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Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) - www.ggr.ro

 

 

„DEUTSCHE SCHULEN“ IN DEN MOE–STAATEN

Deutsche Spezialabteilung Bukarest und Deutsche Abteilung Sofia

Gertrud Schilcher-Fuhrig

„Wohin werden Sie versetzt? Nach Budapest?“

„ Nein, ich sagte Bukarest!“

„Nach Bukarest? Ist das möglich mit zwei schulpflichtigen Kindern?“

„Klar, da gibt es eine Deutsche Schule, an der man auch das deutsche Abitur ablegen kann.“

Ein kleiner imaginärer Dialog, wie er vor jeder beruflich bedingten Auslandsverwendung geführt werden kann.

Sie rufen die Nummer der – wie Sie glauben – Deutschen Auslandsschule, Colegiul German Goethe an und sprechen mit dem – wie Sie glauben – Direktor der Deutschen Schule Bukarest, um Ihre beiden Kinder im Alter von 11 und 16 Jahren anzumelden.

Während des Gesprächs erfahren Sie, dass die Deutsche Schule eigentlich eine rumänische Schule ist und Sie daher sowohl mit dem Schulleiter der Spezialabteilung des Deutschen Goethe-Kollegs (9.–12.-Klasse) als auch mit der rumänischen Schulleitung (1.-8-Klasse) sprechen müssen, um festzustellen, dass die Schule für rein deutschsprachige Schüler nur bedingt oder eher kaum geeignet ist.

Aber warum?

Was ist das für eine Institution, die sich „Deutsche Spezialabteilung“ des Goethe-Kollegs nennt?

Die Schule, das „Colegiul German Goethe“, hat Tradition. Sie wurde vor 250 Jahren gegründet, um den Interessen der deutschen Minderheit in Rumänien zu dienen und deren Kinder Sprache und Kultur der alten Heimat zu vermitteln. Nach dem Fall Ceauºescus (Ausbruch der Revolution am 20. Dezember 1989 in Temeswar) verließen viele Angehörige dieser deutschen Minderheit das Land, um sich in Deutschland ein neues Leben aufzubauen. Deutschsprachige Schüler sowie deren Lehrer hinterließen vakante Stellen und so kam es dazu, dass immer mehr Kinder, deren Muttersprache rumänisch war, in diese Schule eintraten, um auf sehr hohem Niveau das Deutsche zu erlernen. Will man die Richtlinien der europäischen Kompetenzstufen anwenden, so wird das angestrebte Ziel zwischen C2 und Muttersprache liegen. Die Einrichtung hat traditionsgemäß einen sehr guten Ruf. Die Nachfrage ist groß und jedes Jahr muss eine Großzahl von Bewerbern abgewiesen werden. Eltern wählen diesen Schultyp, um ihren Schützlingen einen interkulturellen Berufsweg ermöglichen zu können.

Wie ist die Schule gegliedert?

Im Alter von 6 Jahren absolvieren die zukünftigen Schüler eine Eingangsprüfung und durchlaufen dann die 4- jährige Grundschule, deren Unterricht in allen Fächern auf Deutsch als Muttersprache erteilt wird. Rumänisch wird für alle als erste Fremdsprache unterrichtet, was sie de facto, seit dem starken Rückgang der deutschen Minderheit nicht mehr ist. In der 3. Klasse kommt das Englische als 2. Fremdsprache hinzu. Alle Fächer in der Grundschule werden von deutschsprachigen  rumänischen Lehrkräften unterrichtet.

Danach durchlaufen die Kinder von Klassenstufe 5 bis einschließlich 8 den sprachlich eher rumänisch orientierten Schulabschnitt. Das Deutsche tritt etwas in den Hintergrund, da hier häufig rein rumänisch sprechende Lehrer eingesetzt sind und diese Klassenfolge der Festigung des Rumänischen dient.

Am Ende der 8. Klasse legen alle Schüler einen, zentral gestellten, schriftlichen Leistungstest ab, der auch ihre deutschen Sprachfähigkeiten testet. Diejenigen mit sehr guten Deutschkenntnissen erhalten die Option in die „Deutsche Spezialabteilung“ des Goethe-Kollegs aufgenommen zu werden, während die übrigen Schüler den rumänischen Zweig besuchen, an dem sie am Ende ihrer Schulzeit das deutsche Sprachdiplom DSD ablegen können. Die deutsche Spezialabteilung sowie die rumänische Abteilung sind jeweils zweizügig.

Die deutsche Spezialabteilung des Goethe-Kollegs besteht aus 4 Klassenstufen. Am Ende der 12. Klasse legen die Schüler die deutsche Hochschulreifeprüfung gemäß der Prüfungsordnung für Ost- und Mitteleuropa und das rumänische Baccalaureat ab und haben damit formal den Zugang zu deutschen und rumänischen Universitäten und zu allen internationalen Hochschulen, an denen Deutsches Abitur anerkannt wird.

Das „Colegiul German Goethe“ ist eine staatliche, rumänische Schule. Es fallen keine Schulgeldkosten an.

Ähnlich und doch etwas anders ist das „Galabov Gymnasium“ in Sofia (Bulgarien) gegliedert.

Diese bulgarische Schule beginnt mit der 8. Klasse und besteht aus drei Teilen:

 

      1. der „Deutschen Abteilung“, die zur deutschen Hochschulreifeprüfung führt;

Klasse 9 – 12 ; zwei Parallelklassen

2. dem DSD – Zweig ab Klasse 10 – 12; vier Parallelklassen

3. den Normalklassen; Klassen ohne deutschen Abschluss; zwei Parallelklassen

Die 8. Klassen sind die sogenannten Vorklassen mit sieben Parallelklassen. Dort werden zum deutschen Spracherwerb 20 Wochenstunden Deutsch erteilt, weil in der Regel vorher keine Deutschkenntnisse vorhanden sind.

Die Schule wird zu 99 % von Bulgaren besucht. Ein kleiner internationaler Anteil mischt sich bei, wie im gegenwärtigen Schuljahr ein Koreaner, ein Chinese, eine Schweizerin und wenige Deutsche mit doppelter Staatsangehörigkeit.

Um in die 8. Klasse zu gelangen, muss eine Aufnahmeprüfung in den Fächern Bulgarisch und Mathematik abgelegt werden. Deutsche sind davon ausgenommen. Im vergangenen Jahr hatten sich für die Aufnahmeprüfung 5400 Bewerber gemeldet. Der Andrang ist gewaltig.

Nach der 8.Klasse gibt es eine Aufnahmeprüfung in die „Deutsche Abteilung“. Von den 200 Bewerbern werden in diesem Jahr etwa 135 Schüler zur Prüfung zugelassen werden. 48 – 50 Schüler werden aufgenommen. Das Verfahren ist selektiv, nur die besten finden Eingang und somit kann ein hohes Lernniveau garantiert werden, was im vergangenen Jahr zu einer Abiturdurchschnittsnote von 1,6 geführt hat.

Für Kindergarten, Primarbereich, Klassenstufen 1 – 7, und 8.Klasse als Vorklasse hat sich vor 15 Jahren auf Elterninitiative hin eine rein bulgarische Privatschule, die „Erich Kästner Schule“  mit einem deutschen Zweig gebildet. Vor 10 Jahren bekam sie die Anerkennung als bulgarische Schule und zugleich die Erlaubnis deutschsprachige Schüler nach deutschem Lehrplan (dem thüringischen) unterrichten zu dürfen. Das Konzept der schrittweisen Integration ist Grundlage. Die Zahl der Unterrichtsfächer, an der bulgarische und deutsche Schüler teilnehmen, wird größer.

Diese besonderen „Deutschen Abteilungen“ sind immer mit der jeweiligen nationalen Schule des Landes kopuliert und bilden einen Teil von ihr. „Deutsche Abteilungen“ sind keine eigenständigen „Deutschen Schulen“, sondern stellen einen besonderen Zweig innerhalb der jeweiligen Nationalschulen der MOE – Staaten dar. Die Leiter der Abteilungen kooperieren eng und in Absprache mit den jeweiligen Kollegen des Landes. Die entsandten Fachkräfte vermitteln mit größter Innovativität in besonderer Weise deutsche Sprache, deutsche Literatur, deutsche Denkstrukturen, deutsche Kultur sowie weitere Fremdsprachen wie Englisch, Französisch oder fakultativ Latein (Deutsche Abteilung Sofia). Sie bemühen sich zusammen mit ihren jeweiligen Landeskollegen um angemessene Qualitätssicherung.

Durch die guten Kontakte und Netzwerke, die die an solchen Abteilungen unterrichtenden deutschen Lehrkräfte naturgemäß haben, können auch verstärkt Mobilitätsprogramme, seien es nun Vermittlungs- oder Austauschprojekte durchgeführt werden. Damit erfüllen die Deutschen Abteilungen in besonderer Weise die Richtlinien des europäischen Ratsbeschlusses vom 15. Dezember 2004, wonach die Anzahl der an solchen Projekten teilnehmenden Schülern erhöht werden und die Lernerfahrung im Ausland gefördert werden soll, damit dies in Zukunft in einem Europass Mobilität zertifiziert werden kann. Dies ist Grundlage für eine größere Transparenz und Vergleichbarkeit und dient dem Zusammenwachsen Europas.

Diese besonderen „Deutschen Abteilungen“ gibt es in Liberec / Tschechien, in Poprad /Slovakei, in Talinn / Estland, in Temeswar/Rumänien, in Bukarest / Rumänien und in Sofia / Bulgarien.

Ich komme zurück auf meine Ausgangsfrage:

Warum kann ich meine 11 und 16 Jahre alten Kinder nicht auf diese „Deutschen Abteilungen“ schicken? Die Voraussetzungen scheinen ideal; der deutsche Lehrplan ist gültig; was spricht dagegen?

Ich frage den Direktor der „Deutschen Abteilung“ Sofia, Herrn Dr. Detlef Fechner. Er differenziert folgendermaßen: „Die Unterbringung von Kindern im Kindergarten und in den Klassenstufen 1-8 ist kein Problem, da von deutscher staatlicher Seite derzeit auf jeden Fall eine schulische Grundversorgung für Klasse 1 – 8 garantiert wird. Klasse 9 – 10 ist am Galabov Gymnasium unproblematisch, da intern der Unterricht in der 2. Fremdsprache (Französisch oder Latein) sowie zusätzlich Physik in deutscher Sprache organisiert werden kann. Schwierig ist augenblicklich noch Klasse 11- 12, da entsprechend der Reifeprüfungsordnung für Bulgarien das Fach Bulgarisch Pflichtfremdsprache im Abitur ist. In besonderen Fällen kann differenzierter Unterricht durchgeführt werden. Es steht dann aber am Schluss ein externes Abitur in Thessaloniki an.“

Und was mache ich mit meinen Kindern, wenn ich durch eine der zahlreichen deutschsprachigen Firmen und Institutionen nach Bukarest versetzt werde? Ich frage den Leiter der dortigen Spezialabteilung, Herrn Hans-Joachim Fuhrig MBA: „Eine Aufnahme in die Spezialabteilung ist nur ab Klasse 9 möglich, wobei dafür Gymnasialzeugnisse nachgewiesen werden müssen. Bei uns muss jeder, der die Fremdsprachenfolge Englisch, Französisch hat, zusätzlich Rumänisch lernen. Rumänisch wird dort nicht als Fremdsprache unterrichtet, sondern de facto als Muttersprache behandelt. Gewisse Nachholfristen können eingeräumt werden, in denen Rumänisch im Privatunterricht nachgelernt werden kann. Die Schule stellt bislang keinen zusätzlichen Unterricht für solche Bedürfnisse zur Verfügung. Abitur muss schriftlich in Rumänisch, Deutsch, Mathematik und einem vierten, vom Prüfling auszuwählenden Fach, abgelegt werden. Rumänisch ist auch im Mündlichen verpflichtendes Prüfungsfach. Den erfolgreichen Schülern wird das rumänische Baccalaureat und das Zeugnis der deutschen allgemeinen Hochschulreife zuerkannt.“

Jedoch den Wert dieser speziellen „Deutschen Abteilungen“ in den MOE–Staaten kann man nicht hoch genug einschätzen, auch wenn sie für ein rein deutschsprachiges Klientel kaum geeignet sind. Sie genießen in diesen Ländern ein hohes Ansehen, gehören zu den besten Schulen des Landes oder rangieren im „Ranking“ sogar auf Nummer 1 wie das Galabov Gymnasium, Sofia. Sie bereiten die jungen Menschen, wie es kaum ein einheimisches nationales Schulsystem fertig brächte, durch die Vielfalt der von ihnen vermittelten Sprachkompetenzen, durch ihre Mobilitätsangebote sowie durch das internationale Flair, die täglich gelebte Toleranz, die für jede Art von interkultureller Kooperation notwendig ist, auf ein geeintes Europa vor. Die Jugendlichen, die diese „Deutschen Abteilungen“ durchlaufen haben, stehen flexibel, selbstständig, selbstbewusst und mit persönlicher Reife den künftigen Herausforderungen gegenüber.

Aber lassen wir doch eine Schülerin der Deutschen Spezialabteilung des Goethe-Kollegs Bukarest, Laura Ioana Santa aus der Klasse 12 B, selbst zu Wort kommen. Ich frage sie, warum sie diese Abteilung besuche, wie sie das Lehr- und Lernprogramm der Deutschen Abteilung beurteile und was sie davon hielte, von aus Deutschland entsandten Lehrkräften unterrichtet zu werden? Spontan erzählt sie mir:

Ich habe schon vor Eintritt in die Deutsche Abteilung 8 Jahre lang die deutsche Sprache gelernt. Ich habe die Abteilung gewählt um in Deutschland studieren zu können und um in Rumänien beruflich mehr Chancen zu haben.

Im Gegensatz zum rumänischen System gibt es bei uns viele Gruppenarbeiten und die Beziehungen zwischen den Schülern untereinander spielen eine wichtige Rolle. Der Unterrichtsstoff ist nicht mit Inhalten überladen und er wird gründlich erarbeitet. Referate werden nicht einfach nur abgegeben, sondern man trägt sie vor; man spricht frei. Wir lernen hier weniger auswendig und versuchen die Inhalte gründlich zu verstehen. Z.B. kann man bei Semesterarbeiten in Physik, Chemie oder Biologie die Formelsammlung benützen; sie muss nicht wie im rumänischen System auswendig gelernt werden.

Deutsche Lehrkräfte empfinde ich als positiv, weil ich Kontakt mit der authentischen Sprache aus Deutschland haben möchte. Dadurch bekomme ich auch Kontakte zu Deutschland. Ich habe schon zwei Sommerstipendien erhalten. Ich habe erfahren was ich in Zukunft in Deutschland machen kann. Durch die Teilnahme an einem Workshop zum Thema EU in Bonn habe ich internationale Kontakte erhalten. Ich habe das Europäische Parlament besucht.

Ohne den Besuch der Deutschen Abteilung wäre mir das nie möglich gewesen.

 

Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) - www.ggr.ro

 

 

Coordonator sectiune: Madalina Marcu | Asistenti: Cristina Caramihai | Andreea Baranga 

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