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Gesellschaft der Germanisten Rumäniens (GGR) - www.ggr.ro

 


 

ANSPRACHE AUS ANLASS DES 100. GRÜNDUNGSTAGES


des Germanistiklehrstuhls der Universität Bukarest*



Stefan Sienerth

 


Eure Exzellenzen Botschafter Deutschlands und Österreichs
sehr geehrter Fau Dekan Alexandra Cornilescu,
sehr geehrter Herr George Guþu,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
verehrte Anwesende,

100 Jahre seit der Gründung des Lehrstuhls für deutsche Sprache und Literatur an der angesehenen Universität Bukarest in Anwesenheit hervorragender Vertreter der rumänischen Politik und Kultur, in Anwesenheit der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Österreichs, zusammen mit meinen Kolleginnen und Kollegen dieser Universität, zusammen mit weiteren Germanisten und Philologen aus dem In- und Ausland zu feiern, ist für mich persönlich und für das von mir vertretene Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südesteuropas München eine große Ehre und Anlaß zur Freude. Als ehemaliger Doktrorand der Alma Mater aus der rumänischen Hauptstadt und als gegenwärtiger Professor honoris causa dieser Einrichtung verbinden mich enge und dauerhafte Bande mit der Universität Bukarest, mit dem Germanistiklehstuhl dieser Universität und mit anderen Kollegen aus Rumänien, die auch an diesen beeindruckenden Feierlichkeiten teilnehmen, mit den Studenten, Masteranden und Doktoranden, mit denen ich in den letzten Jahren intensiv und fruchtbringend zusammengearbeitet habe.


Die Gründung des Lehrstuhls für deutsche Sprache und Literatur zu Beginn des 20. Jahrhunderts stelte einen bedeutenden Moment in der Schaffung der germanistischen Schule in Rumänien jener Zeit dar und war das Ergebnis der Entwicklungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als der anregende Einfluß der deutschen Kultur und Literatur auf eine beeindruckende Zahl von rumänischen Gelehrten, Kulturleuten, Schriftsteller und Lehrer zunahm, die an Universitäten in Deutschland und Österreich studiert hatten und somit in die rumänische Kultur neue Muster, ein Mehr an wissenschaftlicher Akribie und an Tiefe in den wissenschaftlichen Forschungen einführten.


Als erster Lehrstuhl für deutsche Sprache und Literatur im Königreich Rumänien jener Zeit schuf der Bukarester Lehrstuhl einen institutionalisierten Rahmen für die systematische Aneignung, Förderung und wissenschaftliche Erforschung der Sprache Goethes, der deutschsprachigen Literatur, der Kultur des geistigen deutschsprachigen Raumes. Zugleich wurden die Grundlagen für die Ausbildung eigener Fachleute, der Lehrer für deutsche Sprache und Literatur sowie der Forscher in diesem Fachbereich in Rumänien geschaffen.


Hervorzuheben ist der Umstand, daß der Bukarester Lehrstuhl noch von Anfang an die jahrhundertelange Anwesenheit der deutschen Bevölkerung in Rumänien berücksichtigte, was durch die Tätigkeit von Lehrkräften wie Berhard Capesius, Bruno Colbert, Viktor Theiss, Grete Klaster-Ungureanu – um nur einige klangvolle Namen zu erwähnen – unter Beweis gestellt wird. In Bukarest wurde das Studium der Geschichte der rumäniendeutschen Sprache und Literatur in die Lehrpläne eingeführt. In diesem Bereich lehrte zutiefst professionell Bernhard Capesius, diese Tradition wurde dann in der Zeit nach dem II. Weltkrieg durch die bedeutenden Beiträge von Heinz Stãnescu, Ilse Lauer und George Guþu fortgesetzt.


Das Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas München, dem aufgrund seiner wissenschaftlichen und Lehrtätigkeit der Rang eines Aninstituts der Ludwig Maximilians Universität München anerkannt wurde, schenkt der Zusammenarbeit mit den Einrichtungen im Bereich der Geschichte und Philologie aus dem Südosten Europas und – selbstverständlich, bedingt durch die besonderen Wahlverwandtschaften der Münchner Forscher – den Beziehungen zu Rumänien eine große Aufmerksamkeit. Der Beweis dafür erbringen die zahlreichen Teilnahmen der Germanisten unseres Instituts an den Kongressen der Germanisten Rumäniens, auf denen wir eine eigene Sektion einrichten, unsere Beiträge zu gemeinsamen Publikationen, die Präsenz der Germanisten der Universität Bukarest und aus Rumänien in der von uns in München herausgegebenen Zeitschrift sowie der deutschen Germanisten in den Publikationen der Gesellschaft der Germanisten Rumäniens. Dafür sprechen auch die Vorlesungen und Seminare, die wir jährlich an der Universität Bukarest, an jener von Cluj-Napoca/Klausenburg und von Sibiu/Hermannstadt halten. Dafür sprechen auch die Studenten aus Rumänien, die unsere Lehrveranstaltungen an der Universität München besuchen, ab diesem Jahr auch die Doktoranden – das ist z. B. der Fall einer jungen Kollegin aus Bukarest, die zusammen mit Kollegen aus Ungarn, Slowenien und Kanada ihre Doktorarbeit vorbereitet und dabei in den Genuß unserer kleinen, aber gut ausgestatteten Bibliothek sowie unserer Instutusinfrastruktur gelangt ist.


Als Zeichen der Ehrung für die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen unseren Institutionen kann auch die stattliche Festschrift für Professor George Guþu: Brücken schlagen. Studien zur deutschen Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts angesehen werden, die in unserem Verlag erschienen ist. Der Band belebt die Diskussion eines Großteils der gegenwärtigen Probleme der heutigen Germanistik wieder. Zum Zustandekommen dieses Bandes trugen mehr als 30 Forscher aus Deutschland, Österreich, Rumänien, aber auch aus anderen Ländern wie Ungarn, Frankreich, Holland, ja sogar aus Japan und Südkorea bei.


Daß wir diesen Beziehungen große Bedeutung beimessen, wird auch daraus ersichtlich, daß von Seiten unseres Instituts drei Vorträger teilnehmen: Prof. Anton Schwob, von der Universität Graz, den Sie auch heute sprechen hören, und Prof. Volker Hoffmann von der Universität München, illustre Persönlichkeiten aus dem Bereich der deutschen Literaturforschung und Mitglieder der Leitung unseres Instituts.
Besonders froh bin ich darüber, daß im Rahmen dieser Feierlichkeiten dem aus Schäß-burg/Sighiºoara stammenden Schriftsteller Dieter Schlesak, einem ehemaligen Studenten dieser Universität, die Ehrendoktorwürde verliehen wird. Er ist ein bedeutender Übersetzer rumänischer Literatur ins Deutsche, unter dessen Namen unser Verlag demnächst einen Band mit Portraits und Studien über Paul Celan, Alfred Margul-Sperber, Emile Cioran, Constantin Noica und Norman Manea heraugeben wird.


Von diesen Tatsachen ausgehend, begrüßen und fördern wir die Initiative des Bukarester Lehrstuhls zur Gründung eines Zentrums zur Erforschung der deutschen Sprache und Literatur in Rumänien – in diesem Sinne haben wir auch ein Abkommen über die Zusammenarbeit abgeschlossen, der gerade in diesen Tagen Kontur anzunehmen beginnt: Unser Institut stellte einen mehr als symbolischen Betrag für die Anschaffung von Gegenständen für die Austattung dieses Zentrum zur Verfügung. Damit schaffen auch wir die Voraussetzungen für die Festigung und den Ausbau dieses Zentrums, so daß wir in der nächsten Zeit bedeutende wissenschaftliche Vorhaben in Angriff nehmen können. Das wird bereits auf dem VII. Kongreß der Germanisten Rumäniens in Timiºoara (22.-25. Mai 2006) geschehen, auf dem unser Institut – entsprechend einer schönen Tradition – eine der wichtigen Sektionen des Kongresses koordiniert: die Sektion, die den deutschen Literaturen in Rumänien gewidmet ist.


Gleichzeitig möchte ich neben meiner Lehrtätigkeit sowie jener von Hon. Prof. Dr. Peter Motzan am Bukarester Lehrstuhl auch die bevorstehende Fertigstellung von zwei bedeutenden Vorhaben des IKGS und des Germanistiklehrstuhls der Universität Bukarest hervorheben: Die Herausgabe der berühmten Anthologie deutschsprachiger Lyrik der Bukowina „Die Buche” und eines Bandes mit Briefen von und an Alfred Margul-Sperber, die sich im Besitz des Bukarester Muzeul Literaturii Române befinden. Wir wollen gemeinsam die reichhaltigen Archivbestände und Bibliotheken in Bukarest und aus Rumänien erforschen, um bedeutende und interessante interkulturelle Phänomene des jahrhundertealten Zusammenlebens verschiedener in Rumänien lebenden Völkerschaften ins Licht rücken zu lassen.


Wir sind überzeugt, daß die bisherigen Ergebnisse unserer Zusammenarbeit ausgezeichnete Voraussetzungen schaffen, um neue wissenschaftliche Projekt in Angriff zu nehmen, um den wissenschaftlichen Nachwuchs dieses angesehenen Lehrstuhls zu fördern.


Dem Bukarester Lehrstuhl wünschen wir neue Erfolge in der Lehr- und Forschungstätigkeit im Sinne der Annäherung der europäischen Völker durch ein besseres Kennenlernen der fruchtbaren geistigen Interferenzen unserer gemeinsamen Geschichte.
 


* Honorar-Professor Dr. Stefan Sienerth ist Direktor des Instituts für Deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München. (Anm. d. ZGR-Red.)

 

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Coordonator sectiune: Madalina Marcu | Asistenti: Cristina Caramihai | Andreea Baranga 

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