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FÜNF PRINZIPIEN UND FÜNF FERTIGKEITEN

für das Dolmetschertraining

Claudia Iacobescu

1. Einleitung

Das Anliegen des vorliegenden Referats ist ein bescheidenes: Es werden im Hinblick auf die anzustrebende Dolmetschkompetenz von Fachleuten für Kommunikation, einige Techniken zur Entwicklung berufswichtiger Fertigkeiten beschrieben und analysiert. Begriffe wie Intuition, Aufmerksamkeit, Konzentration, dominante Hemisphäre und bevorzugtes Ohr werden aus der Perspektive des Dolmetschens definiert. Anschließend werden einige Übungen vorgeschlagen, die sich sowohl für Gruppen- als auch für Selbsttraining eignen.

Es soll von Anfang an gesagt werden, dass ich mich nicht mit der Ausbildung von “Profi”-Dolmetschern auseinander setzen werde, sondern mit dem Dolmetschtraining von Studierwilligen des Studiengangs „Kommunikation und PR“. Während der ausgebildete Dolmetscher schon zu seinem Studiumbeginn einige dem Beruf spezifische persönliche Fähigkeiten und Eigenschaften mitbringen muss, so stellen diese keine Zulassungskriterien für die hier genannten Kommunikationsfachleuten. Daraus ergibt sich auch der Angelpunkt der einzusetzenden Methodik.  Der weitaus überwiegende Teil der von den Absolventen durchzuführenden Dolmetschleistungen entfällt hauptsächlich auf das Stehgreifübersetzen und das konsekutiv ablaufende bilaterale Dolmetschen, das je nach seinem Gegenstand und seiner Bedeutung als Gesprächsdolmetschen oder Verhandlungsdolmetschen bezeichnet wird. Zum allgemeinen Studienangebot gehört auch das Dolmetschfach “Einführung in das Konsekutiv- und Simultandolmetschen”.

Somit ist man als Ausbilder mit einer doppelschweren Situation konfrontiert. Einerseits die mangelnde Zweisprachigkeit der Studierenden (eine absolut notwendige Eigenschaft der Sprachmittler), anderseits deren fehlenden berufsspezifischen Fähigkeiten und Eigenschaften. Demzufolge sieht man sich als Lehrkraft gezwungen sich umso mehr Gedanken über die Gestaltung der Dolmetschseminare zu machen. Der Stand der Dinge wird noch schwieriger, wenn man als ausbildende Lehrkraft kein praktizierender bzw. praktizierende DolmetscherInn ist, um den Studierenden die eigene Praxiserfahrung vermitteln zu können. (Pearl 1995 : 163)

Es scheint mir angebracht an dieser Stelle jene Grundprinzipien aufzuzählen, nach denen ich meinen Unterricht richte.

2. Prinzipien

2.1 Das erste Prinzip

Vor dem Einsetzen einer neuen Übung sollte man immer deren psycholinguistische und berufliche Bedeutung erklären, und den Studierenden zeigen wie der Schwierigkeitsgrad der Übung erhöht werden kann.

Beispiel: Folgende Übung eignet sich zum Selbsttrainieren der Aufmerksamkeit und der Konzentrationsfähigkeit und kann überall dort, wo es Autos gibt, eingesetzt werden. Dabei müssen Studierende Zahlen und Buchstaben, die sie auf den Schildern von vorbeifahrenden oder geparkten Autos sehen in L1 wiederholen. Der Schwierigkeitsgrad der Übung kann erhöht werden, indem sie diese Zahlen und Buchstaben von L1 in L2 wiedergeben. Hinzu könnte auch das Farbenkriterium gezogen werden (d.h. wieviele rote, weiße, silberne, schwarze usw. Autos sie gesehen haben und dies simultan in L2  übersetzen).

2.2 Das zweite Prinzip

Das Selbstbewusstsein der Studierenden, soll, insbesondere wenn es um ihr Gedächtnis geht, ausgebaut werden. Das ist eine Notwendigkeit, denn die meisten Studierenden beklagen sich über ihre Unfähigkeit, neue Informationen in das Kurzzeitgedächtnis aufzunehmen oder bestimmte Informationen in das Langzeitgedächtnis abzuspeichern.

Beispiel: Hierfür könnte man eine Übung anwenden, wobei den Studierenden bewusst gemacht wird, wie leicht sich komplexe Informationen, insofern diese ihrerseits als wichtig oder interessant eingestuft werden, speichern lassen. Bei dieser Art von Übung arbeitet man mit Texten, die hauptsächlich Zahlen enthalten. Es handelt sich eigentlich um eine  Diktatübung. Der Ausbilder liest einen Text in L1oder L2 vor. Studierende werden dabei aufgefordert, sich Hauptinformationen zu notieren:

Die Fastfood Kette MacDonald’s wurde 1955 gegründet, doch Sitzplätze gibt es hier erst seit 1966.

2.3 Das dritte Prinzip

Die Konzentrationsfähigkeit und das Aufmerksamkeitsniveau der Studierenden sollen schon von Anfang an hart trainiert werden.

Beispiel: Eine Übung mit Ablenkungselementen (z.B. Geräusche, übertriebene Gestik usw.) erweist sich dafür als sehr wirksam. Jede Lehrkraft kann ihre eigene Liste von Ablenkungselementen aufstellen.

2.4 Das vierte Prinzip

Jede neu eingeführte Übung ist zum ersten Mal möglichst einfach zu gestalten und soll von einer klärenden Besprechung gefolgt sein. Danach soll der Schwierigkeitsgrad der Übung graduell zunehmen mit dem Ziel auf folgende Faktoren zu achten: Redegeschwindigkeit, Satzkomplexität, Fachlichkeit des Wortschatzes.

2.5 Das fünfte Prinzip

Innerhalb dieser Veranstaltungen sollte der Fokus nicht der sein, reine  Wortschatzarbeit zu leisten, denn der Ziel ist nicht Sprache, sondern Dolmetschen zu trainieren. L1 und L2 Sprachkenntnisse stellen somit eine Vorraussetzung für das Konsekutiv- und Simultandolmetschen dar.

Eine Ausnahme bildet das Verhandlungsdolmetschen, wo auf Grund der festgelegten Palette von Verhandlungsthemen, die Studierenden die Möglichkeit haben, eine gezielte Vorarbeit durchzuführen. (Nebenbei gesagt, es gibt Ausbilder, die von ihren Studenten verlangen Vokabellisten zu jedem behandelten Thema aufzustellen.)

An dieser Stelle sollte darauf hingewiesen werden, dass es heutzutage Ausbilder gibt die ihren Dolmetschunterricht viel zu viel auf linguistische Methoden bauen und psycholinguistische Techniken einfach ignorieren.

Im Folgenden möchte ich einige Techniken zur Entwicklung berufswichtiger Fertigkeiten anführen, die mit großer Wirksamkeit im Unterricht eingesetzt werden können. Doch kurz zuvor möchte ich einige Schlüsseltermini für den Dolmetschertrainig näher definieren.

3. Schlüsseltermini

3.1 Intuition

Unter Intuition versteht man die simultane Interaktion zwischen der rechten und der linken Gehirnhemisphäre (siehe Tabelle 1). Wird die Intuition aktiviert, so bildet sich zwischen den zwei Speicherräumen (sprich Gehirnhemisphären) eine brückenartige Verbindung,  wodurch es zu einer Wechselwirkung zwischen diesen kommt.

Die Spezialisierung der Hemisphären beruht auf der erheblichen Bevorzugung einer Hand .(Sinz 1978 : 173) Die Hemisphären sind, auf Grund dieser Spezialisierung, für verschiedene Arten von Informationen empfindlich und behandeln sie auch auf unterschiedliche Weise. Die linke Hemisphäre tendiert zu einer schrittweisen, analytischen Verarbeitung hauptsächlich verbalen Materials, während die rechte überwiegend bildhafte Information synthetisch, gestalthaft verarbeitet. (Cartellieri, Esser, Harnisch 1979 : 173) Da den Leistungen der linken Hemisphäre  in unserem Kulturraum ein höherer Stellenwert gegeben wurde, ist diese stets bevorzugt trainiert worden. Optimal ausgenutzt wird das Gehirn jedoch erst, wenn beide Hirnhälften zur Lösung eines Problems eingesetzt werden. (Klampfl-Lehmann 1987 : 135)

Für das Dolmetschtraining sind diese Erkenntnisse von großer Bedeutung, insofern man sie dazu einsetzt, bei Studierenden jene Fertigkeit ausbilden zu wollen, wodurch sie die Funktionen der zwei Gehirnhemisphären simultan aktivieren können. Je schneller die zwei Hemisphären in Wechselwirkung treten, desto größer ist die Geschwindigkeit mit welcher kreative Aufgaben gelöst werden können. Es gibt Forscher,  die die Meinung vertreten, man könnte diese durch so genannte non-verbale Spiele trainieren.

 

Die Information gelangt über den Balken ins Bewusstsein.

(Klampfl-Lehmann 1987 : 131-133; Sinz 1978: 169-175)

3.2 Konzentration vs. verteilte Aufmerksamkeit

Indem wir uns konzentrieren wenden wir unsere Aufmerksamkeit einer einzigen Sache zu, während andere Dinge unserer Wahrnehmung entzogen bleiben. Untersuchungen haben zu der Erkenntnis geführt, dass in einem Zustand höchster Konzentration beide Hemisphären simultan betätigt werden. In diesem Kontext ist es vielleicht angebracht einen neuen Begriff einzuführen, nämlich jenen der Umschaltbarkeit zwischen den Operationen. Darunter verstehen wir die Geschwindigkeit mit welcher man von einem Aufgabentyp zum anderen übergehen kann. Die verteilte Aufmerksamkeit ermöglicht uns mehrere Sachen in ihrer Reichweite zu bewahren. Je gelassener eine Person ist, desto größer ist deren verteilte Aufmerksamkeit. Somit besteht die Aufgabe des Ausbilders darin, das Selbstbewusstsein der Studierenden zu fördern, wozu eine “entspannte” Atmosphäre während des Simultandolmetschunterrichts beitragen kann.

3.3 “Bevorzugtes” Ohr/ Hemisphärendominanz

Es ist noch nicht bewiesen worden, ob es eine Verbindung zwischen dem so genannten “bevorzugten” Ohr und einer der zwei Gehirnhemisphären besteht. Desöfteren können wir aber Dolmetscher sehen, die Kopfhörer nur auf einem Ohr haben. Werden sie nach dem Grund befragt, so behaupten sie sie können die auf ihnen zukommenden Informationen besser mit einem Ohr aufnehmen, und mit dem anderen die Wiedergabe überwachen. Es heißt, Rechtshänder können in der Regel auf dem rechten Ohr dargebotene Informationen besser wiedergeben, da die linke Hemisphäre für die Sprachwahrnehmung bei Rechtshändern spezialisiert ist.

Meiner Meinung nach, ist es die Aufgabe des Ausbilders, seine StudentenInnen darüber zu informieren, sie experimentieren zu lassen, um selbst feststellen zu können, ob diese Vermutungen für sie zutreffen oder nicht.

In diesem Punkte angelangt fragt man sich, was man unterrichten sollte? Die Antwort lautet: Techniken und Fertigkeiten.

Zu den Fertigkeiten gehören:

1.       Hören in L1

2.       Verstehen in L1

3.       Informationsspeicherung in L1

4.       Mentales Umkodieren, Komprimieren und Formulieren des Inputs

a)      für Konsekutivdolmetschen:

·         Verbalisieren des Inputs in L2

b) für Simultandolmetschen

·         Verbalisieren des Inputs in L2 unter weiterem Zuhören.

Das punktuelle Training für jede Fertigkeit umfasst:

1)      Hören

(erfordert hauptsächlich große Aufmerksamkeit und Konzentration)

Übungen:

·         Einführung von visuellen und akustischen Ablenkungselementen (z.Bsp. Geräusche, exzessive Gestik usw.);

·         Simultanes Arbeiten mit zwei unterschiedlichen Texten in L1;

·         Simultanes Arbeiten mit zwei unterschiedlichen Texten in L2;

·         Simultanes Arbeiten mit zwei Texten eines in L1 und eines in L2;

·         Shadowing.

2)      Verstehen

(erfordert hauptsächlich Fertigkeiten wie Antizipieren und Inferieren)

Übungen:

·         Vortragen von Texten in L1 mit zunehmender Redegeschwindigkeit;

·         Vortragen von Texten in L1 und L2 mit Einschub von unvollständigen Sätzen;

3)      Informationsspeicherung

(erfordert ein gut trainiertes Ultrakurz-, Kurz- und Langzeitgedächtnis)

Die einzusetzenden Übungen sollten:

·         die Fähigkeit Texte in Symbolschrift zu en- und dekodieren (Konsekutivdolmetschen), und

·         ein gutes Ohr für Namen und Zahlen trainieren.

4)      Umkodieren

(erfordert die Fähigkeit mündlich Texte erstellen zu können auf Grund bestimmter Schlüsselwörter oder Symbole, als auch zu komprimieren und formulieren)

·         mündliche Texterstellung  in L1 auf Grund von vorgegebenen Schlüsselwörtern in L1;

·         mündliche Texterstellung in L2 auf Grund von vorgegebenen Schlüsselwörtern in L2;

·         mündliche Texterstellung in L2 auf Grund von vorgegebenen Schlüsselwörtern in L1;

·         mündliche Texterstellung in L1 auf Grund von vorgegebenen Schlüsselwörtern in L2;

·         mündliche Texterstellung in L1 auf Grund von vorgegebenen Schlüsselwörtern in L1 und L2;

·         mündliche Texterstellung in L2 auf Grund von vorgegebenen Schlüsselwörtern in L1 und L2.

5)      Verbalisieren

Erfordert die Entwicklung folgender Fertigkeiten

für Simultandolmetschen:

·         sprechen während zuhören;

·         simultane Wiedergabe von Texten (man arbeitet mit Makroblocks auf syntagmatischer Ebene);

für Konsekutivdolmetschen:

·         nachträgliche Wiedergabe in L2 von längeren Textabschnitten auf Grund von Schlüsselwöertern in Symbolschrift;

·         Paraphrasierübungen.

4. Schlussfolgerungen

 Im Rahmen des Dolmetschertrainings sollte man der psycholinguistischen Komponente mehr Platz einräumen, unter Berücksichtigung des nicht wegzudenkenden Selbsttrainings des Auszubildenden.

In Anbetracht dieser Erkenntnis habe ich mich bemüht einige Ideen aufzubringen, um die Ausbildung im NICHT-Dolmetscherstudiengang effizienter und zugleich auch anziehender zu gestalten.

Die hier vorgestellten Techniken tragen zunächst einmal durch intensive Übung zum Erlernen bzw. Antrainieren von handwerklichen Fertigkeiten. Anderseits fördern sie die Anpassungsfähigkeit  als auch die geistliche Beweglichkeit der Studierenden, wodurch der zwischenmenschliche Kontakt nur zu gewinnen hat.

 

Literatur:

 

1.        Cartellieri, Claus, U.Esser und A. Harnisch (1979), “Zu Bedeutung und Aufgaben des Gedächtnisses beim Dolmetschen”, in: Fremdsprachen (3): 169 – 178.

2.       Klampfl-Lehmann, Ingrid (1987), Der Schlüssel zum besseren Gedächtnis, München und Zürich: Delphin Verlag.

3.       Pearl, Stephen B. (1995), “Lacuna, myth and shibboleth in teaching simultaneous interpreting”, in: Perspectives: Studies in Translatology, 3-2, 161-190.

4.       Sinz, Rainer (1978), Gehirn und Gedächtnis. Funktion und Leistung des menschlichen Gehrins, Stuttgart: Fischer Verlag

 

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Coordonator sectiune: Madalina Marcu | Asistenti: Cristina Caramihai | Andreea Baranga 

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