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Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) - www.ggr.ro

Zeitschrift der Germanisten Rumäniens, 9. Jg., Heft 17-18 / 2000, S. 415-420

 

 

Die Leseprobe

 

 

 

Karin Gündisch

 

Gestern, vor hundert Jahren

(Fragment)

 

 

Edith träumt vor dem Einschlafen.

Sie träumt von Kleidern, das ist beruhigend, träumt von Linien und Farben. Von Dekolletés, die ihre mageren Brüste hervorheben; von Knöpfen an der Bluse, er liebt mich, er liebt mich nicht, er liebt mich, ungerade Zahl; von weiten Ärmeln ohne Bündchen oder Puffärmeln, die gerade modern sind; von Röcken, in der Taille gerafft, gereiht, daß sie die schmalen Hüften verdecken; und sie träumt von Farben; Rot, die Farbe der Liebe; Grün, die Farbe der Hoffnung, daß der neue Klassenkollege ihr einmal in die Augen sieht; Gelb, die Farbe der Eifersucht, weil sich Eve neben ihr gesetzt hat; Blau, die Farbe der Treue und das Versprechen, ihr erstes Kind Ernst zu taufen; Schwarz, die Farbe des Schmerzes, des Verzichts, falls er Eve vorziehen sollte; und Weiß, die Farbe des Vergessens, des Friedens, des Schlafs.

Edith schläft friedlich ein.

 

Den dreiundzwanzigsten November wird sich Edith merken wie das historische Datum einer Niederlage. Am dreiundzwanzigsten November hat ihre Freundin Karin Geburtstag, und der wird gefeiert. Und noch wie. Mit Blasmusik, fünf Mann stark, die besten aus der ganzen Gegend.

Der Vater muß Edith aber erst erlauben, an dem Fest teilzunehmen. Nur sie allein braucht eine ausdrückliche Erlaubnis. Für alle andern ist es selbstverständlich, daß Feste gefeiert werden.

An die Erlaubnis ist jedesmal eine Bedingung geknüpft. Edith muß um elf Uhr zu Hause sein.

Edith weiß, daß sie später nach Hause kommen wird, der Vater weiß es auch und sieht sie argwöhnisch an. Die Mutter weiß es auch, und ihrem Blick ist die Erinnerung abzulesen an das letzte Fest, von dem Edith später als befohlen nach Hause gekommen war, und sie, die Mutter, es gewagt hatte, zu sagen: Die Andern dürfen bis zum Ende des Festes bleiben. Der Vater hatte einen Stuhl durch die Luft gewirbelt, ihn nach der Mutter geschleudert und den Luster zerschlagen.

Immer, wenn Edith auf ein Fest will, wirbeln in Mutters Augen fliegende Stühle, durchzucken Scherben ihren Blick. Bei Edith trauen sich die Scherben nur bis in die Augenwinkel, und die bittere Hoffnung auf das Fest verdrängt die Trübungen.

Am dreiundzwanzigsten November kommt Edith erst um ein Uhr nachts nach Hause. Es begleitet sie ihr ein Jahr älterer Nachbar, dem die Akne ein Eitermuster ins Gesicht geschrieben hat, ein stiller Junge ohne Hoffnung bei den Mädchen. Edith klopft leise an die Jalousien des elterlichen Schlafzimmers und wartet, daß die Mutter zum Gassentor kommt und aufschließt. Ihre Mutter aber öffnet vorsichtig das Fenster: Ich bin im Schlafhemd, sagt sie. Ich komme gleich. Sie verabschiedet den Nachbarsjungen, und Edith versteht, daß er jetzt gehen muß. Er aber will bleiben, bis sie im Haus ist. Sie muß ihn verscheuchen, denn er braucht nicht zu sehen, was nun folgt, und er geht nun tatsächlich wieder auf das Fest , wo alle schon über Edith spotten. Über das brave Mädchen, das immer pünktlich und als erstes zu Hause sein muß.

Niemand hat die Absicht, Edith zu verderben, sie selbst hat nichts im Sinn, und der eiternarbige Peter hat sie nur begleitet, damit sie keiner nächtlichen Gefahr, herumstreunenden Hunden, besoffenen Kartenfreunden oder einem rufenden Käuzchen im Dachgiebel, das den Tod verkündet und sie ängstigen könnte, auf dem Heimweg ausgesetzt ist.

Der Vater aber weiß, die späten Stunden sind die gefährlichen, die, mit den verwischten Konturen, und zu dieser Zeit will er Edith zu Hause haben in ihrem Bett im Wohnzimmer. Er will ihr Siegel und das verschlingende Verließ, das Kinderbeet, mit seinem Schnarchen, das die Wände erzittern läßt, bewachen und bewahren, damit sich keiner an der Tochter verlustieren kann, damit kein Rebstock in sie gepflanzt wird mit der grünenden Frucht der Schande, und damit sein Ablöser, der nächste Wächter, ihm, dem Vater, keine Vorwürfe machen kann, er habe seine Pflicht nicht getan.

Er liebt Edith und will sie vor Kummer schützen. Er weiß. Wie groß die Beleidigung eines Mannes ist, der sich in bergsteigerischem Ehrgeiz auf einem noch nie behangenen Weg wähnt und einen ausgetretenen Pfad vorfindet, auf dem eine Vielzahl zweisackiger Touristen lustwandelt ist, aber auch einziger hätte gereicht, um den legitimierten Bergsteiger zu verwunden, und das hätte er Edith ein Leben lang heimgezahlt.

Der Vater liebt Edith und gönnt sie keinem. Keiner soll aus ihr ein durchlöchertes Sieb machen. Sie soll eine Kelle sein, in der sich das reine Wasser sammelt, und kein Trichter, durch den alles durchgeht. Sie soll eine Pfanne am Herd sein, ohne gesprungenes Email, eine Porzellanschüssel ohne schmutzige Brachspalte.

Der Schande zum Quadrat hat der Vater vorgebeugt, die Angst zu Ediths Wächter bestellt. Die Angst würde jede Lust zerhacken, Glassplitter in den Zaun einmauern und jeden Eindringling verletzen und verjagen. So geschützt würde Edith auf den Einen und Einzigen warten.

Am dreiundzwanzigsten November wird der Vater wie jeden Samstag bei einem Freund am andern Straßenende Karten spielen. Als der nichtsahnende Nachbarsjunge um die Ecke verschwindet, öffnet die Mutter das Fenster weit und stellt einen Stuhl auf die Straße, damit Edith einsteigen kann.

Er hat die Schlüssel mitgenommen, sagt die Mutter. Er wollte, daß du sie von ihm holst.

Edith klettert zum Fenster hinein, die Mutter zieht den Stuhl nach. Edith will vom rauschenden Fest, von den Tänzern rezählen, von den Späßen und Spielen, aber die Mutter unterbricht sie mit einer Stimme, die wie ein aufgescheuchter Vogel durch das Zimmer flattert.

Schnell, er kann jeden Augenblick kommen.

Edith zieht sich aus, hängt das verschwitzte Kleid in der Eile schief auf den Bügel und den Bügel hängt sie an den Schrank hinter die Tür im Schlafzimmer der Eltern. Dort ist sein Platz. Im Wohnzimmer gibt es keine Stelle, wohin man einen Bügel hängen kann, und verschwitzte Kleider gehören nicht in den Schrank.

Die Mutter macht dunkel, und sie höre, wie sich der Schlüssel im Torschloß dreht. Edith schiebt sich ungewaschen, was Mutter nie erlaubt, und halbbekleidet, was Vater verbietet, in Schlüpfer und Kombine unter die Decke, ihr Magen wird zu einer Riesenkralle, die ihre ganze Person nach ihnen zieht.

Wenn er das Licht gesehen hat …

Wenn er das schief hängende Kleid sieht …

Wenn er ihr die Decke wegzieht …

Aber er ist müde, es ist schon spät in der Nacht, und vielleicht war der Abend besonders gelungen, vielleicht hat er beim Kartenspiel gewonnen. Er geht durch das Wohnzimmer, macht Licht im Schlafzimmer und sieht das weit geöffnete Fenster.

Wieso schläfst du mit offenem Fenster, fragt er.

Ich habe Atembeklemmungen, sagt die Mutter. Es war so schwül in der Wohnung.

Der Vater schließt das Fenster, sein Blick bleibt einen Atemzug lang an dem schief hängenden Kleid haften, dann sieht er die Frau an, die den Stuhl wieder fliegen fühlt und den Luster zersplittern hört, und sagt nichts. Wahrscheinlich hat er doch Glück beim Kartenspiel gehabt.

Er legt sich ins Bett. Wann ist sie gekommen, fragt er friedlich.

Um elf, lügt die Mutter, nun auch schon etwas ruhiger.

Und wie ist sie in den Hof hinein?

Der Einwohner hat ihr aufgeschlossen.

Dann atmet der Vater tief, sein Gaumensegel schwingt im Luftzug und ein grobes Schnarchen läutet den nächtlichen Frieden ein.

Das Fest ist gefeiert, den Preis der Angst gezahlt.

 

Ediths Mutter haßt Blumen. Sie schütteln ihren Blütenstaub auf das gestickte Tischtuch, sie verwelken, das gestandene Wasser stinkt nach Friedhof.

Nach jedem Streit mit der Mutter bringt der Vater Blumen. Es gibt in der ganzen Nachbarschaft nicht noch so einen aufmerksamen Mann, der seiner Frau derart oft Blumen bringt. Meistens bringt er angeberische Nelken, wie die bei Staatsbesuchen üblich sind. Wenn die Blumen einmal da sind, erwartet der Vater, daß die Mutter lächelt. Die Nelken bleiben lange frisch und erinnern Mutter daran, daß sie lächeln muß.

Aber sie haßt die Blumen. Vater liebt Blumen.

An der Hauswand entlang züchtet er Rosen. Täglich knipst er die verwelkten Blumenknöpfe ab. Er hat die schönsten, üppigsten Rosen im Ort, und oft öffnen Vorbeigehende das Hoftor, um sie zu bewundern.

Niemand außer ihm darf Rosen abschneiden. Vater sucht nach frischen Schnittstellen und merkt gleich, wenn eine fehlt. Dann gibt es Streit. Nach jedem Streit mit dem Vater schneidet Mutter heimlich ein paar Rosen ab. Sie steckt sie in die Handtasche, damit Vater sie nicht sieht, und geht auf den Friedhof. Hinter dem Friedhofstor holt sie die Rosen aus der Tasche.

Auf dem Grab von Ediths Großmutter stehen fast den ganzen Sommer und den Herbst über die schönsten Rosen, die es im Ort gibt.

Im Wohnzimmer sind aber meistens Nelken in der Vase.

Rosen und Nelken welken nicht. In Ediths Erinnerung stinken sie ein Leben lang.

 

Im Vorzimmer steht ein großer, hellgrüner Schuhschrank. Dort hält Vater seine Schuhe. Er hat viele, denn er legt Wert auf gute Kleidung und Schuhe. Vater gestattet Mutter, ein Paar Winterschuhe und ein Paar Sandalen in seinem Schrank aufzubewahren. Die sind natürlich immer tadellos geputzt. Edith und ihr Bruder halten ihre Schuhe in der Küche hinter der Tür. Sie haben keinen Zutritt zu Vaters Schuhschrank.

Manchmal dürfen oder wollen sie Vater die Schuhe putzen. Dürfen oder wollen heißt müssen. Vater hat Schuhe aus weichem Leder, die keine wunden Fersen machen. Vaters Fuß wächst nicht mehr. Darum, aber nicht nur darum, kauft er sich teuere, gute Schuhe. Edith und ihr Bruder haben immer wunde Fersen.

Edith wünscht sich, daß ihre Füße nicht mehr wachsen.

Vater vertritt den Standpunkt, daß die Kinder sich gute Schuhe und Kleidung kaufen werden, wenn sie einmal selbst Geld verdienen. Sie haben noch das ganze Leben vor sich.

Ja, Edith hat das Leben noch vor sich und beginnt es mit wunden Fersen.

Die besten Stücke vom Huhn sind die Oberschenkel, das trockenste Fleisch ist das von der Brust, und die meiste Haut ist an den Flügeln. Am Bürzel ist Fett, am Rücken und am Hals ist nur Geknöch.

Ediths Mutter zerlegt das Huhn, bevor es auf den Tisch kommt. Die Fleischstücke liegen auf der makellosen Porzellanschüssel und glänzen goldgelb vom Fett. Noch sind es Hühner aus eigener Zucht. Die Mutter teilt aus. Als erster wird jedes mal der Herr des Hauses gefragt: Welches Stück möchtest du? Und so sicher wie das Amen in der Kirche sagt der Vater demütig, bescheiden: Ein Flügelchen.

Dieses Flügelchen verwandelt sich aber jedesmal durch Mutters Zutun in einen Oberschenkel. In Gedanken spricht sie aber statt eines Zauberspruchs eine Verwünschung aus: Möge dir doch der Knochen vom besten Stück einmal im Hals stecken bleiben!

Sie lächelt gequält und schiebt das Fleischstück auf Vaters Teller. Der Hausfrieden ist gerettet. Es ist nun unwahrscheinlich, daß Vater aus irgendeinem nichtigen Grund in der nächsten halben Stunde explodiert. Er wird ruhig sein Flügelchen verspeisen, an dem ihm so viel liegt.

Die Freßordnung teilt den verbliebenen Oberschenkel für die Kinder. Sie selbst ißt die halbe Hühnerbrust und redet sich jedesmal ein, es sei das beste Stück vom Sonntagsessen.

Alle werden satt. So satt, daß Edith beim Anblick eines Flügelchens jedesmal einen Hühnerknochen im Hals spürt.

Jeden Sonntag morgen um neun Uhr kehrt Ediths Mutter die Teppichfransen. Sie hat sie schon so oft gekehrt, daß der Teppich allmählich eine Glatze bekommt. Abends vor dem Schlafengehen werden die vergitschten Fransen noch einmal gekehrt. Der Fransenkamm hat seinen Platz im Bad unter dem Schrank und liegt parallel zur Schrankkante. Manchmal darf Edith Fransen kehren.

Staub wischen darf sie nicht. Niemand darf die Möble berühren. Die Mutter wäscht sich die Hände, hölt den sauberen, gebügelten Staubfetzen aus dem Badezimmerschrank und wischt die Möbel vom Staub ab. Sie wischt oben, unten, seitlich, wischt Kanten und Zierleisten ab. Bei dieser Arbeit ist Mutter nervös und darf nicht gestört werden. Wenn jemand den Ellenbogen auf das Bett stützt, eine Nippfigur befingert, oder die Tischbeine mit den Füßen berührt, leidet Mutter, es zerreißt sie innerlich und sie darf den begonnenen Satz, der ihr im Hals schon gerinnt, nicht unterbrechen, darf den Blick nicht auf die Stelle des Frevels heften, muß den Gesichtsausdruck beherrschen. Der Vater erlaubt ihr die Zwänge nicht. Niemand versteht, warum der Schlüssel zum Kleiderschrank waagerecht stehen muß, parallel zum Teppichrand. Aber er muß so stehen. Mutters innere Ordnung, die nicht von ihr, aber auch nicht vom Vater abhängt, gebietet das. Die Mutter wäscht sich die Hände und die Arme gründlich mit Seife bis zum Ellenbogen, trocknet sie an der Luft, denn ihr sauberes Handtuch ist schon benützt, also nicht mehr ganz sauber, dann faßt sie den Schrankschlüssel mit zwei Finger und öffnet die Tür, ohne sie zu berühren. Im Schrank hängen ihre Kleider auf den Bügeln die in gleichen Abständen von einander entfernt sind. Sie schiebt die Bügel vorsichtig beiseite, um für ein Kleid Platz zu machen. Dann bürstet sie das Kleid vorsichtig in der Küche, schüttelt es noch einmal, damit kein Fädchen Staub an ihm kleben bleibt, bevor sie es in den Schrank hängt. Sie wäscht sich wieder die Hände, trocknet sie an der Luft, streicht das Kleid im Schrank gerade, damit es auch ordentlich hängt, dann mißt sie mit freiem Auge die Abstände zwischen den Bügeln und sorgt dafür, daß sie alle gleich sind. Das dauert eine Weile. Die Mutter ist sehr genau. Dann wäscht sie sich wieder die Hände, weil sie von den schon getragenen Kleidern nicht nach dem Schrankschlüssel greifen kann. Sie faßt den Schrankschlüssel mit zwei sauberen Fingern an, schribt die Tür zu und schließt ab. Der Schlüssel steht waagerecht, parallel zum Teppich. Nun ist diese Arbeit beendet, und Mutter atmet erleichtert und befreit

Niemand darf zusehen, wenn sie an die Schränke geht. Wenn Mutter einen Schrank öffnet, darf niemand im Zimmer sein.

Vaters zwölf Maßanzüge stehen in Reih und Glied in seinem Schrank. Die Wäsche ist auf Bügelkante gefaltet. Die übereinander gestapelten Handtücher bringen die Ordnung zur Vollkommenheit.

Mutter verwaltet alle Wäsche- und Geschirrschränke im Wohn- und Schlafzimmer. Sie wechselt ihre Kleider nicht gern und benützt das gute Geschirr, nur wenn der Vater sie dazu zwingt. Dann wäscht sie es zweimal ab, spült es zweimal und trocknet es mit sauberen Tüchern ab, poliert es, bis es glänzt und blendet. Dann wäscht sie sich wieder die Hände und faßt mit zwei Fingern den Schlüssel vom Geschirrschrank, der waagerecht, parallel zur Schrankkante stehen muß. Sie öffnet die Tür, wäscht sich die Hände, trocknet sie an der Luft, räumt das Geschirr ein, die Tassen in gleichem Abstand voneinander, die Henkel im selben Winkel zueinander, wäscht sich die Hände, trocknet sie an der Luft, faßt den Schlüssel mit zwei Fingern, schiebt die Tür zu, schließt ab, dreht den Schlüssel waagerecht, parallel zur Schrankkante.

 

*

*     *

Die Autorin zum Manuskript:

"Das Leben ist für Edith eine einzige Notlüge. Sie lernt lügen und leben. Was ihr die Eltern aus lauter Liebe antun, ist zuviel. Meine Geschichte erzählt aber auch vom dumpfen Leben hinter dem Eisernen Vorhang und über den Phantomschmerz, den jemand empfindet, der seine eigenen Wurzeln gekappt hat.

Es sind sozusagen Geschichten aus dem niederwüchsigen osteuropäischen Urwald und sie spielen sich oft unterhalb der Gürtellinie ab in fernen, aber sehr gegenwärtigen Zeiten, also gestern, vor hundert Jahren.

Ich bediene mich eines Wortschatzes, der aus einer dörflichen Umgebung, vor allem aus der Küche und dem Haushalt kommt, und aus all den Sprachen, die mich umgeben haben, als ich noch in Rumänien lebte.

Die Geschichte setzt immer wieder neu an, viele Stimmen melden sich. Ich erzähle nicht kontinuierlich, sondern sprunghaft. Trotzdem hat das Ganze eine Ordnung. Der Blick geht vom Rand zum Innern, von den vielen Personen zu Edith, und danach wieder von innen nach außen, von Edith zu den andern."


 

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Zeitschrift der Germanisten Rumäniens, 9. Jg., Heft 17-18 / 2000, S. 415-420

 

 

Coordonator sectiune: Madalina Marcu | Asistenti: Cristina Caramihai | Andreea Baranga

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