Home | BAC/Teze | Biblioteca | Jobs | Referate | Horoscop | Muzica | Dex | Games | Barbie

 

Search!

     

 

Index | Forum | E-mail

   

 Bine ati venit in sectiunea dedicata limbii si literaturii germane. In aceasta sectiune veti avea posibilitatea sa descoperiti multe lucruri utile care speram sa va ajute la cursuri. Willkommen bei ScoalaOnline!

 

 
 
 
 
 + Click:  Grupuri | Newsletter | Portal | Ziare,Radio/TV | Forum discutii | Premii de excelenta | Europa





 

 

 

Zuruck zum index

Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) - www.ggr.ro

 

 

FRIEDRICH DÜRRENMATTS KOMÖDIE DIE PHYSIKER

Zum Verhältnis von Wissenschaft und Verantwortung

Al-Ali Mahmoud

Im vorliegenden Aufsatz wird deshalb gezeigt, dass der Stückschreiber Friedrich Dürrenmatt in der Komödie Die Physiker[1] seinen Zuschauern nicht nur eine ganz bestimmte Ethik schildert, sondern auch implizit ein Gesellschaftsbild und deshalb Gesellschaftskritik auf der Bühne zum Ausdruck bringt,[2] um somit Erkenntnisse zu vermitteln und auf das Denken und Handeln seines Theaterpublikums Einfluss zu nehmen: Die Menschheit sei noch nicht soweit, um mit der Naturwissenschaft Schritt zu halten, d. h., den Entwicklungsprozess zum Guten zu lenken und die Erweiterung des Wissens zum Wohl der Menschheit zu nutzen. Sie befindet sich in einer Übergangssituation. Die überlieferten menschenverachtenden Systeme behaupten sich noch, doch stellt sich in grotesken Spiegelungen ihre Fragwürdigkeit und Brüchigkeit dar. Neue Wertekategorien, neue Handlungsweisen müssen gefunden werden, um die instabile Weltsituation zu begreifen und zu bewältigen.

Die Begriffe Wissenschaft und Verantwortung wurden daher gewählt, weil die ethische Verantwortung des Naturwissenschaftlers eines der Hauptmotive des Stückes ist und weil eine Interpretation von diesem Ansatzpunkt her für den gegebenen Anlass aufschlussreich zu werden verspricht.

Die dramatischen Figuren, die im Stück für sich eine gewisse Verantwortung in Anspruch nehmen, sind die drei Physiker Kilton-Newton, Eisler-Einstein und vor allem Wilhelm Möbius, die Anstaltsärztin (Fräulein Dr. Mathilde von Zahnd) und die staatlichen Behörden (Kriminalinspektor Richard Voß). Uns werden hauptsächlich die beiden ersten Gruppen beschäftigen; insbesondere werden die Anhaltspunkte der Physiker selbst analysiert werden.

Die drei Naturwissenschaftler vertreten drei verschiedene, aber aufeinander bezogene Standpunkte. Newton tritt für die Freiheit der Wissenschaft ein: “Es geht um die Freiheit unserer Wissenschaft und um nichts weiter. Wir habe Pionierarbeit zu leisten und nichts außerdem. Ob die Menschheit den Weg zu gehen versteht, den wir ihr bahnen, ist ihre Sache, nicht die unsrige.”[3] Für Newton bedeutet Freiheit, dass er innerhalb eines Machtsystems über sein Arbeitsfeld hinaus keine Verantwortung mehr zu tragen hat und wenn ihm so angemessene Arbeitsbedingungen garantiert werden, dass er seine Forschungsprojekte vorantreibt. Die klassische Haltung des bürgerlichen Individualismus konnte dem Zerfall der Gesellschaftsordnung nicht mehr standhalten, denn was Newton unter Forschungsfreiheit versteht, und was mit günstigen Arbeitsbedingungen bezeichnet werden könnte, diese Möglichkeit garantieren alle gegenwärtigen politischen Systeme.

Demgegenüber meint Einstein, dass diese Grundeinstellung in der heutigen Welt eine opportunistische Illusion verkörpert. Der Wissenschaftler, so meint er, muss zum Machtpolitiker werden, der sich zwar in einem politischen System engagiert, gleichzeitig aber auf seine Macht zugunsten einer Partei verzichten soll, von der er die Bewahrung der Menschheit vor der völligen Zerstörung naiv erhofft. Hier wird die Kluft des modernen Naturwissenschaftlers sehr deutlich das Dilemma zwischen moralischen Forderungen und den Forschungsaufgaben[4] Der Atomphysiker wird bereits gezielt als Mittel zur Machtpolitik eingesetzt: “Ich liebe die Menschen und liebe meine Geige, aber auf meine Empfehlung hin baute man die Atombombe.”[5] Einsteins Empfehlung enthüllt sein Versagen als Mensch vor einer moralischen Herausforderung. Er liebt zwar die Menschheit, empfiehlt aber gleichzeitig die Herstellung vernichtender Atomwaffen und gibt damit grünes Licht für die Möglichkeit einer Zersetzung der gesellschaftlichen Ordnung, ja der Vernichtung des Lebens selbst.

Obwohl der genialste Physiker Möbius, der in der Maske eines Geisteskranken im Irrenhaus vor den seine atomphysikalischen Erkenntnisse zu Vernichtungszwecken ausbeutenden Politikern Schutz sucht, von ganz anderen Voraussetzungen ausgeht, betrachtet er die Menschheit als Verantwortungsträger. Die Zurücknahme[6] seiner wissenschaftlichen Entdeckungen geschieht um das Fortbestandes der Menschheit willen:

Es gibt Risiken, die man nie eingehen darf: Der Untergang der Menschheit ist ein solches. Was die Welt mit den Waffen anrichtet, die sie schon besitzt, wissen wir, was sie mit jenen anrichten würde, die ich ermögliche, können wir denken. Dieser Einsicht habe ich mein Handeln untergeordnet.[7]

Einsicht und Verantwortung verlangen von Möbius diesen Entschluss. Die beiden Kollegen Newton und Einstein offenbaren Möbius ihren Geheimdienstauftrag. Jeder der beiden Agenten möchte ihn für seinen Geheimdienst und zum Nutzen seines Landes gewinnen. Nachdem die Aufträge der beiden, die gleichzeitig fähige Wissenschaftler sind, sich als unrealisierbar erweisen, und sie Möbius nicht davon überzeugen können, beginnt dieser die Beweggründe seiner Handlung darzustellen, die sich von den Beweggründen der beiden anderen unterscheiden. Einstein verhält sich so, damit sein politisches System die Oberhand hat, weil er davon überzeugt ist, dass nur dieses politisches System die Rettung der Menschheit garantieren könne. Newtons Haltung basiert auf reiner Wissenschaft, weil er sich auf die Menschheit selber beruft, da es bestimmte Risiken gebe, die man nie eingehen darf.

Möbius spricht sie als Atomforscher an, die in der Lage sein müssen, vernünftig und ohne Denkfehler einen Ausweg zu finden. Seine Darlegungen artikulieren den Endzeitcharakter der Nuklearphysik und gipfeln in der Forderung, vor der Wirklichkeit zu kapitulieren:

Wir sind in unserer Wissenschaft an die Grenzen des Erkennbaren gestoßen.[…] Wir haben das Ende unseres Weges erreicht. Aber die Menschheit ist noch nicht soweit. Wir haben uns vorgekämpft, nun folgt uns niemand nach, wir sind ins Leere gestoßen. Unsere Wissenschaft ist schrecklich geworden, unsere Forschung gefährlich, unsere Erkenntnisse tödlich.[8]

Die Vorstellung totaler Technik (Wissenschaft) und totaler Vernichtung (Verantwortungslosigkeit) fließen als vereinigtes Gespenst zusammen in Möbius' Vorstellung als unbedingt verabscheuungswert. Diese im Grunde genommen elitäre Auffassung vom Verhältnis Wissenschaft und Verantwortung stimmt mit einem Gesellschaftsbild überein, welches der Stückschreiber auch an einer anderen Stelle wiedergegeben hat:

Die Physik, die Naturwissenschaft, ist durch ihre notwendige Verbindung mit der Mathematik weitgehend dem Verständnis des Nichtphysikers entrückt, d.h. dem Verständnis der überwiegenden Anzahl der Menschen.[9]

Möbius kommt zu dem Entschluss, seine atomwissenschaftlichen Entdeckungen zurückzunehmen, weil er meint, bei einer wissenschaftlichen Ausnutzung seiner Erkenntnisse Selbstzerstörung erwartet: Die Menschheit sei moralisch noch nicht soweit, um die außerordentlich großen Energien, die durch seine Entdeckungen freigesetzt würden, zweckmäßig nutzen zu können, ohne die Zivilisation und das Leben zu gefährden: “Es gibt für uns Physiker nur noch die Kapitulation vor der Wirklichkeit. Sie ist uns nicht gewachsen. Sie geht an uns zugrunde. Wie müssen unser Wissen zurücknehmen, und ich habe es zurückgenommen”.[10] Möbius nimmt sein Wissen zurück, aber “der Weltlauf geht an ihm und den anderen Physikern vorbei”.[11]

Seine Forderung nach dem Widerruf seiner Erkenntnisse bedeutet ja totale Resignation für die Atomphysiker. Noch sind die Möglichkeiten des Denkens nicht erschöpft, doch der Mensch als Grundlage des Denkens ist mit der Bewältigung der Wirklichkeit am Ende. Dass der Mensch aber noch rückständig und unreif sei, weil er noch nicht zu sich selbst gefunden habe, sondern noch sich selbst zerstört, diese Erkenntnisse hat Dürrenmatt in seiner Dramaturgie eines Rebellen. Prometheus dargestellt.[12] Freiheit für die drei gibt es nur im Irrenhaus, nur im Irrenhaus dürften sie noch denken: “Nur im Irrenhaus sind wir noch frei. Nur im Irrenhaus dürfen wir noch denken. In der Freiheit sind unsere Gedanken Sprengstoff.”[13]

Die drei Wissenschaftler werden in diesem Schluss zu unfreiwilligen Opfern. Ihr Versuch, sich selbst von der Außenwelt auszuschließen und somit ihrem Leben einen humanen Sinn zu verleihen, scheitert. Der humane Sinn des Lebens, eine Orientierung, also, wie wir es von Dramen der deutschen Klassik erwarten, rechtfertigt nach Ansicht der Atomphysiker auch Untaten. Möbius sucht die drei Morde an den Krankenschwestern in der Anstalt als Opfer zu deuten, um die Isolierung der Physiker zu sichern. Da ihr Selbstopfer die Menschheit vor den ungeheueren Folgen der atomwissenschaftlichen Entdeckungen bewahrt, sind die Morde an den Schwestern sinnvoll. Sie haben getötet, nicht als Verrückte, sondern für einen bestimmten Zweck.

Der auftretende Kommissar Richard Voß muss unverrichteter Dinge wieder abziehen.[14] Seine Ordnungsbegriffe brechen sich an den dem Irrenhaus gemäßen Ordnungsvorstellungen. Er kann die Mörder nicht anklagen, obwohl er sie kennt. Einstein, der die Schwester Irene Straub auf dem Gewissen hat, Newton, der die Schwester Dorothea Moser erdrosselte, und schließlich Möbius, der die Schwester Monika Stettler umbringt, vermag niemand zu verhaften. Im Irrenhaus gelten andere Gesetze:

Die Gerechtigkeit macht zum ersten Male Ferien, ein immenses Gefühl. Die Gerechtigkeit, mein Freund, strengt nämlich mächtig an, man ruiniert sich in ihrem Dienst, gesundheitlich und moralisch.[15]

Eine erschreckende Darstellung der Gesellschaft und ihres grundlegenden Ordnungsfaktors, der den Kriminalinspektor zum Eingeständnis seiner Machtlosigkeit führt. Das Personal musiziert mit den Mördern und macht sich die Mühe, ihnen wieder zu ihrem geistigen Gleichgewicht zurück zu verhelfen. Es stellt sich jedoch heraus, dass dieser Opfermut und die bisher gebrachten Opfer umsonst waren, grotesk, es ist daraus entstanden, dass Möbius durch planmäßiges Vorgehen das Gegenteil seiner Absicht erreicht.[16]

Möbius' Flucht in Selbstverleugnung und Gefangenschaft liefert sich und seine Kollegen dem Bösen aus, einem Bösen, das wieder in der fast mythischen Figur einer Frau gesammelt erscheint und selbst Wesenszüge des Wahnsinns trägt.[17] Es ist die Figur die der Sanatoriumsärztin, Fräulein Dr. von Zahnd, die behauptet, geheimnisvolle Kontakte mit dem kosmischen Salomo zu unterhalten, um eine reale Grundlage für ihren Auftrag zu haben.

Mit den ohne Wissen von Möbius kopierten Unterlagen seiner wissenschaftlichen Entdeckungen baut sie Schritt um Schritt ihr Machtimperium auf. Der Amoklauf der Weltgeschichte hat begonnen:

Ich bin behutsam vorgegangen. Ich beutete zuerst nur wenige Erfindungen aus, das nötige Kapital anzusammeln. Dann gründete ich Riesenwerke, erstand eine Fabrik um die andere und baute einen mächtigen Trust auf. Ich werde das System aller möglichen Erfindungen auswerten [...]. Dieses Haus ist die Schatzkammer meines Trusts [...]. Der Verwaltungsrat wartet. Das Weltunternehmen startet, die Produktion rollt an.[18]

Die Menschheitsvernichtung ist also als organisierte Katastrophe[19] in Bewegung gesetzt vom Machthunger einer Irrenärztin, die glaubt, im Auftrag des heiligen Salomo, handeln zu müssen. In der Aufdeckung dieser analytischen Struktur am Schluß für die drei Atomphysiker wird der Blick in den Abgrund, in die Sinnlosigkeit all ihrer Planung gerichtet, da im voraus schon alles entschieden war. die drei Physiker in der Anstalt sind nur Ausführungsgehilfen für die Pläne einer buckligen Nervenärztin geworden. Es zeigt sich von diesem Standpunkt aus, dass der Atomphysiker Möbius ein ‘Gewissensheld’, Die Chefärztin dagegen eine gewissenslose Schurkin ist.[20]

Die Irrenärztin repräsentiert jene Mächte in dieser Welt, die, weil sie bei genauer Betrachtung ohne jegliche Verantwortung handeln, nicht vor der ungeheuren Verantwortung der Machtobsession zurückschrecken. Es sei noch anzumerken, dass der Schluss ein Spielfeld voller Anspielungen, die vom kosmischen Salomo über die ‘Frau Welt’[21] mittelalterlicher Prägung “Die Welt ist in die Hände einer verrückten Irrenärztin gefallen”[22], über den historischen Einstein und Newton bis zur ‘Science Fiction’ reichen. Um die Menschen in rücksichtloser Weise für ihre Zwecke in Anspruch zu nehmen, müssen sie die teuflischen Manipulationsmöglichkeiten, die ihnen die moderne Psychologie anbietet, skrupellos benutzen, für sich aber, um ihren verrückten Egoismus rechtfertigen zu können, beanspruchen sie eine höhere kosmische Verantwortung. Nicht zufällig hebt Die Chefärztin immer wieder ihre eigene Bedeutung im medizinischen Feld hervor, auch die Möglichkeiten, die ihr das medizinische Wissen über die Patienten gibt: “Für wen sich meine Patienten halten, bestimme ich. Ich kenne sie weitaus besser, als sie sich selber kennen”.[23] In dieser Haltung unterscheidet sie sich im Prinzip etwa von Möbius und den anderen beiden Atomforschern, die trotz ihrer latenten Macht ihre Verantwortung gar nicht im Griff haben wollen und letztendlich das Verhältnis von Wissenschaft und Verantwortung verkennen.

Schon Schwester Monika, die die ungeheuer immanente Macht der Physiker zu begreifen scheint, sagt zu Möbius: “Du behauptest, der König Salomo erscheine dir. Warum verrätst du auch ihn? […]. Er diktiert dir das System aller möglichen Erfindungen. Kämpfst du für seine Anerkennung? […] Warum bist du so mutlos?”[24] Schwester Monika glaubt nicht, dass Möbius verrückt ist, nein, sie glaubt wirklich, dass ihm König Salomo erscheint und physikalische Formeln diktiert. Sie gesteht ihm die Liebe und versucht damit, in Möbius' Wahnwelt zu schlüpfen, um ihn von der Möglichkeit eines persönlichen Glücks zu überzeugen.

Die Opferbereitschaft von Schwester Monika hat aber ihre Antriebskraft nicht mehr in der Liebe zur Menschheit, sondern im egoistischen Besitzwillen. Ihre Liebe und ihre Opfer sind aber über die persönliche Bindung hinausgewachsen zur Liebe, die die Menschen bewahren kann. Sie hat den Bund der drei Physiker bewirkt. Möbius‘ Trinkspruch klingt wie ein Gebet:

Sollen ihre Morde ohne Bedeutung sein, so müssen sie sich dem Ziel anschließen, für das Möbius Schwester Monika geopfert hat. Sollen unsere Morde sinnlos werden? Entweder haben wir geopfert oder gemordet. Entweder bleiben wir im Irrenhaus oder die Welt wird eines. Entweder löschen wir uns im Gedächtnis der Menschen aus oder die Menschheit erlischt.[25]

Die Assoziation entsteht, dass Schwester Monika als Märtyrerin das Überleben der Menschheit bewirkt, in dem sie den Bund der Schuldlosen begründet. Die Gnade dazu scheint durch die Liebe zur Menschheit, die auf Vernunft und Verständnis basiert, dass Widerruf von Erkenntnissen, die selbstverständliche und verantwortungsvolle menschliche Haltung ist, die einen friedlichen Fortbestand der Menschheit garantiert: “Monika! Ich musste dich opfern. Deine Liebe segne die Freundschaft, die wir drei Physiker in deinem Namen geschlossen haben. Gib uns die Kraft, als Narren das Geheimnis unserer Wissenschaft treu zu bewahren.”[26]

Während Möbius sich als denkende Existenz annulliert und die Aufforderung des heiligen Salomo ablehnt, weil er glaubt, nur so die Menschheit vor einem schlimmstmöglichen Ende, das sein Denken bewirken würde, retten kann, betrachtet die Chefärztin sie als einen Auftrag, der im Namen vom König Salomo zur Usurpation der Weltherrschaft genau befolgt werden muss: “Der goldene König hat mir den Befehl gegeben, Möbius abzusetzen und an seiner Stelle zu herrschen. Ich gehorchte”.[27] Übrigens scheint bei ihr der glanzvolle Salomo eine gewisse Rolle zu spielen. Dem Missionar, der diese Erscheinung “eine traurige, beklagenswerte Verirrung”[28] nennt, hält sie entgegen: “Ihr strammes Urteil erstaunt mich ein wenig, Herr Missionar Rose. Als Theologe müssen Sie doch immerhin mit der Möglichkeit eines Wunders rechnen”.[29]

Von ihrem Beruf her weiß die Chefärztin, dass der kosmische Salomo als ein im richtigen Moment unerwartet auftauchender Helfer ist, der an die Stelle einer rationalen Erklärung rückt. Er ist ein glanzvoller, gewaltiger König, der von Möbius verraten wurde, da dieser die übertragene Weisheit nicht zur Weltherrschaft benutzte:

Aber Möbius verriet ihn. Er versuchte zu verschweigen, was nicht verschwiegen werden konnte. Denn was ihm offenbart worden war, ist kein Geheimnis. Weil es denkbar ist. Alles Denkbare wird einmal gedacht. Jetzt oder in der Zukunft. Was Salomo gefunden hatte, kann einmal auch ein anderer finden, es sollte die Tat des goldenen Königs bleiben, das Mittel zu seiner heiligen Weltherrschaft und so suchte er mich auf, seine unwürdige Dienerin.[30]

Diese letzte Enthüllung der Irrenärztin, das das Auskosten eines persönlichen Triumphs bedeutet, deutet aber auf die Fragwürdigkeit der Verantwortung hin. Sie zeigt sie nicht nur als Menschenfeind, sondern auch als wahnsinnige Schurkin. Sie nutzt die Gelegenheit, die ihr der Zufall mit Möbius in die Hand spielte, um die totale Macht auszuüben: “Mein Trust wird herrschen, die Länder, die Kontinente erobern, das Sonnensystem ausbeuten, nach dem Andromedanebel fahren. Die Rechnung ist aufgegangen. Nicht zugunsten der Welt, aber zugunsten einer alten buckligen Jungfrau”.[31] Sie spinnt, gleichsam ein Automat ihres Machthungers, aus dem Impuls ihrer Irrsinnigkeit heraus ganz im Verborgenen ihre Fäden und tritt erst damit hervor, als die drei Atomphysiker schon ohnmächtig in ihr Netz gefallen sind.[32]

Die Frage bleibt, ob die Sanatoriumsärztin tatsächlich verrückt ist, wenn sie Möbius Verrat an Salomo vorwirft. Möbius selbst hat den armen König beiseite gelegt, dessen Psalmen sich in Flüche verwandeln. Er ist ein Symbol des Wandels, der einst ein Fürst des Friedens und der Gerechtigkeit gewesen sei. Davon ist aber nichts geblieben als die Sorge um die Verantwortung der neuen tödlichen Wahrheit und um das Verschulden der Mächtigen.[33]

Salomos Psalm ist kein Loblied, sondern ein Versuch von Möbius, der Hybris des geistigen und technischen Abenteuers zu fluchen. Ein Abenteuer, das die gewohnten Grenzen überschreitet und die Verlorenheit der Menschheit offenbart. Um diesem zuvorzukommen, wird ihm die Zurücknahme seiner Erkenntnisse aufgezwungen.

Bei Möbius steht der Naturforscher im Bild Salomos als ein Mächtiger im Chaos da. Der Mensch hat die Grundlage seiner Macht, die ihm anvertraut war, selbst vernichtet. Die moralische Verantwortung ist bei Möbius zwar vorhanden, doch sein planmäßiges Handeln erweist sich als Fehlschluss, da er von der Wirklichkeit schon längst überrollt ist. Er steht als Atomphysiker (Wissenschaftler) und Mensch (Verantwortungsträger) in einem Endzeitstadium.[34]

Was der kosmische Salomo in Wirklichkeit ist, wie ihn die Irrenärztin sieht? Salomo ist der goldene König, der für die Weisheit und Macht steht. Er glaubt, dass alles, was möglich ist, in die Wirklichkeit umgesetzt werden muss. Er verfügt über absolute Gewalt über Völker und Länder; die Macht seiner kosmischen Herrschaft liegt im unreflektierten Glauben, dass sein herrschendes Wirken für die Machtunterworfenen und für die Realisierung eines metaphysischen Ordnungssystems gut sei, mit dem er sich identifiziert. So ist die Salomogestalt der Sanatoriumsärztin Sinnbild einer anderen Herrschaftsform: “Ihr seid in euer eigenes Gefängnis geflüchtet. Salomo hat durch euch gedacht, durch euch gehandelt, und nun vernichtet er euch. Durch mich”.[35] Im Gegensatz zu Möbius, dessen Handeln ganz aus Liebe zur Menschheit (Nächstenliebe) bestimmen ist, hat die Anstaltsleiterin keine Angst, Salomos Weltherrschaftsauftrag anzunehmen. Denn sie hat die Herrschaftsverhältnisse in der Gesellschaft im Griff, außerdem hält sie die Liebe zur Menschheit für minderwertig: “Ich aber übernehme seine Macht. Ich fürchte mich nicht”.[36]

*

Dürrenmatt demonstriert in den Physikern jene Thesen, die er immer wieder in verschiedenen Reden, aber auch in anderen Stücken formuliert hat:

·         Wie es scheint, sind Dürrenmatts Figuren zwischen den sozialen Kräften und der Macht des Geschicks im Leeren aufgehängt. Ihr negatives Handeln soll den Blick auf die Möglichkeiten positiven Handelns, auf die der Stückschreiber abermals hindeutet,[37] freigeben. Die Verweigerung der Physiker, ihre Kenntnisse in den Dienst der Menschheitsvernichtung zu stellen, kann sinnvoll und notwendig, aber auch gleichzeitig eine Flucht vor der Verantwortung sein.

·         Das Opfer des Einzelnen ist heute sinnlos. Der Einzelne besitzt weder die Fähigkeit noch die Kraft, über Wohl und Leid des Ganzen zu entscheiden. Er kann die zerbrochene Weltordnung weder durch Opfer noch durch sein Denken und Verhalten verändern. “Was alle angeht, können nur alle lösen”,[38] Und jeder Versuch eines Einzelnen muss scheitern. Die Zeit der Gesellschaftsveränderung durch die großen Individuen der Helden wie der Heiligen, scheint für Dürrenmatt vorbei zu sein.

·         Die Möglichkeit, durch Zurücknahme der Erkenntnisse und auf Grund einer persönlichen und damit heldenhaften Opferhaltung die Menschheit zu bewahren, wird in dem Stück ganz zur Illusion. Die Entwicklung auf dem Niveau des Einzelmenschen ist als bestmögliche nicht mehr möglich für alle, da die Verantwortung für Erkenntnisse der Wissenschaft in die Hände aller gehört.

·         Die Physiker haben mit der Physik zu tun, und zwar mit dem Fortschritt der Kernphysik, dessen Auswirkung aber alle Menschen angeht: “Der Inhalt der Physik geht die Physiker an, die Auswirkung alle Menschen”.[39] Dürrenmatt regt zur Selbstbestimmung an, zur Verantwortung aller Menschen, um nach seiner Meinung die schlimmstmögliche Wendung zu verhindern. Die Geschichte, die der Stückeschreiber zu Ende gedacht hat, ist die Geschichte der heutigen Menschheit, die Geschichte von den Naturwissenschaftlern, die erkennen, dass ihr Wissen vernichtend ist, die durch Zurücknahme ihres Wissens zu retten bereit sind und die Sinnlosigkeit und Bedeutungslosigkeit ihres Handeln erfahren müssen. Diese Geschichte ist “zwar grotesk, aber nicht absurd (sinnwidrig).”[40] “Sie ist paradox”[41], aber möglich, daher geht sie alle Menschen an.

 

Literatur:

 

1.       Alexander, Neville E.: Die Physiker. Die Verantwortung des Forschers. In: Denken und Umdenken.  Hrsg. von Heinrich Pfeifer. München/Zürich 1977, S. 176-193

2.       Arnold, Heinz Ludwig: Frieden und Krieg. Friedrich Dürrenmatts Passion. In: Text + Kritik. Heft 50/5. Dezember 2003, S. 129-152

3.       Brock-Sulzer, Elisabeth: Friedrich Dürrenmatt. Stationen seines Werkes. Zürich 1960

4.       Dick, Ernst S.: Dürrenmatt. Der Besuch der alten Dame. Welttheater und Ritualspiel. In: Zeitschrift für deutsche Philologie LXXXVII (1968), S. 498-509

5.       Diller, Edward: Friedrich Dürrenmatts Chaos and Calvinism. In: Monatshefte. Vol. 63, Nr. 1, Spring 1971, S. 28-40

6.       Dürrenmatt, Friedrich: Vom Sinn der Dichtung in unserer Zeit. In: Theaterschriften und Reden. Zürich 1966, S. 56-64

7.       Ders. : Werkausgabe in dreißig Bänden. Zürich 1980

8.       Ders.: Werkausgabe in siebenunddreißig Bänden. Zürich 1998

9.       Durzak, Manfred: Die Travestie der Tragödie in Dürrenmatts ‘Der Besuch der alten Dame’ und ‘Die Physiker’. In; Der Deutschunterricht. 28. Jahrgang, 6. Heft (1976), S. 86-96

10.     Franzen, Erich: Das Drama zwischen Utopie und Wirklichkeit. In: Merkur. 149, XIV. Jahrgang, 7. Heft / Juli (1960), S. 738-756

11.     Geissler, Rolf (Hrsg.): Zur Interpretation des modernen Dramas. Frankfurt a.M. 1964

12.     Heisenberg, Werner: Der Teil und das Ganze. Gespräche im Umkreis der Atomphysik. München 1962

13.     Hinck, Walter: Das moderne Drama in Deutschland. Göttingen 1973

14.     Jauslin, Christian Markus: Friedrich Dürrenmatt. Zur Struktur seiner Dramen. Zürich 1964

15.     Jenny, Urs: Friedrich Dürrenmatt. Hannover 1985

16.     Jungk, Robert: Heller als Tausend Sonnen. Hamburg 1968

17.     Keel, Daniel (Hrsg.): Über Friedrich Dürrenmatt. Zürich 1980

18.     Keller, Oskar: Friedrich Dürrenmatt. Die Physiker. München 1970

19.     Knopf, Jan: Friedrich Dürrenmatt. München 1976

20.    Lehnert, Herbert: Fiktionale Struktur und physikalische Realität in Dürrenmatts Die ‘Physiker’. In: Sprachkunst. Jahrgang I/1970, S. 319-330

21.     Mayer, Hans: Brecht oder Dürrenmatt oder die Zurücknahme. In: Hans Mayer: Dürrenmatt und Frisch. Stuttgart 1963

22.    Monstervortrag über Gerechtigkeit und Recht. Nebst einem helvetischen Zwischenspiel. Zürich 1969

23.    Sauter: Gespräch mit Friedrich Dürrenmatt. In: Sinn und Form. 18. Jahrgang, 3. Heft (1966), Sonderheft II, S. 1218-1232

24.    Steiner, Jacob: Die Komödie Dürrenmatts. In: Deutsch Unterricht XV, 6. Heft (1963), S. 81-98


 

[1] Die Physiker reiht sich in eine literarische Tradition von Stücken ein, die ähnliche Themen bearbeiten. Als bekannt vorauszusetzen Brechts Galileo Galilei bzw. Leben des Galilei 1938/39; Carl Zuckmayers Physikersdrama Das kalte Licht 1955; Hans Henny Jahnns Atomstück Der staubige Regenbogen (anderer Titel: Die Trümmer des Gewissens) 1961 und dann Max Frisch’s Biografie. Ein Spiel von 1967 .

[2] Die Physiker wurde am 20. Februar 1962 im Schauspielhaus Zürich uraufgeführt. Die Aufführung war nicht nur dramaturgisch gut vorbereitet, sondern auch durch die Werbung. Der Inhalt blieb den Zuschauern vor der Aufführung unbekannt, und das Ganze wurde dem Publikum als gut verpackte Überraschung offeriert. Die Aufführung wurde ein großer Erfolg, 1962/63 war das Drama eins der meistgespielten Stücke im deutsprachigen Raum.

[3] Friedrich Dürrenmatt: Werkausgabe in dreißig Bänden. Zürich 1980; Bd. 7, S. 70.

[4] Vgl. dazu: Werner Heisenberg: Der Teil und das Ganze. Gespräche im Umkreis der Atomphysik. München 1962, S. 265ff.

[5] Dürrenmatt: Werkausgabe, Bd. 7, S. 86.

[6] Den Begriff der Zurücknahme kennt man in der deutschen Literatur der zweiten Nachkriegszeit. Es ist der deutsche Tonsetzer Adrian Leverkühn, der Romanfigur in Thomas Manns Stück Doktor 1943 Fausts. Als sein Patenkind, der kleine Fridolin, so früh und schrecklich sterben muss, sagte Leverkühn zu seinem Freund: ”Um was die Menschen gekämpft, wofür sie Zwingburgen gestürmt, und was die Erfüllten jubelnd angekündigt haben, das soll nicht sein. Es wird zurückgenommen. Ich will es zurücknehmen”. Der Freund, Serenus Zeitblom, versteht immer noch nicht und will genauer wissen, was denn zurückgenommen werden solle. – “Die Neunte Symphonie, erwiderte er. Und dann kam nichts mehr, wie ich wartete”.  Zitiert nach Hans Mayer: Brecht und Dürrenmatt oder die Zurücknahme. In: Hans Mayer: Dürrenmatt und Frisch. Stuttgart 1963, S. 5f.

[7] Dürrenmatt: Werkausgabe, Bd. 7, S. 73.

[8] Ebd., Bd. 7, S. 74.

[9] Friedrich Dürrenmatt: Vom Sinn der Dichtung in unserer Zeit. In: Theaterschriften und Reden. Zürich1966, S. 59.

[10] Dürrenmatt: Werkausgabe, Bd. 7, S. 74.

[11] Jan Knopf: Friedrich Dürrenmat. München 1976, S. 103.

[12] Zitiert nach: Heinz Ludwig Arnold: Frieden und Krieg. Friedrich Dürrenmatts Passion .In: Text + Kritik. Heft 50/5. Dezember 2003, S. 145.

[13] Dürrenmatt: Werkausgabe, Bd. 7, S. 75.

 [14] Wie der Polizeikommandant in Das Versprechen. Requiem auf den Kriminalroman 1958, war der Kriminalkommissar Voß eingespannt unter das Joch seines Berufes und könnte es wie dieser so erklären: “ Ich weiß, wie fragwürdig wir alle dastehen, wie wenig wir vermögen, wie leicht wir uns irren, aber auch, dass wir eben trotzdem handeln müssen, selbst wenn wir Gefahr laufen, falsch zu handeln”.

 Dürrenmatt: Werkausgabe, Bd. 22, S. 19.

[15] Ebd., Bd. 7, S. 60f.

[16] In einem Gespräch mit dem Stückschreiber drückt er die Machtlosigkeit der Physiker wie folgend aus: “Die Physiker im allgemeinen sind ja sehr verständnisvoll für die Schwierigkeit, in die ihr Denken die Welt gebracht hat. Aber es liegt ja nicht an ihrem Denken, dass dieses Denken gefährlich geworden ist. Das liegt in der Beschaffenheit der Welt. Und was mich viel mehr interessiert, war eigentlich, ich möchte das sagen, die Ödipussituation der Physiker, das heißt, die Situation, dass sie genau wissen, was ihr Denken und ihr Forschen eben für Resultate haben kann, und dass sie nicht imstande sind, diese Resultate zu verhindern”. Gespräch mit Friedrich Dürrenmatt. In: Sinn und Form. 18. Jahrgang, 3. Heft (1966), Sonderheft II, S. 1218-1232; S. 1219.

[17] Vgl. Urs Jenny: Friedrich Dürrenmatt. Hannover 1985, S. 88.

[18] Dürrenmatt: Werkausgabe, Bd. 7, S. 83ff.

[19] Nach einem komischen Zwischenspiel um einen Nobelpreisträger, der nicht sterben kann, während um ihn herum die Zahl der Toten steigt, in Der Meteor (1966 aufgef.), nimmt Dürrenmatt das Motiv der Weltkatastrophe wieder im Porträt eines Planeten auf. Die Düsseldorfer Aufführung (1970 bestand aus 25 Szenen, die kosmisches Geschehen vergegenwärtigen sollten. Der Mißerfolg läßt eine Neufassung des Stückes erwarten. Vgl. dazu: Walter Hinck: Das moderne Drama in Deutschland. Göttingen 1973, S. 191.

[20] Vgl. Neville E. Alexander: Die Physiker. Die Verantwortung des Forschers. In: Denken und Umdenken. Hrsg. von Heinrich Pfeifer. München/Zürich 1977, S. 188.

[21] Auf diese Deutung wies schon Ernst S. Dick in seinen Aufsatz: Dürrenmatt. Der Besuch der alten Dame. Welttheater und Ritualspiel. In: Zeitschrift für deutsche Philologie LXXXVII (1968), S. 498-509 hin. Der Gedanke wurde zuerst von Jacob Steiner: Die Komödie Dürrenmatts. In: Deutsch Unterricht XV, 6. Heft (1963), S. 81-98 geäußert, und zwar bezogen auf Claire in Der Besuch der alten Dame und Fräulein Dr. von Zahnd in Die Physiker. Die Frau Welt, die Frau als Welt, kann als durchgehendes Motiv bei Dürrenmatt behandelt werden.

[22] Dürrenmatt: Werkausgabe, Bd. 7, S. 85.

 

[23] Dürrenmatt: Werkausgabe, Bd. 7, S. 25

[24] Ebd., Bd. 7, S. 50.

[25] Ebd., Bd. 7, S. 75 f.

[26] Ebd., Bd. 7, S. 77.

[27] Ebd., Bd. 7, S. 82.

[28] Ebd., Bd. 7, S. 33.

[29] Ebd., Bd. 7, S.33.

[30] Dürrenmatt: Werkausgabe, Bd. 7, S. 82.

[31] Ebd., Bd. 7, S. 85.

[32] Vgl. Manfred Durzak: Die Travestie der Tragödie in Dürrenmatts Der Besuch der alten Dame und die Physiker. In: Der Deutschunterricht. 28. Jahrgang, 6. Heft (1976), S. 94.

[33] Robert Jungk: Heller als Tausend Sonnen. Hamburg 1968, S. 10.

[34] Vergleicht man die Argumente Möbius' im Stück mit den einundzwanzig Punkten, die als Thesen des Autors dem Komödientext beigefügt wurden, so spürt man ein hohes Maß der Übereinstimmung. Dürrenmatt scheint das Verhalten von Möbius zu rechtfertigen. Nicht bloß Diagnose eines Zustandes, sondern Anleitung zum Handeln für heutige Physik. Nicht bloß für Physik.

[35] Dürrenmatt: Werkausgabe, Bd. 7, S. 84.

[36] Ebd., Bd. 7, S. 84.

[37] Wie Dürrenmatts Rede zum Monstervortrag über Gerechtigkeit und Recht, in dem er die Hoffnung auf die Menschheit und ihre Zukunft ausdruckt: “Aber die Hoffnung bleibt, dass die Entwicklung der Menschheit und die Notlage, in die sie dabei great, den Menschen zur Vernunft zwingt. Das Verfluchte dabei ist nur, dass uns vielleicht verdammt wenig Zeit dazu übrig bleibt”. Monstervortrag über Gerechtigkeit und Recht. Nebst einem helvetischen Zwischenspiel. Zürich 1969, S. 102f. Vgl. dazu: Friedrich Dürrenmatt: Werkausgabe in siebenunddreißig Bänden. Zürich 1998; Bd. 18, S. 577 und Bd. 36, S. 208f.

[38] Dürrenmatt: Werkausgabe, Bd. 7, S. 92.

[39] Ebd., Bd. 7, S. 92.

[40] Ebd., Bd. 7, S. 92.

[41] Ebd., Bd. 7, S. 92.

 

Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) - www.ggr.ro

 

 

Coordonator sectiune: Madalina Marcu | Asistenti: Cristina Caramihai | Andreea Baranga 

+ Asociatia Studentilor din Facultatea de Limbi Straine | Contact

 

 

Home | BAC/Teze | Biblioteca | Referate | Games | Horoscop | Muzica | Versuri | Limbi straine | DEX

Modele CV | Wallpaper | Download gratuit | JOB & CARIERA | Harti | Bancuri si perle | Jocuri Barbie

Iluzii optice | Romana | Geografie | Chimie | Biologie | Engleza | Psihologie | Economie | Istorie | Chat

 

Joburi Studenti JOB-Studenti.ro

Oportunitati si locuri de munca pentru studenti si tineri profesionisti - afla cele mai noi oferte de job!

Online StudentOnlineStudent.ro

Viata in campus: stiri, burse, cazari, cluburi, baluri ale bobocilor - afla totul despre viata in studentie!

Cariere si modele CVStudentCV.ro

Dezvoltare personala pentru tineri - investeste in tine si invata ponturi pentru succesul tau in cariera!

 

 > Contribuie la proiect - Trimite un articol scris de tine

Gazduit de eXtrem computers | Project Manager: Bogdan Gavrila (C)  

 

Toate Drepturile Rezervate - ScoalaOnline Romania