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ERMITTLUNG DER SPRACHBEDÜRFNISSE

von griechischen Wirtschaftswissenschaftlern

Vassiliki Palasaki

1. Einführung

Mein Referat basiert auf einer in Griechenland durchgeführten Untersuchung zur Ermittlung der Sprachbedürfnisse und der Kommunikationsfähigkeit von 20 griechischen Wirtschaftswissenschaftlern, die die Terminologie für Wirtschaftswissenschaften auf Deutsch erlernen wollten. Die Zielgruppe bestand aus Unternehmern, Börsenmaklern, Bank- und Versicherungsfachleuten, Beamten von staatlichen Einrichtungen, Firmenangestellten und Investoren. Alle hatten deutsche Vorkenntnisse und beteiligten sich schon einmal an einem fremdsprachlichen (nicht aber deutschsprachigen) Ausbildungsprogramm im Wirtschaftsbereich, mit Hilfe der neuen Medien (Video, Computer, Internet).

Für die Durchführung der Studie wurde das ethnographische Analysemodell von Tokatlidou (1996: 334) gewählt. Dieses Modell ermöglicht die Untersuchung aller Komponenten des Kommunikationsereignisses, in dessen Zentrum das einzelne Mitglied der Zielgruppe steht. Es besteht in der Anordnung der gesuchten Informationen nach Kategorien, die den von Hymes (Tokatlidou 2003: 162-166) vorgeschlagenen Parametern des Kommunikationsereignisses entsprechen. Konkreter gesagt, betreffen diese Kategorien Ort und Zeit der Gesprächssituation („Setting“), die Kommunikationsteilnehmer („Participants“), das Kommunikationsziel („End“), den Sprechakt („Act“), den Tonfall, der für die Äußerung gewählt wird („Key“), die Kommunikationsmittel („Instrumentalities“), die Textsorte („Genre“)  und die in dem gegebenen Umfeld geltenden Interaktionsnormen („Norms of Interaction“: z. B. wer spricht und wann, wie werden die Gesprächspartner angesprochen, wie wird eine Formulierung aufgefasst).

Als Hilfsmittel beim Sammeln der Informationen diente ein aus 16 Fragen bestehender Fragebogen, der von der Zielgruppe auf Grund ihrer Erfahrungen aus anderen fremdsprachlichen Ausbildungsprogrammen im Wirtschaftsbereich beantwortet wurde. Der Fragebogen enthält drei Arten von Fragen: a) „offene“ Fragen, die die Person frei beantworten kann, b) „geschlossene“ Fragen mit mehreren vorgegebenen Antwortmöglichkeiten, c) Fragen der „persönlichen Einschätzung“, in denen es um die Ansicht der Person zu einem gegebenen Thema geht.

2. Auswertung des Fragebogens

Aus der Auswertung des Fragebogens bin ich zu folgenden Schlussfolgerungen gelangt:

Die erste Frage steht in Zusammenhang mit der Identität der Zielgruppe und ist in 5 Teilfragen unterteilt. Aus der ersten Teilfrage, mittels der wir über die Hochschulbildung der Zielgruppe informiert werden, ergibt sich, dass 20 % die Abteilung für Unternehmensorganisation und -verwaltung in Thessaloniki absolviert haben, 20 % die Abteilung für Internationale und Europäische Wirtschafts- und Politikstudien in Thessaloniki, 20 % die Abteilung für Öffentliche Verwaltung der Panteios-Univer-sität in Athen und 40 % die Abteilung für Wirtschaftswissenschaften in Athen bzw. Thessaloniki. Mittels der die Tätigkeit der Befragten betreffenden zweiten Teilfrage gewinnen wir einen ersten Eindruck von ihren beruflichen Aufgaben: 20 % bezeichnen sich als Unternehmer/innen, 25 % als Beamte/innen in staatlichen Einrichtungen, 15 % als Bankfachleute, 10 % als Versicherungsfachleute, 10 % als Firmenangestellte, 10 % als Börsenmakler/innen und 10 % als Investoren/innen. Man kann feststellen, dass die auf die übrigen Fragen gegebenen Antworten in direktem Zusammenhang mit den beruflichen Erfahrungen und der Natur der Tätigkeit der jeweiligen Person stehen. Mittels der dritten Teilfrage wurden die Befragten gebeten, ihre eigenen Deutschkenntnisse zu bewerten: 30 % bewerten diese als „ausgezeichnet“, 25 % als „sehr gut“, 35 % als „gut“ und 10% als „ausreichend“. Die meisten verfügen über sehr gute bis ausgezeichnete Deutschkenntnisse und möchten diese mit Hilfe des konkreten Ausbildungsprogramms im wirtschaftlichen Bereich vertiefen. Die vierte Teilfrage betrifft weitere Fremdsprachenkenntnisse außer Deutsch: 40 % der Befragten haben ein Ausbildungsprogramm im Wirtschaftsbereich in Englisch, 25 % in Französisch, 10 % in Italienisch, 15% in Spanisch,  und 10 % in Russisch absolviert. Man bemerkt, dass die Personen außer den weit verbreiteten je nach Bedarf auch andere Fremdsprachen lernen. Aus der fünften Teilfrage gehen alle jene Länder hervor, mit denen die Befragten eine wirtschaftliche Zusammenarbeit eingegangen sind: 25 % haben Beziehungen zu englischsprachigen, 15 % zu osteuropäischen, 15% zu südostasiatischen Ländern, 20 % zu Ländern des westlichen Mittelmeerraumes und 25% zu deutschsprachigen Ländern – ein ziemlich hoher Prozentsatz, der ihre Teilnahme an dem konkreten Programm notwendig werden ließ.

Aus der zweiten Frage geht die Aufteilung der Bedürfnisse der Zielgruppe nach der Art ihrer Beziehung zu Personen aus deutschsprachigen Ländern hervor: 20 % stehen zu diesen in direktem Geschäftsverkehr, 20 % in indirektem Geschäftsverkehr, und für 60 % gilt beides, das heißt, sie gebrauchen mündliche und schriftliche Sprache parallel.

Die dritte Frage erfasst die Kommunikationssituationen, in denen die Zielgruppe mündliche Sprache produziert: Laut 60 % der Befragten geschieht dies, wenn sie Informationen geben oder erhalten, laut den übrigen 40 % dagegen, wenn sie etwas anderes tun. Konkreter gesagt, wenn sie verhandeln, wenn sie Vereinbarungen, Termine oder Einladungen annehmen oder ablehnen, oder wenn sie sich auf den Ausgang bestimmter Vorgänge beziehen. Diese Daten sind hilfreich für die Entwicklung und Aufbereitung zukünftiger Lehrmaterialien.

Mittels der vierten Frage erfahren wir Näheres über die Art der fremdsprachigen Schriftstücke, mit denen die Personen im Berufsleben konfrontiert sind: 20 % erhalten oder senden amtliche Schreiben und Mitteilungen, Rundschreiben und Briefe, 30 % Lieferscheine und Verträge, 35 % Faxe, Telexe, Telegramme und E-Mails, 10 % Formulare, Bewerbungen, Fragebögen, Einladungen und Bestätigungen und 5 % Informationsblätter und Prospekte. Die häufigsten Schriftstücke sind Faxe, Telexe, Telegramme und E-Mails – ganz offensichtlich durch die weite Verbreitung neuerer Technologie.

Die nächste Frage, die mit der vorhergehenden in Zusammenhang steht, gibt Aufschluss über die von der Zielgruppe beim Verfassen von Schriftstücken verwendeten sprachlichen Mittel und damit über die in ihrem Berufsleben auftretenden sprachlichen Bedürfnisse: 35 % verwenden feststehende Wendungen, 20 % freie Äußerungen und 45 % beides.

Mittels der sechsten Frage erfahren wir die Gründe, die für die Befragten den Besuch eines Ausbildungsprogramms in deutscher Wirtschaftsterminologie notwendig machen: 35 % werden das Programm besuchen, weil dies ihre Vorgesetzten verlangen oder die Bedürfnisse am Arbeitsplatz erfordern, 30 %, um ihr Einkommen zu erhöhen, 20 % für eine direkte Beförderung, 10 % im Hinblick auf berufliche Zukunftspläne und nur 5 % aus persönlichem Interesse. Der im heutigen Berufsleben herrschende Konkurrenzdruck stellt immer neue Anforderungen, sodass die persönlichen Wünsche des Einzelnen in den Hintergrund gedrängt werden. Überhaupt sind die an der Studie teilnehmenden Personen überzeugt, dass Programme dieser Art ausschließlich und ganz auf die Deckung beruflicher Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Betreffend die siebente Frage, in der es um die konkreten Ziele eines solchen Ausbildungsprogramms geht, glauben 20 % an eine Verbesserung der Dienstleistungen, 35 % an eine Umsatzerhöhung und 45 % an eine höhere Konkurrenzfähigkeit. Die sowohl vom privaten als auch vom öffentlichen Sektor angestrebte höhere Konkurrenzfähigkeit ist der entscheidende Faktor, der zur Etablierung fremdsprachlicher Ausbildungsprogramme führt und diese notwendig macht.

Mittels der achten Frage erfahren wir, welche der von den beruflichen Pflichten der Befragten erforderten Fertigkeiten ihnen trotz des Besuchs fremdsprachlicher Ausbildungsprogramme Schwierigkeiten bereiten und welche nicht. 15 % bezeichnen ihre mündliche Ausdrucksfähigkeit als „ausgezeichnet“, 25 % als „sehr gut“, 30 % als „gut“ und 30% als „ausreichend“. 30 % bewerten sich mit „ausgezeichnet“ im schriftlichen Ausdruck, 25% mit „sehr gut“, 30 % mit „gut“ und 15 % mit „ausreichend“. 15 % schätzen ihr Hörverständnis als „ausgezeichnet“ ein, 20 % als „sehr gut“, 40 % als „gut“ und 25 % als „ausreichend“. 40 % bezeichnen ihr Leseverständnis als „ausgezeichnet“, 25 % als „sehr gut“, 20 % als „gut“ und 15 % als „ausreichend“. Man stellt fest, dass den Befragten das Verstehen und Produzieren von mündlicher Sprache am schwersten fällt und daher die in das Lehrmaterial für das neue Programm einbezogenen Aktivitäten auf diese Situation ausgerichtet sein sollten.

Im Anschluss daran gibt uns die nächste Frage eine Aufschlüsselung der kommunikativen Fertigkeiten, die die Berufstätigen mit Hilfe des konkreten Programms entwickeln möchten, entsprechend dem Bedarf, der sich ihrer Meinung nach am Arbeitplatz ergeben wird. 25 % erklären, Übung im Hörverständnis nötig zu haben, 30 % im schriftlichen Ausdruck, 30 % im mündlichen Ausdruck und 15 % im Leseverständnis.

Die darauffolgende Frage ermöglichte der Zielgruppe, Vorschläge betreffend die ins Lehrmaterial aufgenommenen Themen zu bringen, die bei der Planung des Programms berücksichtigt werden sollen. 20 % der Befragten sind am meisten am Themenbereich „Handel“ interessiert, 10 % entfallen auf „Versicherungswesen“, 30% auf „Verwaltung“ , 20% auf „Finanz- und Investitionswesen“, 5% auf „Außenwirtschaft“ , 5% auf „Preis und Wettbewerb“, 5% auf „Wachstum und Konjunktur“ und 5% auf „Geld und Kredit“.

Die elfte Frage, in der die Meinung der Personen zur Eignung der Neue-Medien-Methode gewünscht ist, wird von allen positiv beantwortet. 50% meinen allerdings, diese solle zum Vorteil der Teilnehmer mit anderen didaktischen Methoden, wie etwa dem Einsatz authentischen Materials kombiniert werden.

In der zwölften Frage werden die Befragten gebeten, sich zu eventuellen Schwächen des Programms zu äußern, das sie besuchen werden. Dadurch sollen die Gefahren, die ein Scheitern des Ausbildungsprogramms zur Folge haben könnten, minimiert werden. 40% wünschen sich ein Programm von längerer Dauer als die üblichen fremdsprachlichen Ausbildungsprogramme. Zwar wendet sich das genannte Programm ganz allgemein an Absolventen wirtschaftlicher Studienrichtungen, doch die Teilnehmer haben an unterschiedlichen Hochschulen studiert und gehören unterschiedlichen Berufsgruppen an, so dass mehr Zeit nötig scheint, um den sprachlichen und kommunikativen Bedürfnissen aller Teilnehmer entgegenzukommen. 60% weisen darauf hin, dass technische Mängel den reibungslosen Ablauf des Programms beeinträchtigen könnten.

Betreffend die dreizehnte Frage, die mit der vorhergehenden in Zusammenhang steht, macht die Zielgruppe, aufbauend auf Erfahrungen mit ähnlichen Programmen, folgende Vorschläge zur Vermeidung eventueller Versäumnisse und Fehler im technischen Ablauf des Programms: 25 % erachten es als nötig, dass nach einer falschen Antwort der ganze Text oder ein Teil davon wiederholt werden kann. 10 % halten es für wichtig, dass man das Bild anhalten kann, wenn es fehlerhaft mit Text oder Ton synchronisiert ist. 20 % sind der Meinung, dass, wenn jemand beim Benützen eines Übungsprogramms einen schwierigen Text auslässt und sich einen leichteren vornimmt oder einen Text wählt, ohne die Übungen zu machen, eine Meldung mit Hinweis auf die fehlende Übung oder den ausständigen Text erscheinen sollte. 30 % wünschen sich eine Erklärung zur Begründung der richtigen Antwort, die allerdings kürzer sein sollte als die Antwort selbst. 5 % weisen darauf hin, dass das Bezugsfeld (etwa der Titel der Zeitung oder Zeitschrift) auf dem Bildschirm erscheinen sollte und 10 % wünschen sich bei nicht leicht zu lesenden Texten eine vergrößerte Projektion.

Mittels der folgenden Frage werden die Aktivitäten festgestellt, die die Berufstätigen normalerweise in deutscher Sprache durchführen. Dies ist sehr hilfreich für die Ermittlung der  Bedürfnisse unseres Zielpublikums in seiner Arbeitsumgebung. Was die Aktivität “Sehen/Hören von Wirtschaftssendungen, Pressekonferenzen und Berichten zum Thema Wirtschaft betrifft, empfinden 25 % den Schwierigkeitsgrad als sehr hoch, 40 % als mäßig, 20% als niedrig und 15 % als nicht existent. Der Aktivität “Lesen eines Artikels, einer Nachricht ordnen 25 % einen sehr hohen, 25 % einen mäßigen, 30 % einen geringen und 20 % einen nicht existenten Schwierigkeitsgrad zu. Die Aktivität “Verstehen einer Anzeige oder Reklame” fällt 15 % sehr schwer, 20 % mäßig schwer, 25 % leicht und 40 % sehr leicht. Die Aktivität “Lesen von Schriftstücken wird von 15% als sehr schwierig, von 20 % als mäßig schwer, von 25 % als leicht und von 40 % als sehr leicht empfunden. Die Aktivität “Abfassen von Schriftstücken erscheint 15 % sehr schwer, 30 % mäßig schwer, 25 % leicht und 30 % sehr leicht. Die Aktivität “Hörverständnis bei Telefongesprächen, Verstehen eines Anrufbeantworters verbinden 20 % der Personen mit einem sehr hohen, 30 % mit einem mäßigen, 25 % mit einem geringen und 25 % mit einem nicht existenten Schwierigkeitsgrad. Der Aktivität “Mündliche Ausdrucksfähigkeit bei Telefongesprächen, Hinterlassen einer Nachricht auf dem Anrufbeantworter ordnen 35 % einen sehr hohen, 25 % einen mäßigen, 30 % einen geringen und 10 % einen nicht existenten Schwierigkeitsgrad zu. Die Aktivität “Verstehen eines Vortrags, Gesprächs oder Kommentars” fällt 20 % sehr schwer, 35 % mäßig schwer, 30 % leicht und 15% sehr leicht. Die Aktivität “Halten eines Vortrags, Führen eines Gesprächs, Abgeben eines Kommentars wird von 30 % als sehr schwierig, von 35 % als mäßig schwer, von 25 % als leicht und von 10 % als sehr leicht empfunden. Die Aktivität “Lesen eines Aufsatzes in einem Tagungsband oder Messekatalog verbinden 25 % der Personen mit einem sehr hohen, 25 % mit einem mäßigen, 40 % mit einem geringen und 10 % mit einem nicht existenten Schwierigkeitsgrad. Was die Aktivität “Verfassen eines Aufsatzes für einen Tagungsband oder Messekatalog betrifft, empfinden 30 % den Schwierigkeitsgrad als sehr hoch, 30 % als mäßig, 25 % als niedrig und 15 % als nicht existent. Man kann beobachten, dass die Kommunikationsprobleme der Personen vor allem im freien – sowohl schriftlichen als auch mündlichen – Ausdruck liegen.

Die fünfzehnte Frage besteht aus zwei Punkten. Im ersten geht es um Kommunikationsprobleme, mit denen die Zielgruppe konfrontiert war. Konkreter gesagt, erlebten 30 % einen Misserfolg beim Verständnis spezialisierter schriftlicher Texte oder von Schriftstücken, die Mängel aufwiesen und leicht falsch interpretiert werden konnten. 40 % gelang die Verständigung am Telefon nicht, entweder weil der Gesprächspartner zu schnell redete oder weil er Dialekt sprach. 30 % schließlich war es nicht möglich, aktiv an Diskussionen teilzunehmen, die Geschicklichkeit im mündlichen Ausdruck erforderten. Im zweiten Punkt der Frage präsentieren sich die von der Zielgruppe im Umgang mit dem Problem entwickelten Strategien. 30 % benützten ein Wörterbuch, 40 % baten Personen mit hervorragenden Deutschkenntnissen um Hilfe, 25 % stützten sich nur auf die eigenen Kenntnisse, so gut es eben ging und 5 % achteten nicht auf die Schwierigkeiten.

In der letzten Frage sollten die Personen andere, vom konkreten Ausbildungsprogramm unabhängige Mittel zur Verbesserung ihres Sprachniveaus vorschlagen. 30 % möchten gerne für eine gewisse Zeit in einem deutschsprachigen Land im Wirtschaftsbereich tätig sein. 25 % möchten direkte oder indirekte Kontakte zu Deutschen knüpfen, die im Wirtschaftsbereich tätig sind. 20 % beabsichtigen den Gebrauch gedruckten oder audiovisuellen Materials, 10 % regelmäßige Besuche in deutschsprachigen Ländern und 15% den Besuch eines Kurses für Wirtschaftsdeutsch am Goethe-Institut.

3. Schlussbemerkungen

Zweck der obigen Bedarfsermittlung ist die Produktion eines ad hoc multimedia Lehrmaterials, das Bild und Ton kombiniert. Vorrangig sollte die kommunikative Funktion der Sprache sein, die nach Richterich (1975: 35-66) auf konkrete kommunikative Bedürfnisse ausgerichtet ist. Der Lernende soll mit den diversen Kommunikationsformen im Bereich der Wirtschaft vertraut gemacht werden und diese situations- und adressatenbezogen mit den geeigneten Kommunikationsmitteln und den sprachlichen und nichtsprachlichen Normen entsprechend kennen lernen.

Die Durchführung eines Ausbildungsprogramms in deutscher Wirtschaftsterminologie sowie auch anderer fremdsprachlicher Programme stellt eine Antwort auf die Herausforderung der Vielsprachigkeit dar, die heute von den Bedürfnissen der menschlichen Interaktion und der „Märkte“ begünstigt wird. Ziel dieser Programme ist die Entwicklung einer kommunikativen „Teilkompetenz“. Unter diesem Begriff verstehen wir nach Tokatlidu (2003: 139-140) 1) die Fähigkeit, auch bei unvollkommener Beherrschung einer Fremdsprache diese, wenn auch mit manchen Schwierigkeiten, zu verstehen und die durch sie ausgedrückte Kultur zu rezipieren, und 2) die Entwicklung von Fertigkeiten, die den Bedürfnissen des Schülers oder der Schülerin entsprechen. In unserem Fall geht es hier nicht um die Sprache als Ganzes, sondern um jenen Teilbereich bzw. jenes Bezugsfeld, das von der konkreten Person aktiviert wird.

 

ANHANG:

 

FRAGEBOGEN-INTERVIEW

 

1. Persönliche Daten

a) Besuchte Hochschulen       Name:                                                      Ort:

b) Berufliche Tätigkeit als

Unternehmer/in Börsenmakler/in Bankfachmann/-frau Versicherungsfachmann/-frau 

Beamter/in in staatlichen Einrichtungen    Firmenangestellte(r)    Investor/in 

c) Wie sind Ihre Deutschkenntnisse?

ausgezeichnet     sehr gut     gut     ausreichend

d) Haben Sie sich schon an einem fremdsprachlichen Ausbildungsprogramm im Wirtschaftsbereich (für andere Sprachen als Deutsch) beteiligt?

Ja       Nein 

Wenn ja, für welche Sprache?

Englisch     Französisch     Italienisch     andere Sprache 

e) Aus welchen Ländern stammen die Personen, mit denen Sie eine wirtschaftliche Zusammenarbeit haben und/oder die Urkunden, die Sie erhalten oder senden?

 

2. Stehen Sie mit Personen aus deutschsprachigen Ländern in direktem oder indirektem Geschäftsverkehr?

in direktem Geschäftsverkehr     in indirektem Geschäftsverkehr 

sowohl in direktem als auch in indirektem Geschäftsverkehr 

 

3. In welchen Kommunikationssituationen produzieren Sie mündliche Sprache?

Wenn Sie Informationen geben oder erhalten                 Wenn Sie etwas anderes tun 

 

4. Art der fremdsprachigen Schriftstücke, die Sie erhalten oder senden:

Faxe, Telexe, Telegramme, E-Mails                                                                         

Amtliche Schreiben und Mitteilungen, Rundschreiben, Briefe                     

Formulare, Bewerbungen, Fragebögen, Einladungen, Bestätigungen        

Lieferscheine, Verträge                                                                                                 

Informationsblätter, Prospekte                                                                                  

 

5. Beim Verfassen von fremdsprachigen Schriftstücken verwenden Sie:

feststehende Wendungen     freie Äußerungen     beides 

 

6. Welche Gründe veranlassen Sie zur Wahl des deutschsprachigen Ausbildungsprogramms im Wirtschaftsbereich?

Forderung der Vorgesetzten/Direktion oder Bedürfnisse am Arbeitsplatz     Nützlichkeit der deutschen Sprache für berufliche Zukunftspläne     direkte Beförderung     höheres Gehalt oder Einkommen     persönliches Interesse 

 

7. Welchen beruflichen Zwecken dient Ihrer Meinung nach ein deutschsprachiges Ausbildungsprogramm im Wirtschaftsbereich?

Verbesserung der Dienstleistungen     Umsatzerhöhung 

Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit 

 

8. Wie bewerten Sie die Kommunikationsfertigkeiten, die Sie in Ihrem damaligen fremdsprach-lichen Ausbildungsprogramm im Wirtschaftsbereich erlangt haben?

Hörverständnis:                               ausgezeichnet     sehr gut     gut     ausreich.[1]  

Leseverständnis:                             ausgezeichnet     sehr gut     gut     ausreich.    

schriftliche Ausdrucksfähigkeit:          ausgezeichnet     sehr gut     gut     ausreich.    

mündliche Ausdrucksfähigkeit:          ausgezeichnet     sehr gut     gut     ausreich.    

 

9. Welche Kommunikationsfertigkeiten möchten Sie in diesem Programm entwickeln?  Hörverständnis                                  Leseverständnis                             

schriftliche Ausdrucksfähigkeit              mündliche Ausdrucksfähigkeit 

 

10. Machen Sie bitte eigene Vorschläge zur Thematik des Lehrmaterials für dieses Programm.

 

11. Eignet sich Ihrer Meinung nach die Neue-Medien-Methode für ein deutschsprachiges Ausbildungsprogramm im Wirtschaftsbereich?

Ja       Nein                  Wenn nein, warum nicht?

 

12. Welche Schwächen eines fremdsprachlichen Ausbildungsprogramms im Wirtschaftsbereich könnten Ihrer Erfahrung nach die Entwicklung der Kommunikationsfertigkeiten der Lernenden behindern?

 

13. Machen Sie bitte eigene Vorschläge zu den technischen Hilfsmitteln des Programms.

 

14. Wie hoch ist Ihrer Meinung nach der Schwierigkeitsgrad folgender Aktivitäten:

                                                                                 hoch   mäßig   niedrig   nicht existent

A. Deutsches Radio und Fernsehen

a. Sehen/Hören von Wirtschaftssendungen, Pressekonferenzen

und Berichten zum Thema Wirtschaft                                                                 

 

B. Deutsche wirtschaftliche Bücher, Zeitungen und Zeitschriften

a. Lesen eines Artikels, einer Nachricht                                                              

b. Verstehen einer Anzeige oder Reklame                                                          

 

C. Kommunikationssituationen am Arbeitsplatz

a. Lesen von Schriftstücken                                                                               

b. Abfassen von Schriftstücken                                                                           

c. Hörverständnis bei Telefongesprächen,

Verstehen eines Anrufbeantworters                                                                      

d. mündliche Ausdrucksfähigkeit bei Telefongesprächen,

Hinterlassen einer Nachricht auf dem Anrufbeantworter                                           

 

D.Teilnahme an deutschen wirtschaftlichen Tagungen, Seminaren oder Messen

a. Verstehen eines Vortrags, Gesprächs oder Kommentars                                     

b. Halten eines Vortrags, Führen eines Gesprächs,

Abgeben eines Kommentars                                                                                

c. Lesen eines Aufsatzes in einem Tagungsband

oder Messekatalog                                                                                             

d. Verfassen eines Aufsatzes für einen Tagungsband

oder Messekatalog                                                                                             

 

15. Nennen Sie auf Grund Ihrer Berufserfahrung schwierige Kommunikationssituationen, die durch sprachliche Unzulänglichkeit oder kulturelle Missverständnisse verursacht werden können. Wie können Sie in solchen unerwarteten Situationen richtig reagieren und handeln?                                          

 

16. Was können Sie außer dem Besuch eines deutschsprachigen Ausbildungsprogramms im Wirtschaftsbereich noch tun, um Ihre Deutschkenntnisse zu verbessern?

Tätigkeit im Wirtschaftsbereich in einem deutschsprachigen Land für eine gewisse Zeit        

direkte oder indirekte Kontakte zu im Wirtschaftsbereich tätigen Deutschen knüpfen               

gedrucktes oder audiovisuelles Material benutzen                                                 

deutschsprachige Länder regelmäßig besuchen                                                          

andere Mittel gebrauchen                                                                     

 

Literatur:

 

1.        Αγγουρή Ηώ (2003). “Ποιοτικές και ποσοτικές διαφοροποιήσεις σε γλωσσικές ανάγκες στο ακαδημαϊκό περιβάλλον κατά την τελευταία δεκαετία”. Στο Selected Papers on Theoretical and Applied Linguistics. From the 16th International Symposium April 11-13, 2003. Department of Theoretical and Applied Linguistics, School of English, Aristotle University, 411-425.

2.       Richterich R. (1973). A model for the definition of language needs of adults learning a modern language. Strasbourg: Council of Europe CCC/EES (72),49.

3.       Τοκατλίδου Β. (2003). Γλώσσα, επικοινωνία και γλωσσική εκπαίδευση. Αθήνα: Πατάκης.

4.       Tokatlidou V. (1996). “Vocational oriented language learning. A model for communication needs analysis”. Στο Η κοινωνιογλωσσολογική διάσταση στη διδασ-καλία και εκμάθηση σύγχρονων γλωσσών. Πρακτικά 11ου Διεθνούς Συνεδρίου. Ελληνική Εταιρία Εφαρμοσμένης Γλωσσολογίας, τόμ. 7, 335-341


 

[1] d.h. „ausreichend“.

 

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Coordonator sectiune: Madalina Marcu | Asistenti: Cristina Caramihai | Andreea Baranga 

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