den Lagenamen stellen Hohensinner und Wiesinger fest, dass sie meistens durch Reihung gebildet werden und die Lage eines Ortes im Gelände beschreiben. Als Bestimmungswörter der Komposita fungieren dann Bezeichungen für das Gelände, dessen Nutzung oder Form, wie auch bestimmte Bauwerke wie Kirchen und Mühlen. Unter den Artnamen fassen die Autoren jene Ortsnamen zusammen, die mit einem Adjektiv gebildet sind und meist auf Alter, Größe und Gestalt der Siedlung oder auf ihre begünstigte oder widrige Lage Bezug nehmen. Namen wie Altenburg führen sie auf syntaktische Fügungen zurück.

   Bezüglich der sprachlichen Herkunft unterscheiden Hohensinner und Wiesinger zwischen einer vordeutsch-slawischen und einer deutschen Namenschicht, geben jedoch zu, dass im Einzelnen nur schwer angegeben werden kann, ob ein Name slawischer Name älter, ähnlich alt oder unter Umständen sogar jünger ist, als ein benachbarter altbairischer Name.

   Zum ältesten Namengut zählen die Autoren die Bezeichnungen der großen Donauzuflüsse, wie Gusen, Aist und Naarn, sowie die Donau selbst, die in antike, bzw. vorantike Zeit zurückgehen. Namen mit slawischer Wurzel finden sie einerseits im Machland und dem angrenzenden Hügelland, andrerseits entlang einer relativ schmalen Linie, welche von der Riedmark bei Mauthausen über die Aistfurche, Freistadt und den Kerschbaumer Sattel an die Landesgrenze (Wullowitz) reicht und dort an einen Streifen alttschechischer Namen anschließt, der ins Innere Böhmens führt. Entspricht das Verbreitungsgebiet der Slawen im Bezirk Perg ungefähr jenem der echten -ing-Namen als Kennzeichen altbairischer Besiedlung[4], so entsprechen die slawischen Namen im Bezirk Freistadt vom Verbreitungsgebiet keinem deutschen Namentyp und dürften ursächlich mit den sehr alten Handelsbeziehungen zwischen Böhmen und dem Donauraun zusammenhängen. Dies gilt auch für die beiden tschechischen Exonyme für Freistadt (Cáhlov) und Kerschbaum (Tøe¹novice v. Tøe¹nové), die bereits auf der bairisch-deutschen Namenebene aufbauen.

Hohensinner und Wiesinger stellen fest, dass sich slawische Gewässer- und Siedlungsnamen in Oberösterreich nur im südlichen Salzkammergut und im Osten (im Bereich der Flüsse Steyr, Enns, Krems und in einigen Bereichen des Mühlviertels) finden. Seit dem 8. Jahr­hundert scheinen Slawen in Oberösterreich urkundlich auf. Zwischen dem 9. und dem 12. Jahrhundert haben sie sich gemeinsam mit den Baiern am Siedlungsausbau beteiligt. In diesem Zeitraum vollzog sich auch die Eindeutschung der slawischen Toponyme. Ihre ungefähre Ein­deutschungszeit kann aufgrund der von Hohensinner und Wiesinger vorgelegten Arbeit erfolgreich ermittelt werden.

   Allerdings kann man die Eindeutschung der Namen nicht gleichsetzen mit dem Aussterben der slawischen Sprache. Dies zeigen viele Beispiele aus Kärnten, wo slowenische Namen bereits im Mittelalter ins Deutsche entlehnt wurden und die deutsche Lautentwicklung mitgemacht haben und gleichzeitig der slowenische Dialekt bis in die Neuzeit, teils bis heute gesprochen wurde bzw. wird. Ähnlich problematisch ist eine Zuordnung des slawischen Namengutes in Oberösterreich zu heute bestehenden slawischen Sprachen wie Slowenisch oder Tschechisch. Einerseits sind geographische Zusammenhänge in den Randbereichen unleugbar, andrerseits fehlen sehr oft - besonders im Donauraum - sprachliche Kriterien, die eine Zuordnung ermöglichen würden.

   Die ausführliche urkundlich-dokumentarische Bezeugung eines jeden einzelnen Artikels dieser Arbeit ermöglicht es dem Leser, die formale Entwicklung der Ortsnamen bis zur heutigen amtlichen Schreibform zu verfolgen. Diese hervorragende urkundliche Dokumentation wird von in den einzelnen Gemeinden erhobenen Dialektaussprachen (Hermann Scheuringer) abgerundet.

   Sorin Gãdeanu

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[1] Dieser wird im Ortsnamenbuch unter der Abkürzung „EB“ genannt.

[2] Siehe zu Konzeption des Ortsnamenbuches: Wiesinger, Peter: Das „Ortsnamenbuch des Landes Oberösterreich“. In: Beiträge zur Namenforschung, NF 25 (1990), S. 169-179.

[3] Hier ist auch anzumerken, daß die Autoren als Erstnennungen nur originale Bezeugungen gelten lassen. Gefälschte Urkunden aus späteren Jahrhunderten sind als Zeugnisse meist nur für die Zeit der Fälschung relevant. Besonders für das Früh- und Hochmittelalter weisen die Autoren viele Fälschungen unterschiedlichen Charakters nach, die sie von den kopialen Überlieferungen, die oft mehr oder weniger starke Abweichungen von der originalen Schreibung aufweisen, sehr wohl unterscheiden.

[4] Siehe hierzu die Karte 7: -ing-Namen im besprochenen Werk, ONB OÖ Bd. 11.

 

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Coordonator sectiune: Madalina Marcu | Asistenti: Cristina Caramihai | Andreea Baranga 

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