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Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) - www.ggr.ro

 

 

100 Jahre Germanistik in Bukarest

Ein Bericht über die Veranstaltungen aus Anlass des hundertjährigen Jubiläums  

des Germanistiklehrstuhls an der Fakultät für Fremdsprachen der Universität Bukarest

vom 5. bis 7. November 2005

 


Markus Fischer

 

Auf den Tag genau hundert Jahre nach der Gründung des Bukarester Germanistiklehrstuhls[1] im Jahre 1905 wurde dieses wichtigen kultur- und wissenschaftspolitischen Ereignisses am 5. November 2005 mit einer Festsitzung im Alten Universitätsgebäude der Bukarester Universität gedacht. Umrahmt von den Klängen eines Kammermusikensembles und im Beisein des Deutschen Botschafters in Bukarest sowie eines Vertreters der Österreichischen Botschaft eröffnete der derzeitige Leiter des Bukarester Germanistiklehrstuhls und Präsident der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens Prof. Dr. George Guþu den Reigen der festlichen Ansprachen, die neben der Geschichte der Bukarester und der rumänischen Germanistik überhaupt auch deren gegenwärtige Situation im Kontext aktueller internationaler Entwicklungen beleuchteten. So hob die Dekanin der Fremdsprachenfakultät Frau Prof. Dr. Alexandra Cornilescu die historischen und gegenwärtigen Leistungen der Mitglieder des Bukarester Germanistiklehrstuhls hervor, zu denen neben der Lehrtätigkeit, neben der Publikation von Dissertationen und wissenschaftlichen Monographien auch die Erlangung international renommierter Stipendien oder von Gastprofessuren im Ausland gehören, die ja gerade im Kontext der Internationalisierung von Wissenschaft einen Gradmesser von Qualität und Exzellenz darstellen. Dazu zählt auch die germanistische Kooperation mit ausländischen Universitäten und Forschungsinstituten, die im Rahmen der Festsitzung durch kurze Ansprachen dreier Vertreter solcher Institute eindrucksvoll unterstrichen wurde: durch Prof. Dr. Dr. h.c. Anton Schwob, den Vorstand des Instituts für Germanistik der Karl-Franzens-Universität Graz, durch Hon.-Prof. Dr. Stefan Sienerth, den Direktor des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München, sowie durch Michael Grote, Lektor des Deutschen Akademischen Austauschdienstes am Germanistischen Seminar der Universität Bergen in Norwegen. Ein Grußwort von Studierenden der Germanistik, die zudem mit einer kurzen szenischen „Faust“-Adaptation auf die universitären Probleme der Gegenwart und der Zukunft anspielten, sowie Mozarts „Kleine Nachtmusik“ in einer Fassung für Streichtrio schlossen die vormittägliche Festsitzung ab.

Im Anschluss daran wurde die von George Guþu und Doina Sandu zum 100. Jubiläum des Bukarester Germanistiklehrstuhls eigens herausgegebene Festschrift dem Auditorium präsentiert. Was in den Festansprachen bereits angeklungen war, liegt hier in einem umfangreichen Sammelband in ausgreifenden Untersuchungen für die Öffentlichkeit wissenschaftlich aufgearbeitet vor und wurde von der Mitherausgeberin Frau Prof. Dr. Doina Sandu dem Publikum vorgestellt: Aufsätze zur Geschichte des Bukarester Germanistiklehrstuhls von den historischen Anfängen bis zur gegenwärtigen Umsetzung des sog. Bologna-Prozesses im rumänischen Hochschulwesen; Porträts bedeutender rumänischer Germanisten und Wissenschaftler wie Simion C. Mândrescu, Bernhard Capesius oder Mihai Isbãºescu; Impressionen und Erinnerungen, u.a. an Hans Müller, Valeriu Munteanu und andere Bukarester Wissenschaftler; Bekenntnisse der Verbundenheit mit der Bukarester Germanistik aus dem Ausland, u.a. von Theodor Berchem und Wendelin Schmidt-Dengler; schließlich Bilder und Textdokumente, u.a. aus dem Briefwechsel zwischen Jean Livescu und Mihai Isbãºescu.

An die Präsentation der Zentenariumsfestschrift schloss sich dann eine weitere Buchpräsentation an: die Präsentation der rumänischen Ausgabe des „Tagebuchs“ des katholischen Erzbischofs von Bukarest Raymund Netzhammer durch Prof. Dr. Alexandru Barnea. Prof. Barnea hob die Bedeutung dieses einzigartigen zeitgeschichtlichen Dokuments hervor und lobte zugleich die Arbeit des Übersetzers George Guþu. Dabei wurde die kulturvermittelnde Dimension nicht nur der Übersetzertätigkeit als solcher, sondern der germanistischen Tätigkeit in Rumänien überhaupt ein weiteres Mal exemplarisch deutlich.

Ein Jubiläum, das nur die Vergangenheit feiert, verfehlt sein Ziel. Im Geiste dieser Überzeugung war der Nachmittag des 5. November und der ganze Tag des 6. November einer internationalen wissenschaftlichen Tagung mit dem Rahmenthema „Interkulturelle Grenzgänge“ gewidmet, die in den Hörsälen der Fremdsprachenfakultät in der Pitar-Moº-Straße stattfand. Den Auftakt bildeten zwei Plenarvorträge von Gästen aus Deutschland: ein sprachwissenschaftlicher Vortrag zur Neubearbeitung von Hermann Pauls „Deutschem Wörterbuch“ und ein literaturwissenschaftlicher Vortrag zur Gegenwartsbewältigung in Johann Lippets Erzählung „Der Totengräber“. Dann setzte sich die Arbeit des Kongresses in vier verschiedenen Sektionen fort, die das breite wissenschaftliche Spektrum der Bukarester Germanistik widerspiegelten. Die literaturwissenschaftliche Sektion stand unter der Überschrift „Historizität und Interkulturalität“ und bot Vorträge mit Themen vom Mittelalter bis zur Gegenwart: der Bogen spannte sich von Otfrids von Weißenburg „Liber Evangeliorum“ bis hin zum avantgardistischen experimentellen Werk von Carlfriedrich Claus. Die sprachwissenschaftliche Sektion stand unter dem Titel „Intra- und interlinguale Kommunikation“ und beschäftigte sich hauptsächlich mit lexikologischen, pragmatischen sprachvergleichenden und translatologischen Fragen. Aufgrund der Anwesenheit von Germanistinnen aus Istanbul standen dabei nicht nur die deutsche und die rumänische, sondern auch die türkische Sprache im Mittelpunkt der Diskussion. Die dritte Sektion, die sich hauptsächlich mit didaktischen Fragen befasste, trug die Überschrift „Sprachvermittlung im Kulturtransfer“. Aktuelle Fragen wie die Europakompetenz in der Lehrerbildung wurden dabei ebenso verhandelt wie der Einfluss der Erfordernisse des heutigen Arbeitsmarktes auf die Curricula der Lehrerausbildung. Ein Referent stellte seine Ausführungen unter die Frage : „Haben Sie heute schon gegoogelt? Wie die neuen Medien unsere Sprache verändern“. Die vierte Sektion schließlich war der Geschichte der Germanistik in Rumänien gewidmet und stand unter dem Titel „Anamnesen und Leistungslust“. Hier wurde über die rumäniendeutsche Literatur als Lehrfach an der Universität Bukarest oder über deutsch-rumänische Perzeptionsbarrieren im interkulturellen Dialog nachgedacht, aber auch über die Geschichte der Germanistik an der Czernowitzer Universität referiert. Bemerkenswert an dieser wissenschaftlichen Tagung war nicht nur die internationale Beteiligung von Gästen aus Deutschland, Österreich, Norwegen und der Türkei, bemerkenswert war nicht nur die Tatsache, dass Germanistinnen und Germanisten aus ganz Rumänien das Jubiläum ihrer Bukarester Kolleginnen und Kollegen mitfeierten, bemerkenswert war auch, dass es in vielen Sektionssitzungen zu lebhaften und regen Diskussionen kam, die manchmal kein Ende finden wollten: nicht wenige Teilnehmer kamen deshalb zu spät zum Essen. Zu erwähnen wäre noch die dokumentarische Ausstellung „100 Jahre Bukarester Germanistik“, die am Vormittag des 6. November von Dr. Mihaela Zaharia und Dr. Ileana Ratcu eröffnet wurde und während der wissenschaftlichen Tagung den Teilnehmern offen stand: zu sehen waren Dissertationen, Monographien, Übersetzungen, Lehrwerke, Wörterbücher, Grammatiken, Zeitschriften, Jahrbücher, Bilder und Textdokumente und vieles mehr – alles von Germanistinnen und Germanisten aus Rumänien, insbesondere aber von der Universität Bukarest.

Den festlichen Abschluss der Jubiläumsveranstaltungen bildete die Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Bukarest an den Schriftsteller, Essayisten und Publizisten Dieter Schlesak im Senatssaal der Universität Bukarest. Die Laudatio hielt Prof. Dr. George Guþu, der Leben und Werk des Geehrten vorstellte und dabei Fragen zu Begriffen wie Heimat, Grenze, Auswanderung und Ortlosigkeit aufwarf. Dieter Schlesak bedankte sich mit einem Vortrag, der den von ihm geprägten Begriff der „Zwischenschaft“ in den Mittelpunkt stellte und den er definierte als „dieses Nicht-Dazugehören, dieses zwischen alle Stühle Gefallen-Sein“. Der Rektor der Universität Bukarest Prof. Dr. Ioan Pânzaru sowie der vormalige Rektor und jetzige Präsident des Verwaltungsrates der Universität Bukarest Prof. Dr. Ioan Mihãilescu antworteten darauf mit kurzen Ansprachen, die auf das Problem der Grenze in einer zusehends sich globalisierenden Welt eingingen: indem beide darin inhaltlich und über das Höfliche und Konventionelle hinaus auf die in der Rede von Dieter Schlesak geäußerten Bemerkungen eingingen, machten sie deutlich, wie sehr das Werk des Bukarester Ehrendoktors aktuelle Fragen unserer zeitgenössischen Gegenwart berührt. Mit akademischen Würden und musikalischen Klängen ging so ein Jubiläum zu Ende, auf das der Bukarester Germanistiklehrstuhl mit Stolz zurückblicken und mit dem er mutig in die Zukunft vorausblicken kann, auf noch viele, viele Jahre. Oder, wie der Rumäne sagt: „La mulþi ani!“[2] Herzlichen Glückwunsch!


[1] Mit den 30 fest angestellten MitarbeiterInnen und weiteren 10 Stellen für zusätzliche Lehraufträge meint eigentlich die in Rumänien übliche Bezeichnung „Lehrstuhl“ eine akademische Einrichtung, die in Deutschland etwa einem Institut bzw. Seminar gleich kommt. (M.F.) – Vorliegender Bericht stellte der Verfasser auch den Münchener „Südostdeutschen Vierteljahresblättern“ zur Verfügung. [Anm. d. ZGR-Redaktion.]

[2] Rum.: „Hoch soll er leben!“ (Anm. d. ZGR-Red.)

 

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